Tattoo – Die neue Ausstellung im MKG Hamburg

“Why are you so stupid?”, the natives asked the missionaires.
“Why should we be stupid?”, they asked in return.
“Because you are not painted like the Eyiguayegui.”
One had to be painted to be human:
Whoever remained in his natural state did not differ from animals at all.
Claude Levi-Strauss, Traurige Tropen (1955)

Allgegenwärtig und doch nicht sichtbar. Das sind die meisten Tätowierungen. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeiten, sind ein Zeichen von Selbstbestimmung, aber auch Stigmatisierung. Sie bleiben für immer und sind doch so vergänglich wie ihr Träger selbst. Tätowieren ist eine Grenzerfahrung aus Kunst, Schmerz und Sinnlichkeit. Sie sind eine Konstante vieler Völker, eine zeitlose Ausdrucksform. Die neue Ausstellung “Tattoo” im Museum für Kunst & Gewerbe “lotet erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design aus, stellt internationale Positionen vor und greift aktuelle Diskussionen auf.” (Quelle: MKG Hamburg). Bis zum 06.09.2015 werden über 250 Arbeiten wie Gemälde, Skulpturen und Holzschnitte, Fotografien und Videos sowie historische Hautpräparate gezeigt.

Mehr über die Ausstellung könnt ihr auf hamburg.de oder elbmelancholie lesen.

(c) MKG Hamburg
(c) MKG Hamburg

 

 

Please don´t wake Daddy

 “Die Ruhe oder Erregtheit unseres Gemütes hängen nicht so sehr von großen Ereignissen unseres Lebens ab als von einer angenehmen oder unangenehmen Gruppierung der geringfügigsten Dinge, die uns alle Tage begegnen.”
François de La Rochefoucauld

Es ist mal wieder soweit, um zwei lohnenswerte Ausstellungen anzukündigen, welche noch diese Woche starten.

Den Anfang macht Grotesken des Alltäglichen. Vom 27.11. bis 06.12. könnt ihr in der Galerie Spreckstraße im Gängeviertel Malereien, Skulpturen, Foto-Collagen und Videos von Nino Svireli, Jens Rausch, Maaike Dirkx und Boje Arndt Kiesiel sehen. Am Rande des guten Geschmacks bewegen sich die vier künstlerischen Positionen zwischen einer Ästhetik des Absonderlichen, der Verführungen des täglichen Konsumgutes und anderen Absurditäten des täglichen Lebens.

Die Vernissage findet am 27.11. ab 19 Uhr statt, danach könnt ihr von Donnerstags bis Sonntags von 17 bis 20 Uhr in die Ausstellung gehen.

Zwei Tage darauf, am 29.11.2014, eröffnet “Don`t wake Daddy IX”, kurz DWD, bei Feinkunst Krüger. In der Ausstellung sind zum Teil alte Bekannte, aber auch einige Neuzugänge dabei. Gemein ist aber allen, dass sie mittlerweile etabliert sind und einige, wie zum Beispiel Femke Hiemstra, Fred Stonehouse oder Heiko Müller, zu den Stars in ihrem Bereich zählen.

Die Ausstellung läuft vom 30.11. bis 20.12, die Vernissage findet am Samstag, den 29.11.2014 ab 20 Uhr statt.

Dankenswerterweise stand mir der Künstler Boje Arndt Kiesiel, welche auf beiden Ausstellungen vertreten sein wird, für Fragen zur Verfügung. Mehr über Kiesiel und die beiden Ausstellungen erfahrt ihr auf Elbmelancholie: Don´t wake Daddy IX mit den Grotesken des Alltäglichen

So war das Knotenpunkt14 Urban Art Festival

“Steige hinab in den Krater des Kolbenhofes, auf den der Schatten des Urban-Art kurz nach dem Kalenden des Septembers fällt, kühner Reisender, und Du wirst zum Knotenpunkt der Erde gelangen.”

Kurz und knapp: Am vorletzten Wochenende begab ich mich in den Kolbenhof auf das Knotenpunkt14 Urban Art Festival und bewunderte die Werke von mehr als 50 internationalen Künstlerinnen und Künstlern auf über drei Etagen. Meinen Beitrag “Die Reise zum Knotenpunkt der Erde” findet ihr aber nicht hier auf meinem Blog, sondern auf hamburg.de in der Kategorie “So bloggt Hamburg“. Also rüberklicken und lesen und Bilder angucken :-).

 

Auf auf zum Knotenpunkt Urban Art Festival

nychos_mural“Graffiti is one of the few tools you have if you have almost nothing. And even if you don’t come up with a picture to cure world poverty you can make someone smile while they’re having a piss.”

(Banksy – Banging Your Head Against a Brick Wall)

Das Knotenpunkt-Festival geht in die zweite Runde. Vom 02.10. – 05.10.2014 werdet ihr wieder allerhand Kunstwerke im Kolbenhof (Hamburg-Bahrenfeld) bestaunen können. Schon 2013 war die Knotenpunkt13-Ausstellung ein voller Erfolg. Meine Eindrücke vom letzten Jahr könnt ihr auf elbmelancholie.de nachlesen.

Dieses Jahr werden mehr als 50 internationale Künstlerinnen und Künstler ihre Werke auf drei Etagen und mehr als 850 Quadratmetern ausstellen. Mit dabei sind unter anderem 1010, Aitch, Anton Unai, Base23, Bene Rohlmann, Björn Holzweg, Doppeldenk, El Bocho, Elmar Lause, Flying Förtress, Julia BenzLaurence Vallieres, Nonski, Nychos, Saddo und Zipper die Rakete.

Meinen vollständigen Artikel findet ihr auf elbmelancholie: Knotenpunkt 14 – Das Hamburger Kunstfestival geht in die zweite Runde.

Natürlich wird es auch nachher wieder eine Review geben, diesmal sogar auf hamburg.de unter “So bloggt Hamburg” am 15.10. See you at Knotenpunkt!

Make Mistakes – Aktuelle Ausstellung in der affenfaust Galerie Hamburg

Made Mistakes
Made Mistakes

“Anyone who has never made a mistake has never tried anything new.”
Albert Einstein

Am vergangenen Samstag habe ich mir “Make Mistakes” in der affenfaust Galerie angesehen. In der Ausstellung sind Werke von Dave the Chimp und Christian Roth zu sehen. Die beiden Künstler vereinen die Medien Fotografie und Malerei sowie Illustration. “Make Mistakes” zeigt Christian Roths analoge schwarz-weiß Fotografien und die nachträglichen Übermalungen per Hand durch Dave the Chimp. So kann nichts digital nachbearbeitet werden. Fehler bleiben sichtbar, sind nicht auslöschbar.

Wer mehr lesen mag, dann mal wieder hier auf der elbmelancholie.

Von  meiner Seite aus gibt es auf jeden Fall einen Daumen hoch für “Make Mistakes” und eine klare Ansage an alle: Hingehen!

Die Chance dazu habt ihr noch bis zum 05.07.:
Mittwoch: 7:00 – 21:00 Uhr
Donnerstag: 17:00 – 21:00 Uhr
Samstag: 14:00 – 18:00 Uhr