Krimi am Sonntag Abend, aber der Tatort war es nicht

„Whatever can go wrong will go wrong“, sagte Edward A. Murphy einmal, aber ätsch bätsch, heute mal nicht :-).

WAS für ein Nikolauskrimi am Sonntag Abend! Noch nie habe ich vorher bei einem Gewinnspiel mitgemacht und um jeden Kommentar unter einem Blogbeitrag gerungen. Eigentlich mag ich so was nicht, aber nachdem mein Beitrag nun schon einmal unter die Top5 gewählt wurde, hatte mich der Ehrgeiz gepackt. Wenn ich jetzt 204 Kommentare später an meinen Anfangssatz zurückdenke “Ach 20 Kommentare müssten doch reichen” kommt der mir ziemlich naiv vor. Das Zehnfache hat nur knapp gereicht und hätte ich nicht so einen tollen Freund, Freunde und Bekannte gehabt, hätte das niemals geklappt. Man muss wirklich Zeit investieren und auch ein paar Nerven, um einen Blogkommentar zu bekommen, der nur dazu dient, dass man selbst ein Wochenende im Gletscherchalet in Stubai gewinnt. Aber es hat geklappt und das finde ich einfach saugeil! *jubel, jubel, freu freu*. Da war der schreckliche Les Deux Alpes horrible Urlaub doch noch zu etwas gut. Wer hätte das gedacht :-D.

Ich hätte den Gewinn aber auch allen anderen Teilnehmern gegönnt. Vor allem mit Jenny war es ein Kopf an Kopf rennen und die Entscheidung war mehr als knapp.

Danke an Charis von wohlgeraten  für den tollen Gewinn! Ich freue mich sehr auf das Gletscherchalet in Stubai! Du bekommst auf jeden Fall Fotos und auch einen kleinen Bericht.
Ich habe auch schon meine Begleitperson auserkoren und das wird der liebe Björn von St. Bergweh sein. Er hat es mehr als verdient, in den Bergen ein wenig auszuspannen. Nun heißt es zusammen ein Wochenende in 2016 finden und dann Stubais Berge genießen.

Sonne + Schnee = glücklich
Stubai 2014: Sonne + Schnee = glücklich

Mit viel Bergweh gehe ich nun ins Bett. Gute Nacht euch allen und einen angenehmen Start in die neue Woche!

 

Vote for me – Les2Alpes horrible auf wohlgeraten.de

Der Blog Wohlgeraten feiert seinen fünften Geburtstag! Anlässlich dieses Jubiläums gibt es dort ein Gewinnspiel, bei dem ich mitgemacht habe und mein Blogbeitrag über meinen schrecklichen Urlaub in Les2Alpes wurde unter die Top 5 gewählt. YEAH!

Aber nun seid ihr gefragt! Der Beitrag mit den meisten Kommentaren, die bis Sonntag, den 06.12.2015, bis 22 Uhr eingegangen sind, gewinnt das Wochenende in Stubai. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich hier unterstützen würdet 🙂

Hier geht es zu meinem Beitrag: Doppelter Alp(!)traum

Es wäre super, wenn ihr für mich einen Kommentar hinterlassen würdet! DANKE :-*

Mein viertes Jahr in Hamburg

„Weißt du was ich manchmal denke?
Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst.
Und wenn´s so richtig scheiße ist,
dann ist wenigstens noch die Musik da.
Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist,
da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“
(Floyd zu Telsa in Absolute Giganten)

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier geschrieben habe. Nach dem Triathlon war ich erst einmal im Urlaub und danach habe ich kein Thema gehabt, über das ich schreiben wollte. Nun haben wir schon Mitte Oktober und ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich wie letztes Jahr verpasst habe, über mein viertes Jahr in Hamburg zu schreiben. Jahr vier…. dachte ich nach Jahr drei, dass dieses Jahr nur besser werden kann, traf dies leider nur teilweise zu. Wieder waren es drei Ereignisse, die mein viertes Jahr hier geprägt haben: der erste Triathlon, der wunderbare Urlaub auf Island und der immer noch unbegreifliche Abschied von einem Freund.

Swim, bike run!
Das Jahr 2015 stand ganz unter dem Motto: Überwinde deine Schwimmangst und melde dich bei deinem ersten Triathlon an. Gedacht, gesagt, getan. Am 18.07. absolvierte ich meine erste Sprintdistanz beim ITU World Triathlon. Der Weg dorthin war schrecklich schön, emotional, frustrierend, lustig, anstrengend, aufreibend, motivierend. Ich habe in dieser Zeit ein Rookietagebuch geführt, um für mich festzuhalten, wie die Zeit war, aber auch anderen Mut zu machen, einen Weg, den man sich zuvor nicht vorstellen konnte, einfach zu gehen, ohne sich von seinen Bedenken zurückzuhalten zu lassen. Das Leben ist einfach zu kurz, um nicht das zu tun, was einen glücklich macht und auch mal herausfordet. Ich bin immer noch stolz auf mich, dass ich nach 15 Jahren Wasserabstinenz nun 400 Meter am Stück kraulen kann. Und dabei fällt mir ein: ich sollte mal wieder zum Schwimmtraining gehen, damit ich in 2016 nicht wieder von vorne anfangen muss #derinnereschweinehundlässtgrüßen.
Wer mein Rookietagebuch nicht gelesen hat, kann dies übrigens gerne nachholen und sich einen Motivationsschub für den ersten Triathlon in 2016 abholen :-). Alle Berichte findet ihr hier: Rookie Tagebuch.

Nichts ist selbstverständlich
Auch mein viertes Jahr war überschattet von einem Abschied. Ein Abschied von jemandem, der viel zu früh und unerwartet gehen musste. Es ist etwas anderes, wenn jemand wie mein Vater nach schwerer Krankheit erlöst wird, als wenn ein lieber Mensch, der noch das ganze Leben vor sich hatte, einfach von uns geht, ohne, dass sich darauf überhaupt jemand vorbereiten konnte. Wenn einer diesen unbegreiflichen Verlust in Worte hat fassen können, dann war es mein Freund in seinem letzten Brief an seinen Freund. Nichts ist selbstverständlich und das sollte uns jeden Tag bewusst sein. Für 2016 wünsche ich mir, dass kein geliebter Mensch von uns geht, dass einen meiner Freunde und meine Familie kein unbegreiflicher Verlust ereilt. Das Leben bietet immer Höhen und Tiefen, aber nächstes Jahr darf es gerne mehr Höhen geben.

Die Ruhe nach dem Sturm
Kurz nach dem unglaublich traurigen Verlust waren wir zwei Wochen auf Island. Neben dem Triathlon eines meiner größten Highlights der letzten Jahre. Rausgerissen aus dem Alltag ging es raus in die Natur. Ich kann die Eindrücke hier gar nicht in kurze Worte fassen. Es bedarf einen gesonderten Reisebericht über diese wunderschöne ursprüngliche Insel mit der rauen Natur und den tiefenentspannten Menschen.
Ich hatte mir immer mal wieder vorgenommen, einen Reisebericht zu schreiben, aber bisher fehlte mir die Muße hierzu, weil ich einfach nicht weiß, wo ich anfangen soll. Es gibt so viel zu erzählen, aber die meisten Eindrücke kann man einfach schwer in Worte fassen. Vielleicht sollte ich einfach nur ein Bildertagebuch über die Reise erstellen als das Erlebte in tausende von Worten zu packen. Da der Winter bald vor der Tür steht und die Sonntage nicht mehr auf dem Rennrad verbracht werden, werde ich hierzu sicherlich die Zeit bei einem heißen Kakao auf der Couch finden.

Zum Schluss möchte ich aber doch noch eine kleine Liste erstellen, warum ich Hamburg so liebe und ich mich auf ein weiteres Jahr hier freue:

  • immer noch Laufen an der Außenalster
  • immer noch leckere (vegane) Franzbrötchen
  • immer noch Musik und Wohnzimmerkonzerte, auch wenn diese im Jahr 2015 viel zu kurz gekommen sind…
  • immer noch die Wohnzimmerkinoabende in der Barmbek Street
  • immer noch die Kunstausstellungen in der Affenfaust Galerie
  • immer noch der Ausblick aus meinem Schlafzimmerfenster, wenn im Herbst die Sonne untergeht
  • die Raben, die an kalten Herbsttagen im Baum und auf dem Dach gegenüber meiner Wohnung sitzen
  • das kurze, aber freundliche “Moin” eines Hamburgers
  • die Freiheit auf dem Rennrad an einem sonnigen Sonntagmorgen
  • das gute Gefühl, wenn man sich zum Schwimmtraining überwunden hat und nicht nach 50 Metern untergegangen ist
  • die Rookies und die gemeinsame Zeit bei den Triabolos
  • die vielen lieben Menschen, die ich über den Triathlon bisher kennengelernt habe
  • den unvergesslich emotionalen ersten Start beim ITU World Triathlon
  • und last, but definitely not least: meinen Freund, der seit zwei Jahren immer für mich da ist – du bist nicht selbstverständlich…. daher nur für dich ein Fenster zum Berg für dein Bergweh 😉

Tattoo – Die neue Ausstellung im MKG Hamburg

“Why are you so stupid?”, the natives asked the missionaires.
“Why should we be stupid?”, they asked in return.
“Because you are not painted like the Eyiguayegui.”
One had to be painted to be human:
Whoever remained in his natural state did not differ from animals at all.
Claude Levi-Strauss, Traurige Tropen (1955)

Allgegenwärtig und doch nicht sichtbar. Das sind die meisten Tätowierungen. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeiten, sind ein Zeichen von Selbstbestimmung, aber auch Stigmatisierung. Sie bleiben für immer und sind doch so vergänglich wie ihr Träger selbst. Tätowieren ist eine Grenzerfahrung aus Kunst, Schmerz und Sinnlichkeit. Sie sind eine Konstante vieler Völker, eine zeitlose Ausdrucksform. Die neue Ausstellung “Tattoo” im Museum für Kunst & Gewerbe “lotet erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design aus, stellt internationale Positionen vor und greift aktuelle Diskussionen auf.” (Quelle: MKG Hamburg). Bis zum 06.09.2015 werden über 250 Arbeiten wie Gemälde, Skulpturen und Holzschnitte, Fotografien und Videos sowie historische Hautpräparate gezeigt.

Mehr über die Ausstellung könnt ihr auf hamburg.de oder elbmelancholie lesen.

(c) MKG Hamburg
(c) MKG Hamburg

 

 

Janka goes Triathlon

“It’s very hard in the beginning to understand that the whole idea is not to beat the other runners. Eventually you learn that the competition is against the little voice inside you that wants you to quit.”
George Sheehan

Ab dem 29.04. ist es soweit: Janka goes Rookieprogramm, ein dreimonatiges Training für den ITU World Triathlon unter profesioneller Anleitung von Triabolos-Trainern.

Wie ich dazu gekommen bin? Nachdem ich nun Snowboarden kann (klar, noch bei weitem nicht perfekt), brauchte ich für 2015 eine neue sportliche Herausforderung. Nachdem ich Ende 2014 den wunderbaren Dokumentarfilm “Wechselzeiten” (Trailer siehe Beitragsende) gesehen hatte, war mein Entschluss gefasst: ich wollte das auch schaffen! Ich liebe Laufen, ich fahre gerne Rennrad und ich hasse Schwimmen und kann es auch nicht wirklich gut. 50 Meter und ich gehe unter, vermutlich. Das letze Mal im Wasser war ich glaube ich zu Schulzeiten, als ich schwimmen musste aber seitdem – zu kalt, zu nass, zu bäh. Die perfekte Voraussetzungen, einen Triathlon zu wagen und meine innere wasserscheue Katze zu überwinden.

Das Rookie-Training bei Triabolos geht am 29.04. los und endet mit dem Triathlon am 18.07.2015. Fünf mal die Woche heißt es dann diszipliniert, aber mit Spaß an der Sache, den Körper und Geist fit für diese neue Herausforderung machen.

Rookie-Trainingsplan:
– Mittwoch und Freitag abends: Laufen
– Samstag früh: Schwimmtraining
– Sonntag früh: Radtraining
– Sonntag abend: Rumpfstabilisation

Dazu wird es noch ein Neo-Testschwimmen und einen kleinen Test-Triathlon geben.

Ab Ende März versuche ich vorab noch das Kraulen so zu lernen, dass ich 100 Meter durchhalte ohne komplett unterzugehen. Das wird so eine Qual werden. Manche schmunzeln nun ggf. und fragen sich, was denn am Schwimmen so schlimm ist, aber ich habe meine traumatischen Kindheitsgründe, warum ich einfach nicht gerne im Wasser bin. Daher habe ich mich auch nur zur Sprint-und nicht für die Olympische Distanz angemeldet. 1.5km Schwimmen für den Start ist mir dann doch zu viel. Sprintdistanz heißt: 0,5 km Schwimmen, 22 km Radfahren und 5 km Laufen. Die Strecke findet ihr hier: Streckenverlauf Triathlon.

Das erste Vortreffen der Rookies ist am 20.04. Ich bin schon sehr, sehr gespannt. Am Rookieprogramm werden nur 40 Triathlon-Neulinge teilnehmen und wie schon die Jahre davor war es innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.
Meine Ausrüstung ist auch schon fast komplett. Ich habe einen Badeanzug, Badekappe und Brille, Radoberteil und Hose sowie einen Tritahlonanzug. Fehlt nur noch das Bikefitting am 16.03. bei Trionik.

triathlon_janka
Mein erster Badeanzug seit der Schulzeit und mein allererster Triathlonanzug. Das Training kann kommen!

Ich werde ab Ende April regelmäßig über mein Training und Erfahrungen berichten. Es wird schrecklich schön werden und ich freue mich auf die Höhen und Tiefen. Und wer weiß: Vielleicht wird es 2016 dann die Olympische Distanz werden.

Zum Schluss noch der Trailer von “Wechselzeiten”. Die Doku lohnt wirklich, auch für Nicht-Triathlon Fans.