Abrechung: Ende der Fastenzeit

Einige der Leser erinnern sich vielleicht an unsere Fastenzeitaktion: In der Fastenzeit bestimmte Sachen nicht essen und jede Sünde kostet 25 Euro Spendengeld. Mehr erfahrt ihr im Originalartikel “Über Zürich, Schlemmen, Bio, Essensumstellung und Fasten“. Nun, am 08.04.2012, ist es soweit. Der Tag der Abrechung ist gekommen.
Fazit: Wir haben jeweils 1 mal gesündigt. Das bedeutet Gleichstand und 25 Euro für jeden. Ich spende also an das Kinderhospiz Löwenherz 25 Euro und das Subwort an Viva con Aqua 25 Euro.
Aber wie kam es zu den Sünden? Eigentlich haben wir beide sehr gut ohne ausgehalten, aber dann gab es doch diese zwei Ausnahmen.
Als erster hat das Subwort gesündigt. Grund war der leckere Kirsch-Nuss-Kuchen in Gretchens Villa. Auslöser war aber wohl eher ich. Ich war den ganzen Tag schon nölig, sprunghaft, leicht von mir selbst angenervt. Ich hatte Bock auf Schokokuchen, durfte aber nicht. Frauen wissen was ich meine, wenn man als Frau einmal im Monat plötzlich soooo einen Appetit auf Schoki hat ;-). Aber mein Ehrgeiz nicht zu sündigen stand mir im Weg und hat mich noch unleidlicher gemacht. An Marcus Stelle hätte ich mich selbst glaube ich stehen gelassen oder mir den Kuchen zwangsweise in den Schmollmund gestopft :-D. Aber er wählte eine andere Strategie, nämlich die des Voressens. Hat leider nichts gebracht und ich verschmähte den lecker Schoko-Käse-Kuchen, der mich vom Tresen her anlächelte. Damit war Sünde Nummer 1 durch das Subwort begangen, während ich standhaft blieb.
Meine Sünde entstand dann aus einem totalen Frust heraus. Hatte ich schon Tage vorher immer wieder das Bedürfnis auf Schokolade, kam es am 04.04. zu einer Situation, in der ein Schokoriegel meine letze Rettung war: Ein 16 km Stauf auf der A2 bei Lauenau. Pünktlich von der Arbeit um 17 Uhr 30 losgefahren, stand ich schnell im Stau. Und wenn ich “stehen” schreibe meine ich auch “stehen”…. Nach gefühlten 5 Stunden ging es dann weiter und am nächsten Rastplatz machte ich halt. Völlig gefrustet tankte ich und kaufte mir einen Lion White an der Kasse. Eigentlich wollte ich ihn nur “besitzen” und anstarren, jedoch nicht essen. Aber nach 30 Minuten Autofahrt machte meine Hand sich selbstständig und schob den Riegel in meinen Mund, der mich wie meine Hand im Stich ließ und sich noch nicht einmal wehrte. Damit wars besiegelt, die Sünde begangen. Und ehrlich gesagt: Der Riegel war geil und die Sünde in dem Moment ein MUSS. Meine Laune wurde schlagartig besser und der Stau war vergessen.  Wer konnte ahnen, dass ich in Hamburg dann noch eine weitere Stunde nach einem Parkplatz suchen musste. Bis ich schließlich mit Sack und Pack in meiner Wohnung war, war es 23 Uhr 30. 6 Stunden Frust und nur 1 Schokoriegel halte ich daher für vertretbar ;-).
Mein Fazit der Aktion in Summe: Es lohnt sich, wenn man sich mal darauf besinnen will, WAS man alles so isst. Man lernt wieder, dass Verzichten gar nicht so schwer ist. Nach der Fastenzeit werde ich für meinen Teil bestimmte Dinge beibehalten: keine Softdrinks mehr, maximal 1-2 Kaffee am Tag, kein Fastfood (meint z.B. Pommes und Veggieburger bei MC Donalds und nicht selbstgemachte Fries und Veggieburger in einem guten Restaurant). Kuchen, Kekse, Schokolade, Joghurt Gums und auch mal kleine Knabbersachen werde ich weiterhin essen. Aber es muss was “Besonderes” bleiben und nicht zur Regelmäßigkeit werden.

Veröffentlicht von

Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

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