Veganes kerniges Dinkelbrot

Ich habe mich ja lange nicht an das Backen von Brot herangetraut, aber einmal angefangen, kann ich gar nicht verstehen, warum ich das vorher noch nie ausprobiert habe. Es ist einfach und genial! Auch ohne Brotbackautomaten. Seit einigen Wochen backe ich jede Woche ein Dinkelbrot und mag es nicht mehr missen.

Hier mein Lieblingsrezept für das Dinkelbrot:

Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl oder 250 g Dinkelmehl und 250 g Buchweizenmehl
  • 10 g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 50 g Sesam
  • 50 g Leinsamen
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Kürbiskerne
  • 50 g Mandeln oder Haselnüsse
  • 2 EL Apfelessig
  • 500 ml warmes Wasser

Welche Körner man verwendet, ist sehr beliebig. Auch Hirse schmeckt sehr gut im Brot. Wenn ihr ein Mehl mit einen höheren Vollkornanteil nehmt, kann es sein, dass ihr die Wassermenge ein wenig erhöhen müsst.

Zubereitung kerniges Dinkelbrot

Alle trockenen Zutaten zusammenmischen. Dann das Wasser mit dem Apfelessig dazugeben und mit einem Mixer und Knethaken zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Den Teig in eine eingefettete Kastenform geben. Falls ihr eine Silikonform habt wie ich, dann müsst ihr dies nicht machen. Wenn der Teig in der Form ist, streue ich darauf meistens noch Dinkelflocken. Ihr könnt aber z.B. auch den Boden mit Sesam bestreuen. Das ist auch sehr lecker. Danach lasse ich den Teig ca. 20-30 Minuten gehen, auch wenn ich meistens Trockenhefe verwende. Nach den 30 Minuten backe ich das Brot auf mittlerer Schiene bei ca. 180-190 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 55 Minuten auf einem Backblech, welches ich leicht nass mache. Damit trocknet das Brot nicht so aus. Danach hole ich das Brot aus der Form und backe es noch weitere 8-10 Minuten, damit eine schöne Kruste entstehen kann.

Das Ergebnis sieht dann so aus und ist sehr, sehr lecker!

Als nächstes werde ich ein veganes Paleo-Brot ausprobieren. Mal sehen, wie das dann schmecken wird.

Fastenzeit 2017 – Neues Jahr, neuer Versuch

Man verliert nicht immer, wenn man entbehrt.
Johann Wolfgang v. Goethe

2016 habe ich keine Fastenzeit eingelegt… Es war mir schlichtweg zu anstrengend. 2017 ist nun ein neues Jahr, ich fühle mich nicht so ausgebrannt und daher werde ich dieses Jahr wieder eine Fastenzeit machen.

Die Regeln werden nicht straffer als die Jahre vorher werden. Ich habe wie in 2015 wieder Joker-Tage und lasse dieses Mal die strenge Kaffeeregel (nur einen pro Woche) auch weg. Ich habe keine Lust mich überzudisziplinieren ;-). Trotzdem finde ich den bewussten Verzicht gut und wichtig für mich.

Starten werde ich direkt zum Beginn der Fastenzeit und ich will auch dieses Mal die sechs Wochen durchziehen und nicht auf vier Wochen verkürzen. Vom 01.03. bis 15.04. werde ich nun also auf bestimmte Dinge verzichten.
“Warum tue ich mir das an?!” Die Frage werde ich mir sicherlich mehr als einmal in der Zeit stellen, wenn der Schoko-Jeeper kommt :-D.

Hier sind nun meine Regeln in 2017:

  • Ich darf in der Zeit Joker-Tage einlösen. An den Tagen ist Sündigen erlaubt. Die Anzahl limitiere ich auf drei mal innerhalb der sechs Wochen. Das heißt aber nicht, dass ich diese Joker wirklich nutzen werde. Außerhalb der Joker-Tage ist sündigen tabu oder kostet das Sündengeld bzw. Spendengeld von 25 Euro pro Sündenart.
  • Keinerlei Arten von Süßigkeiten und ungesundem Knabberzeugs: Keine vegane Schoki, Gummizeugs, Eis, Kuchen und Müsliriegel. Ausgenommen hiervon sind Energie- und Proteinriegel für den Sport.
  • Kompletter Alkoholverzicht
  • Nur ein Kaffee pro Tag. Auch wenn ich das eigentlich schon lange so handhabe, schleichen sich leider aktuell an manchen Tagen wieder zwei Kaffee ein. Das gibt es nun ab jetzt nicht mehr.
  • Keine Limonaden wie Cola, Fanta, fertige künstliche Apfelsaftschorle, Sojamilch mit Vanillearoma etc. (gesunde bzw. frisch gepresste Fruchtsäfte, Schorlen sind ok).

Es gibt jedoch zwei festgelegte Tage, an denen ich nicht fasten werde: An 04.03. Essen mit Freunden und 11.03. Geburtstagsfeier. Bei diesen beiden Einladungen wird gefeiert :-). 

Falls ich sündigen sollte, geht die Spende wie immer an Viva con Agua.

Ich kann die Fastenzeit übrigens jedem empfehlen, egal welche Regeln man sich selbst setzt. Viel Erfolg und Durchhaltevermögen, falls jemand unter meinen Lesern mitfasten sollte :-).

Und hier noch das “passende” Video von der großartigen Miss Platnum dazu. Schlussendlich ist der Schlüssel zum Glücklichsein doch immer das zu machen, womit man sich wohl fühlt und was einem gut tut, und das kann eben auch manchmal Verzicht sein oder eben nicht ;-).

Nägel mit Köpfen in 2017

„It’s the possibility of having a dream come true
that makes life interesting.“

Paulo Coelho

2017 ist zwar noch nicht alt, aber es ist an der Zeit, ein paar Prioritäten zu setzen und Entschlüsse zu fassen. Ich werde dieses Jahr 35 und ich sage mir mittlerweile immer mehr “Wenn nicht jetzt, wann dann”.

Zunächst einmal habe ich mir am Wochenende recht viele Gedanken gemacht, welche persönlichen Highlights ich mir in 2017 selbst setzen mag. Ich kann leider nicht alles machen, worauf ich Lust habe, daher musste ich aussortieren und entsprechende Prioritäten setzen. Sportlich gesehen werde ich meinen ersten Halbmarathon im Wettkampf laufen und das erste Mal über 200 km Rad in den Niederlanden bei einer traditionsreichen RTF fahren. Ich möchte meinen Fokus wieder auf das Laufen legen und mich über Trailruns mehr fordern. Das Betonlaufen ist zwar schnell, aber auf Dauer auch “langweilig”. Beim Trailrun wird mehr gefordert, muskulär sowie geistig. Es macht einfach mega viel Spaß und es wird mich trittsicherer machen für mein größeres Abenteuer Ende 2017 (später mehr dazu). Zudem möchte ich meine entdeckte Leidenschaft zum Rennradfahren weiter vertiefen. Längere Ausfahrten stehen auf dem Plan, los geht es schon in ein paar Tagen ins Trainingslager. Aber ich habe auch den Entschluss gefasst, sportlich den Triathlon als Nebensache zu betrachten. Ich werde in 2017 nur einen Triathlon machen. Warum? Weil Schwimmen mich nicht glücklich macht, sondern stresst. In 2015 war es schön, die Überwindung über das tolle Triabolos Rookie-Programm zu gehen und mich ins Wasser zu wagen. 2016 in die Landesliga eingetreten war ich verletzungsbedingt bis zum Herbst aus dem Laufen und somit auch als allen Triathlonwettkämpfen raus. Sehr schade für das Team, aber auch sehr erkenntnisreich für mich. In der Verletzungspause habe ich gemerkt, wie sehr mir das Laufen fehlt, aber dass ich das Schwimmen überhaupt nicht vermisse und ich meine Zeit auch nicht dafür aufwenden mag, dreimal die Woche ins Chlor zu springen, um hier besser und routinierter zu werden. Wenn mir der Ehrgeiz für eine Sache fehlt, dann ist es nicht das Richtige für mich. Grund genug, den Fokus in 2017 eben nicht auf Triathlon zu legen.

Meine sportlichen Highlights werden folglich sein:

  • Rennradtrainingslager Lanzarote, Ratzeburg und Harz
  • RTF Fietselfstedentocht in Bolsward (meine ersten 235 km, oh weh….)
  • Sommer-Rennradurlaub in Italien
  • ITU Hamburg
  • EuroEyes Cyclassics 120 km
  • Blankeneser Heldenlauf Halbmarathondistanz
  • Halbmarathon Kopenhagen
  • Trailrun-Event im Harz
  • RTF Hamburg – Berlin (mal sehen, ob 300 km dann drin sind bei mir :-D)

Meine Urlaube haben also ausnahmslos alle mit Sport zu tun. Das ist geil, aber in 2017 muss auch hier mal eine Abwechslung rein. Beim Avocado Dinner im Vegan Eagle wurde dann final der Entschluss gefasst: Der Traum, nach Neuseeland zu reisen, ist endlich zu einem festen Vorhaben geworden. Mitte Dezember soll es losgehen und danach wird mich Hamburg eine Weile nicht mehr wiedersehen. Ich muss einfach mal raus und das ein wenig länger als nur zwei Wochen. Und das Geile daran ist: Ich muss mir überhaupt keine Gedanken machen, wo ich Silvester verbringen werde ;-). #irgendwoaufneuseeland

Auf dem Plan standen eigentlich noch Laufen im Harz und der Zugspitztrail von Salomon. Da ich nun aber nach Neuseeland fahren werde und nicht unbegrenzt Urlaub habe, musste ich, so leid es mir auch tut, Prioritäten setzen. Es mussten also Events weichen und die Wahl ist aus diversen Gründen  auf diese beiden gefallen. Neuseeland als Traumerfüllung geht nun einfach vor. Das ist das fiese am Prioritäten setzen: Es müssen Sachen wegfallen, die man trotzdem gerne gemacht hätte….

Ich freue mich mega auf 2017 und die coolen Sachen, die ich hoffentlich erleben werde. Neuseeland, ich komme!!! Tipps gerne willkommen, was eine schöne Route angeht, die man in ca. sechs bis acht Wochen machen kann. Ich bin offen für alles, ich mag eine Mischung aus Wandern und Roadtrip. Ich brauche keine Traumstrände, ich brauche Berge, Ruhe und Natur. Gerne unterbrochen von einem regen Stadtleben, guten Pubs und coolen Leuten. Ab Februar beginnt die Neuseelandplanung.
Aber nun geht es erst einmal ins Rennradtrainingslager nach Lanzarote. Das wird ein früher und hoffentlich sonniger Saisonstart. 20 Grad sollen es werden *freu*! Ich versuche natürlich ein wenig Sonne einzufangen und euch mitzubringen. Selbst wenn ich die Temperaturen in Hamburg nicht hochdrehen kann, aber mein strahlendes Lächeln nach dem Urlaub erzeugt hoffentlich genug Sonne in eurem Herzen 😉 #einwenigkitschgehtimmer .

„If you take responsibility for yourself
you will develop a hunger to accomplish your dreams.“
Les Brown

 

Happy new year to the fools who dream

In das Jahr 2017 bin ich mit viel zu wenig Schlaf, einer Alsterlaufrunde mit 100 weiteren Triabolos und abends mit der La La Land Kinovorpremiere gestartet. Den Kopf zwar schwer, aber voller schöner Erinnerung an das Jahr 2016 und an dem wunderbaren Silvesterfeier zusammen mit Freunden.

Außer ein paar sportlichen Zielen, habe ich eigentlich keine guten Vorsätze für 2017…. Aber als der Song The Fools who dream im Film lief, habe ich mir doch einen gefasst, nicht nur für 2017, sondern einen für das Leben: “A bit of madness is key to give us new colors to see. Who knows where it will lead us? And that’s why they need us. So bring on the rebels, the ripples from pebbles, the painters and poets and plays.”

In diesem Sinne ein wunderbares 2017 euch allen! Auf dass ihr ein wenig verrückt seid, immer eurem Herzen folgt und fünf auch einfach mal gerade sein lasst. Tanzt und singt, lebt eure Leidenschaften und geht mit offenem Geist und Herzen durch´s Leben.

The Fools Who Dream

My aunt used to live in Paris.
I remember she used to come home and tell us stories about being abroad
and I remember that she told us she jumped in the river once.
Barefoot. She smiled.

Leapt without looking.
And tumbled into the Seine.
The water was freezing, she spent a month sneezing,
but said she would do it again.

Here’s to the ones, who dream.
Foolish as they may seem.
Here’s to the hearts, that ache.
Here’s to the mess we make.

She captured a feeling, sky with no ceiling.
Sunset inside a frame.
She lives in her liquor and died with a flicker.
I’ll always remember the flame.

Here’s to the ones, who dream.
Foolish as they may seem.
Here’s to the hearts, that ache.
Here’s to the mess we make.

She told me: “A bit of madness is key
to give us new colors to see.
Who knows where it will lead us?
And that’s why they need us.”

So bring on the rebels, the ripples from pebbles,
the painters and poets and plays.

And here’s to the fools, who dream.
Crazy as they may seem.
Here’s to the hearts, that break.
Here’s to the mess we make.

I trace it all back to then.
Her and the snow and the Seine.
Smiling through it she said, she’d do it again.

Traum ist ein Stück vom Leben

Wenn man morgens aufsteht und an genau ein Gedicht von seinem Lieblingslyriker denkt, seine neue Sternenstrumpfhose anzieht und weiß, dass es ein guter Tag wird :-)…

Traum ist ein Stück vom Leben

“…Und sagen sie das Leben sei ein Traum: das nicht; nicht Traum allein.
Traum ist ein Stück vom Leben.
Ein wirres Stück, in welchem sich Gesicht
und Sein verbeißt und ineinanderflicht
wie goldne Tiere, Königen von Theben
aus ihrem Tod genommen (der zerbricht).

Traum ist Brokat der von dir niederfließt,
Traum ist ein Baum, ein Glanz der geht, ein Laut -;
ein Fühlen das in dir beginnt und schließt
ist Traum; ein Tier das dir ins Auge schaut
ist Traum; ein Engel welcher dich genießt
ist Traum. Traum ist das Wort, das sanften Falles
in dein Gefühl fällt wie ein Blütenblatt
das dir im Haar bleibt: licht, verwirrt und matt -,
hebst du die Hände auf: auch dann kommt Traum,
kommt in sie wie das Fallen eines Balles -;
fast alles träumt -,
du aber trägst das alles.

Du trägst das alles. Und wie trägst du´s schön.
So wie mit deinem Haar damit beladen.
Und aus den Tiefen kommt es, von den Höhn
kommt es zu dir und wird von deinen Gnaden…

Da wo du bist hat nichts umsonst geharrt,
um dich die Dinge nehmen nirgend Schaden,
und mir ist so als hätt ich schon gesehn,
daß Tiere sich in deinen Blicken baden
und trinken deine klare Gegenwart.

Nur wer du bist: das weiß ich nicht. Ich weiß
nur deinen Preis zu singen: Sagenkreis
um eine Seele,
Garten um ein Haus,
in dessen Fenstern ich den Himmel sah -,

Und wenn es Nacht ist -: was für große Sterne
müssen sich nicht in diesen Fenstern spiegeln…”

Rainer Maria Rilke, aus: Die Gedichte 1906 bis 1910 (Paris, Juni 1906)