Nichts ist so beständig wie der Wandel

Sich für völlig normal zu halten,
ist die mildeste Form des Verrücktseins.
Ernst Ferstl

So schnell können sich Pläne ändern und sich durch andere Ziele ersetzen. War es Anfang 2017 noch der Plan, Ende 2017 nach Neuseeland zu reisen, werde ich diesen Plan nun verschieben, denn ein Umzug in eine größere Wohnung steht im Oktober endlich an :-). Beides zusammen zu realisieren ist mir leider nicht möglich und da Neuseeland nicht weg rennt, aber eine schöne und bezahlbare Wohnung in Hamburg schon, war die Entscheidung dann recht schnell klar. Somit werde ich ab November keine Winterhuderin mehr sein, sondern nach Uhlenhorst an die Außenalster ziehen. Meine geliebte Laufstrecke habe ich dann direkt vor meiner Tür und meine Sportcrew bleibt mir auch erhalten. Obwohl: Einer von ihnen zieht leider weg und “flüchtet” ins bessere Wetter nach Barcelona. Aus diesem Grund habe ich übrigens auch eine neue Wohnung ;-).

Meine sportlichen Ziele in 2017 ändern sich zwar durch den Umzug und das Wegfallen von Neuseeland zwar nicht, aber in 2018 wird dann nun doch einiges anders als geplant als Anfang des Jahres noch gedacht. Warum? Ich habe mich in der Challenge Roth Stimmung dazu hinreißen lassen, in 2018 bei einer Mitteldistanz zu starten *crazy for me*. Somit mache ich in 2018 doch wieder mehr Triathlon, obwohl ich dies eigentlich wegen des Schwimmens nicht mehr wollte. Nun gut, ich bin selbst Schuld, dass ich es zugelassen habe, dass mich jemand beim Ehrgeiz packt und die richtigen “Reizworte” findet :-D. Jetzt muss ich ab Herbst ranklotzen, um vom Status “Bleiente” wegzukommen. Ggf. schaffe ich ja “Treibholz” als nächste Stufe…. Ich muss zugeben: Ich habe mega Respekt vor dem Schwimmen. Alle, die mich kennen, wissen, dass dies nicht nur Anstellerei ist. Aber da mein Ehrgeiz dann doch oft größer ist, als meine Ängste, stelle ich mich den 1,9km Schwimmen. Rennradeln und Laufen kann ich heute schon ganz gut. Meine Roth-Crew wird sicherlich ein wenig Gejammer, oder wie es ein lieber Freund sagt “gejanker” aushalten müssen, wenn sie mich dann mit ins Freiwasser und in die ASH schleppt, aber: Freunde halten das ja bekanntlich aus :-D.

A pro pos Ängste: Ich habe mit dem Bouldern angefangen, um auch der Höhe mutiger entgegenzutreten. Es wird mit jedem Mal besser, auch wenn ich immer noch ein mulmiges Gefühl habe, wenn die Routen höher gehen und mit Überhang sind. Aber dieser Sport ist ein wunderbarer Ausgleich und ich frage mich, warum ich das nicht schon viel früher gewagt habe. Also ab alle, die Bouldern noch nicht probiert haben und in Hamburg wohnen: Geht mal ins Flashh. Macht sehr viel Spaß!

In 2018 sind bisher folgende sportliche Events geplant:

  • Trainingslager Lanzarote im Januar und ggf. Mallorca (Zeitpunkt t.b.d.)
  • Berlin Halbmarathon
  • Hamburg Marathon
  • Olympische Distanz Kraichgau
  • Vätternrundan 300 km
  • Noch eine OD irgendwo um Hamburg im Juli
  • Irgendwo ein Bergtraining, gerne eine Alpenbrevet, wenn ich wen Verrücktes finde, der mitfährt
  • Hauptziel: Mitteldistanz Allgäu Triathlon Kult

Was für 2019 angedacht ist bzw. zumindest in meinem Kopf schon geplant ist, verrate ich hier an dieser Stelle noch nicht. Das ist einfach noch zu weit weg und bis dahin kann noch sooo viel passieren. Aber zumindest habe ich ein Ziel vor Augen, auf das ich in 2018 neben der Mitteldistanz hin trainieren mag. Ach ja: es ist KEINE Langdistanz! So verrückt bin ich dann doch nicht :-D.

In Summe muss ich sagen, bin ich dieses Jahr sehr zufrieden, wie sich alles zusammenfügt. Bisher bin ich verletzungsfrei, das Radeln und Laufen macht mega viel Spaß und ich habe über den Sport wieder viele nette Menschen kennengelernt. Das kann gerne so weitergehen und sich in 2018 fortsetzen. Also: Verlasst eure Komfortzone mal ein wenig öfter, schaut über den Tellerrand und lasst euch ohne viel nachzudenken auch mal auf verrückte Sachen ein! Es lohnt sich!

 

Mein erster veganer Kochkurs im happenpappen

“Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.” Eleanor Roosevelt

Immer mal wieder etwas Neues ausprobieren, das mache ich sehr gerne und sehr häufig. So kam es auch, dass ich vor zwei Wochen meinen ersten Kochkurs “Einstieg in die vegane Küche” besucht habe. Um 19 Uhr saßen 18 “Köche” ganz gespannt im happenpappen. Wir waren eine bunt gemischte Truppe, die Gründe für das Teilnehmen vielfältig: Ob Neugierde, Lebensmittelunverträglichenkeiten, Wissensgier oder reine Begleitperson – gemeinsam war allen die gute Laune und die Lust daran, sich an etwas Neuem zu versuchen.

Meine Erfahrungen und ein kleines Interview mit der Organisatorin Cathy von veganverliebt, könnt ihr auf der elbmelancholie nachlesen: Vegan verliebt – Mein erster veganer Kochkurs

Vegan essen in Hamburg

Vegan essen – neben Musik und Tätowierungen eine weitere Sache, die mir eine Herzensangelegenheit ist. Auch wenn ich selbst erst seit Ende 2012 vegan esse, möchte ich meine Tipps im Bereich “in Hamburg vegan Essen und Einkaufen” teilen. Vor allem da ich weiß, wie schwer es am Anfang der Ernährungsumstellung sein kann. Denn leider reicht die Zeit neben Arbeiten, Freunden, Sport und Familie nicht immer für das Selbstkochen aus. Aus dem Grund freue ich mich über jedes Restaurants, Café oder Bistro, die entweder vegan sind oder zumindest ausgewählte vegane Gerichte anbieten.

Ob aus Überzeugung vegan zu leben oder wegen der Gesundheit ein reiner “Fitness Veganer” zu sein – in Hamburg findet man einige vegane Läden und die Szene wird immer größer. Ich treffe immer seltener auf Unverständnis und immer mehr auf Interesse an der veganen Ernährung. Die meisten Menschen stellen es sich sehr kompliziert vor, aber ich muss sagen, dass ich das nicht bestätigen kann. Hamburg is[s]t vegan und ich freue mich über jeden Laden mehr, der diese Essensweise unterstützt.

Im folgenden findet ihr zwei Links zu Beiträgen, in denen ich eine Liste mit Restaurants, Cafes, Bistros und Fast Food Läden veröffentlicht habe. Beide sind noch aktuell, Teil eins habe ich im März 2013, Teil zwei im März 2015 verfasst. Und einen Teil drei wird es sicherlich auch irgendwann wieder geben ;-).

Teil 1: Wo kann man in Hamburg vegan essen?
Teil 2: Follow up – Wo kann man in Hamburg vegan essen?

Ich hoffe, ich konnte vielen mit diesen beiden Listen ein wenig weiterhelfen :-).

 

Tattoo – Die neue Ausstellung im MKG Hamburg

“Why are you so stupid?”, the natives asked the missionaires.
“Why should we be stupid?”, they asked in return.
“Because you are not painted like the Eyiguayegui.”
One had to be painted to be human:
Whoever remained in his natural state did not differ from animals at all.
Claude Levi-Strauss, Traurige Tropen (1955)

Allgegenwärtig und doch nicht sichtbar. Das sind die meisten Tätowierungen. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeiten, sind ein Zeichen von Selbstbestimmung, aber auch Stigmatisierung. Sie bleiben für immer und sind doch so vergänglich wie ihr Träger selbst. Tätowieren ist eine Grenzerfahrung aus Kunst, Schmerz und Sinnlichkeit. Sie sind eine Konstante vieler Völker, eine zeitlose Ausdrucksform. Die neue Ausstellung “Tattoo” im Museum für Kunst & Gewerbe “lotet erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design aus, stellt internationale Positionen vor und greift aktuelle Diskussionen auf.” (Quelle: MKG Hamburg). Bis zum 06.09.2015 werden über 250 Arbeiten wie Gemälde, Skulpturen und Holzschnitte, Fotografien und Videos sowie historische Hautpräparate gezeigt.

Mehr über die Ausstellung könnt ihr auf hamburg.de oder elbmelancholie lesen.

(c) MKG Hamburg
(c) MKG Hamburg

 

 

Janka goes Triathlon

“It’s very hard in the beginning to understand that the whole idea is not to beat the other runners. Eventually you learn that the competition is against the little voice inside you that wants you to quit.”
George Sheehan

Ab dem 29.04. ist es soweit: Janka goes Rookieprogramm, ein dreimonatiges Training für den ITU World Triathlon unter profesioneller Anleitung von Triabolos-Trainern.

Wie ich dazu gekommen bin? Nachdem ich nun Snowboarden kann (klar, noch bei weitem nicht perfekt), brauchte ich für 2015 eine neue sportliche Herausforderung. Nachdem ich Ende 2014 den wunderbaren Dokumentarfilm “Wechselzeiten” (Trailer siehe Beitragsende) gesehen hatte, war mein Entschluss gefasst: ich wollte das auch schaffen! Ich liebe Laufen, ich fahre gerne Rennrad und ich hasse Schwimmen und kann es auch nicht wirklich gut. 50 Meter und ich gehe unter, vermutlich. Das letze Mal im Wasser war ich glaube ich zu Schulzeiten, als ich schwimmen musste aber seitdem – zu kalt, zu nass, zu bäh. Die perfekte Voraussetzungen, einen Triathlon zu wagen und meine innere wasserscheue Katze zu überwinden.

Das Rookie-Training bei Triabolos geht am 29.04. los und endet mit dem Triathlon am 18.07.2015. Fünf mal die Woche heißt es dann diszipliniert, aber mit Spaß an der Sache, den Körper und Geist fit für diese neue Herausforderung machen.

Rookie-Trainingsplan:
– Mittwoch und Freitag abends: Laufen
– Samstag früh: Schwimmtraining
– Sonntag früh: Radtraining
– Sonntag abend: Rumpfstabilisation

Dazu wird es noch ein Neo-Testschwimmen und einen kleinen Test-Triathlon geben.

Ab Ende März versuche ich vorab noch das Kraulen so zu lernen, dass ich 100 Meter durchhalte ohne komplett unterzugehen. Das wird so eine Qual werden. Manche schmunzeln nun ggf. und fragen sich, was denn am Schwimmen so schlimm ist, aber ich habe meine traumatischen Kindheitsgründe, warum ich einfach nicht gerne im Wasser bin. Daher habe ich mich auch nur zur Sprint-und nicht für die Olympische Distanz angemeldet. 1.5km Schwimmen für den Start ist mir dann doch zu viel. Sprintdistanz heißt: 0,5 km Schwimmen, 22 km Radfahren und 5 km Laufen. Die Strecke findet ihr hier: Streckenverlauf Triathlon.

Das erste Vortreffen der Rookies ist am 20.04. Ich bin schon sehr, sehr gespannt. Am Rookieprogramm werden nur 40 Triathlon-Neulinge teilnehmen und wie schon die Jahre davor war es innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.
Meine Ausrüstung ist auch schon fast komplett. Ich habe einen Badeanzug, Badekappe und Brille, Radoberteil und Hose sowie einen Tritahlonanzug. Fehlt nur noch das Bikefitting am 16.03. bei Trionik.

triathlon_janka
Mein erster Badeanzug seit der Schulzeit und mein allererster Triathlonanzug. Das Training kann kommen!

Ich werde ab Ende April regelmäßig über mein Training und Erfahrungen berichten. Es wird schrecklich schön werden und ich freue mich auf die Höhen und Tiefen. Und wer weiß: Vielleicht wird es 2016 dann die Olympische Distanz werden.

Zum Schluss noch der Trailer von “Wechselzeiten”. Die Doku lohnt wirklich, auch für Nicht-Triathlon Fans.