Musik im Herzen – Mein Konzertjahr 2014

“Fluten überschwemmen Land und Felder,
jeder macht die Abrechnung mit sich selber
und ich nehme mit in meine Schattenwelt,
was mir von Deinem Staub bleibt.

Der Wind trägt ihn davon.
Nichts von alledem wird bleiben,
der Wind trägt uns davon.”
Felix Meyer

Jahr bin ich nicht so gut in “Jeden Monat ein Konzert”. Der Januar war wie immer ohne Konzerte und der März diesmal auch, da ich meine Franz Ferdinand Karte zugunsten des Snowboardurlaubes mit Wild&Style abgeben musste. Somit begann mein Musikjahr erst im Februar mit den Satellite Stories. Kennengelernt habe ich die Jungs aus Finnland auf dem Reeperbahnfestival 2013. Leichte Musik zum “Abspacken”, wie eine gute Freundin dazu sagen würde. Die Musik daheim würde ich eher nicht hören, aber auf dem Konzert war es grandios. Erste Reihe, gehüpft, getanzt, mitgesungen und sehr viel Spaß gehabt. Wenn man also auf Indie Rock steht und einen lustigen Abend haben mag, dann kann ich die jungen blonden Finnländer nur empfehlen.

Sechs Tage später wurde ich dann von meinem Freund mit einem Wohnzimmerkonzert überrascht. Er wusste, dass ich das Jahr zuvor “Alles Oskar” in der Ponybar sehr gut fand. Die Band gibt es zwar nicht mehr, aber die Sängerin Nina Müller hat ein neues Projekt “Poems for Jamiro” ins Leben gerufen. Das Wohnzimmerkonzert war herrlich: gemütlich in einem Sessel, mit einem Bier in der Hand, der ruhigen Musik lauschend….  Ich mag kleine Sets, ich mag Geigen, ich mag Klavier, ich mag Sänger, die ihre Natürlichkeit bewahrt haben, ich mag die Nähe zu den Künstlern, die Stille, wenn das Publikum bedächtig lauscht. Das war ein rundum gelungener Abend!

10 Tage später saß ich dann schon beim nächsten Wohnzimmerkomzert, organisiert über Sofar. Mit dabei waren der großartige und lustige Ben Schadow, Poems for Jamiro (und da wusste ich auch, warum mein Freund zuvor von dem geheimen Wohnzimmerkonzert wusste, der Schelm 😉 ) und John Allen in der WG einer guten Freundin. Rund 1,5 Stunden Musik, ein bequemes Bett zum Sitzen, wieder ein Bier in der Hand. Ja, das Leben in Hamburg kann herrlich sein!

Nach dem Konzertpausemonat März wurden dann direkt wieder drei Konzerte von mir im April besucht. Den Anfang machte Game Ove und die Spielfiguren im Kleiner Donner. War es anfangs sehr leer und ich machte mir schon ein wenig Sorgen wegen der fehlenden Stimmung, wurde es dann später (ja viiieeel später ihr unpünktlichen Konzertbesucher da draußen!) doch noch richtig voll und das Konzert konnte endlich losgehen. Lustig wars! Texte zum schmunzeln, Gute-Laune-Musik, die Spielfiguren hatten Spaß auf der Bühne und das Publikum auch. Ove und die Spielfiguren ist eine absolute Liveband, die Konzerte kann ich sehr empfehlen.
Am nächsten Morgen ging es dann direkt nach Husum zum Husum Harbour. Nach der Wellness-Sauna-Entspannungssession im Hotel ging es dann in den Speicher. Folgende Künstler waren mit auf diesem kleinen Festival dabei: Alin Coen Band, Die Höchste Eisenbahn, Lost Name, Town of Saints und Dangers of the Sea. Der Abend war gut, aber zu lang – zumindest für mich. Der Mix aus Singer Song Writer und rockiger Spaßmusik war zudem gut gemeint, ist aber dann leider am Timetable gescheitert. Man hat super viel Spaß bei Die Höchste Eisenbahn, ist in Feier- und Tanzlaune und dann kommt die Alin Coen Band und alle müssen ruhig auf ihren Plätzen stehen? Nichts gehen Alin Coen, aber sie hätte wirklich am Anfang spielen müssen. Und dann war bei mir irgendwie die Luft raus. Town of Saints haben zwar gerockt, aber ich hatte weder Lust noch zu stehen, noch Lust zu tanzen und auch keine Lust mehr auf Musik. Also ging es zurück zum Hotel ins Bett, um für die morgendliche Akustiksession fit zu sein. Und diese Akustiksession war dann mein erstes großes persönliches Musikhighlight in 2014. Der Dangers of the sea Sänger Andreas Bay Estrup hat uns wirklich alle geflasht. Ich habe noch Wochen später das Album rauf und runter gehört und so war es auch nicht verwunderlich, dass ich im Mai auf einem Konzert der Gruppe landete.

Im April bin ich dann mit einer Freundin zu  Annette Lousian gegangen. Diesmal leider nicht in den Fliegenden Bauten (ich liebe das Zirkusfeeling dort), sondern im Kampnagel, um mehr Konzertbesucher unterbringen zu können. Auch Annett Louisan ist eine Künstlerin, die ich privat fast nie höre, aber live jedes mal erneut hingerissen bin. Sie hat einfach alles, was eine Musikerin und Entertainerin braucht: super Livestimme, sehr viel (dreckigen) Humor, Spontanität, sehr viel Gefühl und die Fähigkeit, das Publikum mit sich zu reißen.

Anfang Mai verschlug es mich dann erneut ins Kampnagel zu Felix Meyer. Die meisten wissen sicherlich, dass er als Straßenmusiker angefangen hat und sich mittlerweile recht großer Bekanntheit erfreut. Und das hatte sich für meinen Geschmack auch zu sehr auf das Konzert ausgewirkt. Großes Arrangement, lauter, Lichtshow. Viel zu viel Tamtam für jemanden, der so eine außergewöhnliche Stimme und Ausstrahlung hat. Mir hat das Konzert gefallen, aber ich mag Felix Meyer lieber, wenn er an kleineren Orten mit seinem Straßenmusik-Set spielt.

Im Mai und Juni stand dann nur jeweils ein Konzert auf dem Plan. Zum einen war ich bei Dangers Of The Sea im Nochtspeicher und an Pfingsten dann auf dem About Songs Festival im Knust mit The Builders and the Butchers, The Elwins, Mister and Mississippi, Rah Rah, John Allen, Max Paul Maria und Naked As We Came. Ab 18 Uhr ging es los bis nach 1 Uhr. Und wieder habe ich festgestellt, dass das für mich einfach zu lang ist. Zwei bis drei Bands an einem Abend ok, aber mehr…. Aber ich bereue es trotzdem nicht, dass ich dort war, denn die niederländische Band Mister and Mississippi war dann man zweites Highlight in 2014. Ich habe der Band beim Soundcheck schon zugehört, da die parallel spielende Band mir nicht gefallen hatte. Sie haben mich wirklich mitgerissen und sind eine super Liveband. Das Album habe ich mir direkt auf Spotify gespeichert, aber es hat mich bei weitem nicht so gepackt wie das Konzert. Schade, dass so viele Alben einfach mit zu viel Pop “weichgespült” werden.

Dann kam erst einmal eine längere Konzertpause für mich. Juli, August und September waren konzertfrei, meine Pangea-Festival Karte musste ich verkaufen. Dies war privaten Umständen geschuldet und der Fokus lag hier einfach auf anderen Dingen, wie ihr in meinem Jahresrückblick bei Interesse nachlesen könnt.

Nach der kleinen “Auszeit” kam dann das Kraftklub Konzert im Oktober. Gut wars, restlos ausverkauft wars, bierig wars, lustig wars und leider unter der Woche wars. Ich bin kein echter Kraftklub Fan, höre die Musik selten zuhause, aber auf ein Konzert würde ich immer mal wieder gehen.

Das vorletzte Konzert war im Hafenklang mit Rob Lynch und Town of Saints als Special Guests. Ich muss sagen mit hat der Rob Lynch 2013 auf der kleinen Bühne beim Alten Mädchen besser gefallen. Im Hafenklang die Akustik ging gar nicht und irgendwie kam bei mir keine richtige Wohlfühlstimmung auf. Rob Lynch war zwar der selbe und er ist auch ein guter Musiker, aber irgendwie hat es mich an dem Abend weniger gepackt als erwartet.

Den Abschluss bildete dann Rakede. DAS war endlich mal wieder ein Konzert nach meinem Geschmack: Tanzen, hüpfen, feiern, mitsingen, ganz viel Spaß haben, abrocken, abspacken *hachz* – genau DAS, was ich brauchte. Nichts gegen die ganzen Singer Songwriter, aber ich brauche auch mal etwas, was nicht nur auf kleinen Bühnen funktioniert, sondern die Menge zum Beben bringt! Und Rakede kann das.

So, das war mein verspäteter Beitrag zum Konzertjahr 2014. In Summe habe ich 12 Konzerte besucht. 2013 waren es noch 30…. Verbesserungswürdig würde ich sagen.
Mein erstes Konzert in 2015 wird schon in einer Woche sein: ein Wohnzimmerkonzert von Sofar. Ich bin schon sehr gespannt, wo es stattfinden  wird und welche Künstler auftreten werden.

Habt noch einen schönen Abend und ein erholsames Restwochenende.

Zum Abschluss dieses entspannten Samstages noch ein schöner Song von Felix Meyer. Der Wind trägt uns davon….

Music is one of my loves – Konzertrückblick 2013

(c) Francesca Visco
(c) Francesca Visco

“Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.”
Victor Hugo

Es ist wieder soweit: Ein Jahr voller Konzerte ist vorüber und auch dieses Jahr habe ich es fast geschafft, mindestens jeden Monat ein Konzert zu besuchen. Angefangen damit habe ich 2011 (Ein Jahr voller Musik) und ich muss sagen, ich werde weiterhin dabei bleiben :-).

Auch dieses Jahr ist der Januar ohne Konzert vorübergegangen und der Juli war leider auch konzertlos. In Summe waren es dieses Jahr fast 30 Konzerte, was u.a. dem Reeperbahnfestival geschuldet ist ;-). 2013 war also definitiv konzertreicher als 2012 und das finde ich saugut!

Februar: 
Los ging das Konzertjahr 2013 am 08.02. mit Enno Bunger und Me And My Drummer im Tower Bremen im Rahmen der TV Noir Reihe. Enno mag ich wirklich sehr gerne und die Fahrt nach Bremen war es für mich wert. Ich habe Enno 2012 das erste Mal bei einem Wohnzimmerkonzert gesehen und seitdem begleitet mich seine Musik durch den Alltag. Me And My Drummer kannte ich vorher nicht. Hier muss ich sagen, dass mir ein paar Lieder gut gefallen haben, der Rest aber in dem kleinen Tower einfach zu laut und teilweise zu “schrill” war. Klar, musikalisch haben sie was drauf, aber ein ganzes Konzert ist dann doch zu viel für meine Ohren gewesen.

15.02. stand dann Torpus & The Art Directors im Molotow an. Geile Stimmung, super Konzertbesucher und die Jungs haben sich sooo schön gefreut über die ausverkaufte Location :-). Das war einfach ein herrlich schöner Abend!

März:
Am 08.03. ging es dann zu Tonbandgerät ins Übel & Gefährlich. Ich kannte bis dahin die Band noch nicht wirklich gut. Das Konzert war sehr schön, viele stimmungsvolle Lieder, die Band wirkt sehr natürlich auf der Bühne. Auch hier war die Stimmung mal wieder hervorragend, da das Übel & Gefährlich ausverkauft und Tonbandgerät über diese Tatsache sehr erfreut war.

Am 29.03. habe ich mir dann noch einmal Enno Bunger als Band auf ihrer Abschiedstour in der Prinzenbar angesehen. Ich sage nur: Einfach Hammer und mal wieder habe ich ein paar Tränen verdrückt. Musik fürs und ins Herz…. Love it!

April:
19.04. stand Bernd Begemann & Die Befreiung im Knust auf dem Programm. War ich Dezember 2012 noch so meeeega begeistert wegen der ausverkauften Location und der super tollen Stimmung, war ich diesmal ein wenig enttäuscht. Klar, Bernd war wieder super lustig, aber das Knust war einfach viel zu leer…. Schade drum…

Am 27.04. habe ich dann das erste Mal in meinem Leben Kettcar live auf dem Holsten Festival gehört. Und dabei betone ich gehört, denn gesehen habe ich auf dem überfüllten Gelände rein gar nichts. Mir war es in Summe auch zu kalt an dem Abend und irgendwie kam diese Konzertstimmung, die ich so liebe, nicht bei mir auf. Mein Fazit: Kettcar gerne noch mal live in 2013 sehen, aber dann auf einem richtigen Konzert mit besserer Soundanlage.

Mai:
Am 24.05. wollte ich eigentlich Torpus in der Millerntor Galerie sehen. Aber leider waren wir zu spät dort und haben nur noch ein paar Lieder mitbekommen. Aber wie immer: Live einfach gut :-).

Am 27.05. gab es dann in der Pony Bar Alles Oskar zu hören. Ich kannte die Band vorher nicht und wollte eigentlich nur in die Pony Bar, weil ich diese noch nicht kannte. Alles Oskar hat mir sehr gut gefallen und der Song “Leiser” hat mich an dem Abend ganz schön gepackt. Es lohnt auf jeden Fall die Band mal live zu sehen. Ein Wohnzimmerkonzert mit denen würde ich auch mal sehr gut finden :-). Ggf. ergibt sich ja mal eine Gelegenheit dazu….

Juni:
Im Juni war ich nur auf einem Konzert: Am 22.06. ging es zu Paramore ins Docks. Manche würden nun sagen “Ach, die Teenieband” und sicherlich war das Publikum in Summe jünger, aber das das Konzert und die Stimmung trotzdem sehr gut. Die Sängerin rockt schon ganz gut die Bühne, für so eine kleine und zierliche Persönlichkeit.

August:
Der Juli war dann konzertfrei. Der August dann umso schöner mit Konzerten und einigen Veränderungen im Leben: Neue Freunde, Zusage zu einem neuen Job in Hamburg ab Oktober und überhaupt noch ein wenig mehr schöne Sachen, die so passiert sind :-).

Am 03.08. sind wir alle zusammen mit dem Rad nach Stade zum Müssen alle mit Festival gefahren. Das war wirklich ein unerwartet toller Tag: nicht unbedingt wegen der Bands, sondern eher wegen der gesamten schönen Stimmung und der Leute, mit denen ich unterwegs war. Die Radtour war einfach klasse, das Wetter top. Als der kurze Regenschauer kam, saßen wir gerade zum Frühstück im Kirschenhof. Angekommen in Stade gab´s erst einmal ein Sonnenbad auf der grünen Wiese und ein leckeres kühles Bier dazu. Um 14 Uhr ging das Festival dann los. Ich muss aber zugeben, dass ich mich mehr unterhalten habe als konzentriert der Musik gelauscht. Erst, als das Abschlusskonzert mit Kettcar begann, habe ich mich dann nach vorne zur Bühne begeben :-). Gespielt haben Kettcar, Turbostaat, Naked Lunch, Me and My Drummer, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und Tusq.

So schön der Tag auch war: Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings: 1. Das Essen. Sorry, das einzige vegetarische/vegane war überteuertes gebratenes und viel zu fettiges Gemüse. Das war irgendwie nicht so pralle und einfach nur Pommes gab es leider auch nicht. 2. Das Festivalende war für die Leute, die mit dem Zug oder S-Bahn zurück mussten, einfach zu spät. Um die letzte S-Bahn noch zu bekommen, mussten wir vor Ende der Zugabe das Festivalgelände verlassen. Das war recht schade und ggf. kann dies 2014 anders organisiert werden.

Am 24.08. habe ich dann noch recht spontan und ungeplant Sonic Avalanche im Freundlich+Kompetent gesehen. Das war wieder ein unerwartet schöner, guter und langer Abend :-). Einfach mal spontan hingehen und gar nicht wissen, dass da so eine gute Band spielt. Ggf. war sie auch deswegen so gut, da ich keinerlei Erwartungen an die Musik hatte, denn wegen eben dieser war ich an dem Abend nicht dort ;-).

September:
Der September war dann der musikalischste Monat in 2013. Das habe ich vor allem dem Reeperbahnfestival zu verdanken, bei dem ich dieses Jahr das erste mal war.

Am 18.09. ging es zunächst los mit einem Wohnzimmerkonzert in Olderup (nahe Husum). Marius Ziska, ein Singer Songwriter von den Färöer-Inseln. Schön wars, wenn auch ein wenig kurz. 45 Minuten Konzert, dafür aber fast zwei Stunden Anreiseweg (wohlgemerkt eine Strecke). Marius kann ich aber trotzdem jedem empfehlen und wenn er 2014 in Hamburg spielt, werde ich ihn mir wieder ansehen :-).

Am 23.09. war ich dann mit vielen lieben Menschen bei Intergalactic Lovers mit Support Nicole Milik im Molotow. Ach, DAS war wirklich toll! Mal wieder schwer in Worte zu fassen diese Abende, bei denen man einfach von der Musik, der Stimmung und den Menschen bezaubert wird. Intergalactic Lovers lohnen! Und die süße Nicole verzaubert wirklich auch alle :-).

Am 25.09. habe ich dann mein erstes Sofar Hamburg Konzert mit Luisà, Torpus & The Art Directors, Ella vs. Mountain und Fiona Daniel miterlebt. Herrlich wars: Tolle Musiker und sogar vegane Cupcakes von Königlich Süß gab es zur Verköstigung :-). DAS hat sich definitiv gelohnt und für mich stand fest: Für die nächste Sofar Hamburg Session werde ich versuchen, wieder einen der begehrten Plätze zu ergattern. Wer Sofar noch nicht kennen sollte: Das Konzept ist schnell erklärt: 3-4 Bands spielen 3 Lieder in einem kleinen Rahmen von 30-40 Leuten. Meistens in einem privaten Wohnzimmer oder wie dieses mal in einem Fotostudio. Songs from a room eben. Sofar hat den Ursprung in Amerika und hat mittlerweile auch den Weg nach Deutschland gefunden. Auch in Berlin z.B. finden Sofar-Session statt. Wer über neue Sessions in Hamburg informiert werden mag, trägt sich einfach für den Newsletter zur gewünschten Stadt ein.

Dann kam das Reeperbahnfestival vom 26. bis 28.09. Nach 5 Stunden Tattoositzung ging es dann zwar völlig fertig, aber glücklich weiter mit der musikalischen Woche. Gesehen habe ich: Kate Nash (schräg…), Tubbe (Hammer!), ein paar Minuten James Blunt (gruselig, nichts für mich), Die Rakede (Geilo!), The Strypes (Teenager rocken die Bühne wie Erwachsene), Kettcar (schönes Abschlusskonzert), Lùisa (gesehen zuvor auf dem Sofar Hamburg), Rob Lynch (hachz….), SEA + AIR (nach einer Weile anstrengend gewesen, aber Top-Musiker), Satellite Stories (richtig gut), ein wenig Alin Cohen Band (auch sehr gut, möchte ich gerne nochmal live sehen), ein wenig Ruen Brothers (sehr cool, sehr rockig), Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi (nicht so wirklich meine Musik, muss man nicht gesehen haben).

Oktober:
Der Oktober startete dann mit einem erneuten Wohnzimmerkonzert in Olderup. Staring Girl spielte dort am 13.10. und wer sich erinnern kann: Staring Girl ist die Band, mit der ich mein allererstes Wohnzimmerkonzert erlebt habe (2012 auch in Olderup). Die Band hat 1,5 Stunden (Yeah!) gespielt und durch das erste Konzert kannte ich viele Lieder schon, was ich sehr schön fand. Staring Girl lohnt und ich hoffe, dass es 2014 ein neues Album geben wird.

Am 19.10. gab es mal ein wenig andere Musik auf meine Ohren: Klassik meets Elektronisch bei Urban string. Experimentell, mal was neues. Für Zwischendurch wirklich eine willkommene Abwechslung zu den normalen Konzerten. Aber man muss sich darauf einlassen und in dem Fall Adorno kennen :-). Fazit zu diesem Klassikausflug: Gerne immer wieder, aber nicht jeden Monat ;-).

November:
Drei Konzerte gab es dann im November: Am 08.11. das Ramba Zamba Festival vom f+k, am 16.11. Jimmy Eat World und am 17.11. mal wieder Enno Bunger.

Ramba Zamba war wirklich richtig gut, was aber auch im Allgemeinen an der schönen Feierlaune lag, in der wir waren. Rumgehüpft und sehr viel Spaß gehabt bis in die Nacht! Und Die Rakede (Whoop whoop!) sowie Puppetmastaz (Star Wars forever!) haben am meisten gerockt. Neben den beiden Bands haben noch Eljot Quent und Great Elk.

Jimmy Eat World im Docks war ausverkauft, spaßig und voll guter Stimmung. Auch wenn ich nur vier Lieder kannte, war es wirklich sehr gut. Die Band hat einfach Spaß auf der Musik und das überträgt sich immer positiv auf das Publikum.

Enno Bunger kam dann direkt am darauffolgenden Tag. Mal wieder Enno, aber mal wieder ganz anders! Klar, die Lieder waren fast die gleichen, aber der Sound wieder ein ganz anderer. Enno hat diesmal mit der Band  Woods of Birnam (4 Musiker kommen von Polarkreis) gespielt. Das hat wirklich sehr gut gepasst und ich hoffe, dass Enno und Woods of Birnam noch ein wenig mehr zusammen machen werden. Das neue Album von Woods of Birnam bin ich sehr gespannt, es wird 2014 rauskommen… Also noch ein wenig warten…

Dezember:
Der Abschluss 2013 bildete mein zweites Sofar Hamburg Konzert am 11.12.13. Geiles Datum, wie ich übrigens finde. Dieses mal fand das Konzert in einer kleinen, aber schnuckeligen Wohnung statt. Da die Sänger diesmal allesamt solo unterwegs waren, der perfekte Rahmen. Gespielt haben Peter Paasch (Tanzhörspiele), Spaceman Spiff (Es lebe Han Solo 😀 ) und Thea Hjelmeland (very special in everything). Schön wars :-)…. Ich mag ja diese kleinen Rahmen von 30-40 Leuten, bei denen man den Künstlern so nah ist. Die nächste Sofar Session wird Anfang 2014 stattfinden und auch dann werde ich wieder versuchen, einen der begehrten Plätze auf der Gästeliste zu bekommen. Wer übrigens in seiner Wohnung auch gerne mal ein Sofar Hamburg Konzert hätte, der kann sich jederzeit gerne bei den Verantwortlichen melden (bjoekoe[at]googlemail[dot]com). Auf dem Youtube-Kanal findet ihr auch immer Auszüge aus den Konzerten, wobei bisher nur die ersten zwei Sessions dort zu finden sind.

Euch allen schon einmal erholsame Feiertage und einen guten Rutsch, falls ich nicht mehr zum Schreiben kommen sollte. Denn direkt nach Weihnachten geht es für mich direkt in meinen allerersten Snowboardurlaub! Ich bin richtig gespannt, wie ich das so hinbekommen werde. Ich habe schon gehört, dass der Muskelkater ab dem 3. Tag alles andere als schön sein soll… Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt. Aber da ich mit sehr lieben Menschen fahren werde, werde ich sicher trotz aller Kater einen sehr schönen Urlaub und ein sehr schönes Silvester haben.

Zum Abschluss noch ein kleiner Song von Sophie Hunger “Walzer für Niemand”, Warum ausgerechnet der Song? Keine Ahnung, irgendwie war er plötzlich da und musste hier rein….

“Niemand, keiner kennt mich wie Du.
Unbedingt, ich geb alles zu.
Keine Enttäuschung, kein einziges Mal.
Aber Dir ist eh alles egal.”

Enno und Onno im Wohnzimmer

Und mit jedem einzelnen Herzschlag fühl ich mich wie neu geboren.
Ich hör nur auf das was mein Herz sagt. 
Und habe alle Angst verloren.

(Enno Bunger “Herzschlag“)

Es gibt Tage, die sich in das Herz schreiben. Gestern war so ein Tag. Mein zweites Wohnzimmerkonzert war so unvergleichlich und unbeschreiblich gut. Musik, die das Herz berührt: für mich unbezahlbar und unvergesslich. […]”

Mehr lesen über das Enno Bunger Konzert könnt ihr bei ElbmelancholieMusik fürs Herz – Mein zweites Wohnzimmerkonzert mit Enno Bunger.

Viel Spaß beim Lesen :-).

 

 

Elbmelancholie über Wohnzimmerkonzerte

Ich hatte ja schon über Facebook und Twitter angekündigt, dass ich nun ab und an auch als Autor beim neuen Blog namens “Elbmelancholie” mitschreiben werde. War ich am Tag der Hochbahnausstellung nur Begleitung von Andreas, habe ich seit heute meinen ersten eigenen Artikel online über Wohnzimmerkonzerte: “Musik im kleinen Kreis – Wohnzimmerkonzerte in Hamburg und Umgebung“.

Der Blog ist neu und noch ganz frisch im Netz. Ich freue mich, dass ich gefragt worden bin, dort als Autor mitzumachen. Schönes Projekt wie ich finde und eine Bereicherung für die Hamburger Blogwelt.

Ach ja an alle Hamburger Jungs und Mädels: Wenn ihr gerne schreibt und dazu noch über alle Geschehnisse rund um Hamburg, dann meldet euch doch einfach. Neue Autoren oder auch Fotografen sind gerne willkommen!

Und ich hoffe natürlich, ihr lest neben dem Stern des Nordens auch diesen neuen tollen Blog. Auch auf Facebook und auf Twitter sind wir vertreten und über ein Follow und Like freuen wir uns sehr :-).

Ein Jahr voller Musik

„Seit ich Musik höre, weiß ich, daß ich unsterblich bin. Wieso? Musik ist die Sprache der Seele. Und die wird man nie müde.“
Peter Hille

Jeden Monat ein Konzert! So lautete mein Vorhaben Ende 2011 für das neue Jahr 2012. Warum? Weil ich Musik liebe, aber viel zu wenig auf Konzerten war. Und es gibt eben nichts besseres als Musikern live zuzuhören und gleichzeitig auch mal einfach auf Konzerte gehen, bei denen man nicht genau weiß, was einen erwartet ;-). Was neues ausprobieren und gerade Hamburg bietet im Vergleich zu meiner alten Heimat Paderborn/Bielefeld im Bereich Musik so viel mehr!

Nun ist 2012 fast rum und ich habe seit gestern bis Dezember alle Konzerte “geplant”. Aber fangen wir mal von vorne an, denn ich muss gerade selbst überlegen, welche Konzerte ich Anfang des Jahres besucht habe :-D.

Januar: Geplant und gekauft waren Skatoons. Es sollte mein erstes Ska-Konzert werden. Nicht, weil ich die Musik so richtig gut finde, sondern einfach, um mal was Neues auszuprobieren. Oft war ich live positiv überrascht von Musikrichtungen, welche ich privat daheim sonst nicht hören würde. Aus persönlichen Gründen habe ich die zwei Karten dann jedoch recht kurzfristig abgeben müssen. Der Monat blieb also leider ohne ein Konzertbesuch von mir….

Februar: Lovely Tim Bendzko! Live viel besser als auf dem Album. Auf jeden Fall mag ich den süßen Tim live wiedersehen :-). Nicht nur weil er echt süß ist, sondern weil er was drauf hat. An Clueso kommt er noch nicht ran, aber Potential dazu hat er allemal. Ich freu mich auf sein neues Album und hoffentlich die Tour dazu.

Mein Lieblingslied vom Tim “Ich laufe” als die Piano Version. Immer wieder Gänsehaut….

März: Es ging zu Deichkind. Auch wenn ich “Leider Geil” nicht mehr hören kann, aber es war leider geil :-D. Das letzte Mal gesehen hatte ich sie zur Unizeit auf dem ASTA-Festival. Das ist gefühlte Ewigkeiten her. Es war laut, es war voll, es war heiß, es war geil!  Auch wenn wir weiter hinten standen, hat einen die Stimmung mitgerissen und ein Vorteil hatte das Hintenstehen: Von den Federn haben wir nichts abbekommen :-D. Wer also viel Spaß haben und Hüpfen will, der sollte zu Deichkind gehen.

Bestes Lied natürlich Remmidemmmi!

April: Olli Schulz in der Großen Freiheit. Herzlich viel gelacht habe ich :-D. Zwar höre ich den Olli privat nicht, aber live würde ich jederzeit noch einmal hingehen. Wenn man mich gerade fragen würde, welches Lieb ich am liebsten mag, dann wäre es “Wenn es gut ist“: “Wenn es gut ist, wird es schön sein und ein Leben lang passieren. Wenn es böse ist, dann beißt es und du wirst es schnell verliern.” Wie wahr, wie wahr…..

Nachtrag 20.09.2012: Moah! Da habe ich den König doch vergessen! Ich war ja noch auf “Der König tanzt” im Übel & Gefährlich. Mensch….. Ich berichtete kurz darüber nach meiner Tour ins Wilde. Das Konzert hat viel Spaß gemacht und war sehr gut tanzbar.

Mai: Auf dem Hafengeburtstag war ich bei Maggers United. Ich berichtete in meinem Artikel “Mein erstes Mal – Hamburger Hafengeburtstag 2012” darüber. Es war zwar kalt und viele viel zu betrunkene Menschen um einen rum, aber das Konzert war ganz lustig. Bestes Lied in meinen Augen “Alleine“. Aber ich würde jetzt nicht geplant auf ein Konzert von den Jungs gehen. So sehr hat es mich dann doch nicht gepackt.

Juni: Dick Brave & the Backbeats im Stadtpark Hamburg. War ich wirklich vor langer Zeit in Paderborn im Capitol auf einem Dick Brave Konzert, als diese Figur noch kaum einer kannte und wenige Leute da waren, war Stadtpark natürlich um eine Ecke größer und voller. Das Konzert war sehr gut, aber was ich echt krass fand: Bis auf ein paar Lieder war die Show genau die gleiche wie vor 8 Jahren im Capitol! Gleiche Bühne, die gleichen Showeinlagen, zu 90% nichts geändert. Tja…. nur das damals kaum einer da war… Von daher hatte ich ein echtes Déjà-vu an dem Abend. Und die Karten waren dafür recht teuer. Ich bereue es zwar nicht, aber nochmal würde ich nicht hingehen, denn die nahezu gleiche Show ein drittes mal sehen muss nicht sein.

Juli: Verdammt! Geplant war das Serengeti Festival Ende Juli in Schloß Holte-Stukenbrock. Ich wollte eigentlich den Sonntag hin, aber ich war so platt an dem Wochenende, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Da der Juli da schon um war, bin ich dann auf kein Konzert mehr gekommen. Das hatte ich ganz verdrängt. Ich dachte bis gerade, nur der Januar wäre ausgefallen….

August: Feist im Stadtpark. Ich schreibe jetzt nicht so viel dazu, da ich über das Konzert einen eigenen Artikel verfasst hatte: “Ganz schön Feist – Open Air Konzert im Hamburger Stadtpark“. Kennengelernt habe ich die Musik von Feist 2007, als ich beim Hamburger Filmfest gearbeitet habe. Irgendwie gehört sie für mich zum Verlieben in die Stadt Hamburg dazu und da war für mich klar: Ich muss sie live sehen! 2012 hat es dann endlich geklappt und die Karte war jeden Euro wert. Tolle Frau und Musikerin! Bester Song für mich ist “Gatekeeper“.

September: Erste ein paar Tage her das Clueso-Konzert im Westfalenpark in Dortmund. Den Blogartikel dazu findet ihr hier: “Hören und Laufen an einem Wochenende – Clueso und der Safari Volkslauf“. Bisher kann ich sagen, dass es das beste Konzert war von denen, die ich bisher in 2012 erlebt habe. Mal sehen, ob sich mein Eindruck noch ändern wird in den letzten drei verbleibenden Monaten. Mein absoluter Lieblingssong ist natürlich “Gewinner“.

Oktober: Am 07.10. war ich auf meinen ersten Wohnzimmerkonzert. Lesen könnt ihr bei Elbmelancholie darüber.

Update 26.10.2012: Am 25.10. war ich spontan im Nachtasyl bei “The Late Call“, da eine Freundin von mir Karten gewonnen hatte. Tolle Location mit angenehmer Musik. Schön wars! Am 28.10. geht es zu meinem zweiten Wohnzimmerkonzert zu Enno Bunger. The Killians lasse ich dafür sausen ;-).

November: Gerade die Karten für das ASP-Konzert gekauft. Manche wundern sich sicher, dass ich diese Art von Musik überhaupt mag, aber live ist der Typ einfach Hammer! Das erste Liveerlebnis mit ihm war das Konzert in Bad Oenhausen. Bei dieser Wintertour “Zaubererbruder” hat er den Liederzyklus, welchen ASP für den Film Krabat geschrieben hat, live vorgestellt. Das ist nun ein paar Jahre her, aber ich werde die Stimmung dort nie vergessen und auch den abenteuerlichen Weg dorthin nicht. Schneechaos, ein Mega-Stau und wird umfahren ihn durch die Pampa mit wirklich grenzwertigen Fahrerlebnissen… Aber wir kamen heile an und nur 30 Minuten zu spät :-). Später habe ich mir direkt die Live & Unplugged DVD “Von Zaubererbrüdern” gekauft. Es lohnt kann ich nur sagen und ich freu mich schon auf das Konzert Anfang November im Docks Hamburg. Mein Lieblingssong von ASP ist “Und wir tanzten“.

Update 19.09.2012: Gestern noch dazugekommen: Tonbandgerät im Knust Ende November :-). Eine Hamburger Band, welche dieses Jahr den New Music Award gewonnen haben. Da freu ich mich auch drauf und es wird sicherlich ordentlich gefeiert werden.

Dezember: Es geht zu Annett Louisan. Lange nicht mehr mit dieser Künstlerin beschäftigt und ich bin gespannt, sie live zu sehen. Auch auf die Lokalität Fliegende Bauten bin ich gespannt, denn dort war ich auch noch nie und ich lerne wieder mehr von Hamburg kennen. Gleichzeitig wird das sicherlich ein schöner Start in ein Wochenende mit einer Arbeitskollegin, welche mich aus SoHo in Hamburg besuchen wird. Da ich fast nur ihre alten Songs kenne, mag ich “Das Gefühl” immer noch am liebsten.

So das war mein Konzertjahr 2012, auch wenn es noch nicht ganz zu Ende ist ;-). 14 Konzerte in 12 Monaten! Mission complete, auch wenn der Januar und der Juli konzertlos waren.

Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst.
Richard Wagner