Nichts ist so beständig wie der Wandel

Sich für völlig normal zu halten,
ist die mildeste Form des Verrücktseins.
Ernst Ferstl

So schnell können sich Pläne ändern und sich durch andere Ziele ersetzen. War es Anfang 2017 noch der Plan, Ende 2017 nach Neuseeland zu reisen, werde ich diesen Plan nun verschieben, denn ein Umzug in eine größere Wohnung steht im Oktober endlich an :-). Beides zusammen zu realisieren ist mir leider nicht möglich und da Neuseeland nicht weg rennt, aber eine schöne und bezahlbare Wohnung in Hamburg schon, war die Entscheidung dann recht schnell klar. Somit werde ich ab November keine Winterhuderin mehr sein, sondern nach Uhlenhorst an die Außenalster ziehen. Meine geliebte Laufstrecke habe ich dann direkt vor meiner Tür und meine Sportcrew bleibt mir auch erhalten. Obwohl: Einer von ihnen zieht leider weg und “flüchtet” ins bessere Wetter nach Barcelona. Aus diesem Grund habe ich übrigens auch eine neue Wohnung ;-).

Meine sportlichen Ziele in 2017 ändern sich zwar durch den Umzug und das Wegfallen von Neuseeland zwar nicht, aber in 2018 wird dann nun doch einiges anders als geplant als Anfang des Jahres noch gedacht. Warum? Ich habe mich in der Challenge Roth Stimmung dazu hinreißen lassen, in 2018 bei einer Mitteldistanz zu starten *crazy for me*. Somit mache ich in 2018 doch wieder mehr Triathlon, obwohl ich dies eigentlich wegen des Schwimmens nicht mehr wollte. Nun gut, ich bin selbst Schuld, dass ich es zugelassen habe, dass mich jemand beim Ehrgeiz packt und die richtigen “Reizworte” findet :-D. Jetzt muss ich ab Herbst ranklotzen, um vom Status “Bleiente” wegzukommen. Ggf. schaffe ich ja “Treibholz” als nächste Stufe…. Ich muss zugeben: Ich habe mega Respekt vor dem Schwimmen. Alle, die mich kennen, wissen, dass dies nicht nur Anstellerei ist. Aber da mein Ehrgeiz dann doch oft größer ist, als meine Ängste, stelle ich mich den 1,9km Schwimmen. Rennradeln und Laufen kann ich heute schon ganz gut. Meine Roth-Crew wird sicherlich ein wenig Gejammer, oder wie es ein lieber Freund sagt “gejanker” aushalten müssen, wenn sie mich dann mit ins Freiwasser und in die ASH schleppt, aber: Freunde halten das ja bekanntlich aus :-D.

A pro pos Ängste: Ich habe mit dem Bouldern angefangen, um auch der Höhe mutiger entgegenzutreten. Es wird mit jedem Mal besser, auch wenn ich immer noch ein mulmiges Gefühl habe, wenn die Routen höher gehen und mit Überhang sind. Aber dieser Sport ist ein wunderbarer Ausgleich und ich frage mich, warum ich das nicht schon viel früher gewagt habe. Also ab alle, die Bouldern noch nicht probiert haben und in Hamburg wohnen: Geht mal ins Flashh. Macht sehr viel Spaß!

In 2018 sind bisher folgende sportliche Events geplant:

  • Trainingslager Lanzarote im Januar und ggf. Mallorca (Zeitpunkt t.b.d.)
  • Berlin Halbmarathon
  • Hamburg Marathon
  • Olympische Distanz Kraichgau
  • Vätternrundan 300 km
  • Noch eine OD irgendwo um Hamburg im Juli
  • Irgendwo ein Bergtraining, gerne eine Alpenbrevet, wenn ich wen Verrücktes finde, der mitfährt
  • Hauptziel: Mitteldistanz Allgäu Triathlon Kult

Was für 2019 angedacht ist bzw. zumindest in meinem Kopf schon geplant ist, verrate ich hier an dieser Stelle noch nicht. Das ist einfach noch zu weit weg und bis dahin kann noch sooo viel passieren. Aber zumindest habe ich ein Ziel vor Augen, auf das ich in 2018 neben der Mitteldistanz hin trainieren mag. Ach ja: es ist KEINE Langdistanz! So verrückt bin ich dann doch nicht :-D.

In Summe muss ich sagen, bin ich dieses Jahr sehr zufrieden, wie sich alles zusammenfügt. Bisher bin ich verletzungsfrei, das Radeln und Laufen macht mega viel Spaß und ich habe über den Sport wieder viele nette Menschen kennengelernt. Das kann gerne so weitergehen und sich in 2018 fortsetzen. Also: Verlasst eure Komfortzone mal ein wenig öfter, schaut über den Tellerrand und lasst euch ohne viel nachzudenken auch mal auf verrückte Sachen ein! Es lohnt sich!

 

Nägel mit Köpfen in 2017

„It’s the possibility of having a dream come true
that makes life interesting.“

Paulo Coelho

2017 ist zwar noch nicht alt, aber es ist an der Zeit, ein paar Prioritäten zu setzen und Entschlüsse zu fassen. Ich werde dieses Jahr 35 und ich sage mir mittlerweile immer mehr “Wenn nicht jetzt, wann dann”.

Zunächst einmal habe ich mir am Wochenende recht viele Gedanken gemacht, welche persönlichen Highlights ich mir in 2017 selbst setzen mag. Ich kann leider nicht alles machen, worauf ich Lust habe, daher musste ich aussortieren und entsprechende Prioritäten setzen. Sportlich gesehen werde ich meinen ersten Halbmarathon im Wettkampf laufen und das erste Mal über 200 km Rad in den Niederlanden bei einer traditionsreichen RTF fahren. Ich möchte meinen Fokus wieder auf das Laufen legen und mich über Trailruns mehr fordern. Das Betonlaufen ist zwar schnell, aber auf Dauer auch “langweilig”. Beim Trailrun wird mehr gefordert, muskulär sowie geistig. Es macht einfach mega viel Spaß und es wird mich trittsicherer machen für mein größeres Abenteuer Ende 2017 (später mehr dazu). Zudem möchte ich meine entdeckte Leidenschaft zum Rennradfahren weiter vertiefen. Längere Ausfahrten stehen auf dem Plan, los geht es schon in ein paar Tagen ins Trainingslager. Aber ich habe auch den Entschluss gefasst, sportlich den Triathlon als Nebensache zu betrachten. Ich werde in 2017 nur einen Triathlon machen. Warum? Weil Schwimmen mich nicht glücklich macht, sondern stresst. In 2015 war es schön, die Überwindung über das tolle Triabolos Rookie-Programm zu gehen und mich ins Wasser zu wagen. 2016 in die Landesliga eingetreten war ich verletzungsbedingt bis zum Herbst aus dem Laufen und somit auch als allen Triathlonwettkämpfen raus. Sehr schade für das Team, aber auch sehr erkenntnisreich für mich. In der Verletzungspause habe ich gemerkt, wie sehr mir das Laufen fehlt, aber dass ich das Schwimmen überhaupt nicht vermisse und ich meine Zeit auch nicht dafür aufwenden mag, dreimal die Woche ins Chlor zu springen, um hier besser und routinierter zu werden. Wenn mir der Ehrgeiz für eine Sache fehlt, dann ist es nicht das Richtige für mich. Grund genug, den Fokus in 2017 eben nicht auf Triathlon zu legen.

Meine sportlichen Highlights werden folglich sein:

  • Rennradtrainingslager Lanzarote, Ratzeburg und Harz
  • RTF Fietselfstedentocht in Bolsward (meine ersten 235 km, oh weh….)
  • Sommer-Rennradurlaub in Italien
  • ITU Hamburg
  • EuroEyes Cyclassics 120 km
  • Blankeneser Heldenlauf Halbmarathondistanz
  • Halbmarathon Kopenhagen
  • Trailrun-Event im Harz
  • RTF Hamburg – Berlin (mal sehen, ob 300 km dann drin sind bei mir :-D)

Meine Urlaube haben also ausnahmslos alle mit Sport zu tun. Das ist geil, aber in 2017 muss auch hier mal eine Abwechslung rein. Beim Avocado Dinner im Vegan Eagle wurde dann final der Entschluss gefasst: Der Traum, nach Neuseeland zu reisen, ist endlich zu einem festen Vorhaben geworden. Mitte Dezember soll es losgehen und danach wird mich Hamburg eine Weile nicht mehr wiedersehen. Ich muss einfach mal raus und das ein wenig länger als nur zwei Wochen. Und das Geile daran ist: Ich muss mir überhaupt keine Gedanken machen, wo ich Silvester verbringen werde ;-). #irgendwoaufneuseeland

Auf dem Plan standen eigentlich noch Laufen im Harz und der Zugspitztrail von Salomon. Da ich nun aber nach Neuseeland fahren werde und nicht unbegrenzt Urlaub habe, musste ich, so leid es mir auch tut, Prioritäten setzen. Es mussten also Events weichen und die Wahl ist aus diversen Gründen  auf diese beiden gefallen. Neuseeland als Traumerfüllung geht nun einfach vor. Das ist das fiese am Prioritäten setzen: Es müssen Sachen wegfallen, die man trotzdem gerne gemacht hätte….

Ich freue mich mega auf 2017 und die coolen Sachen, die ich hoffentlich erleben werde. Neuseeland, ich komme!!! Tipps gerne willkommen, was eine schöne Route angeht, die man in ca. sechs bis acht Wochen machen kann. Ich bin offen für alles, ich mag eine Mischung aus Wandern und Roadtrip. Ich brauche keine Traumstrände, ich brauche Berge, Ruhe und Natur. Gerne unterbrochen von einem regen Stadtleben, guten Pubs und coolen Leuten. Ab Februar beginnt die Neuseelandplanung.
Aber nun geht es erst einmal ins Rennradtrainingslager nach Lanzarote. Das wird ein früher und hoffentlich sonniger Saisonstart. 20 Grad sollen es werden *freu*! Ich versuche natürlich ein wenig Sonne einzufangen und euch mitzubringen. Selbst wenn ich die Temperaturen in Hamburg nicht hochdrehen kann, aber mein strahlendes Lächeln nach dem Urlaub erzeugt hoffentlich genug Sonne in eurem Herzen 😉 #einwenigkitschgehtimmer .

„If you take responsibility for yourself
you will develop a hunger to accomplish your dreams.“
Les Brown

 

Gletscher Chalet Stubai – Ein Wochenende voller Erholung

“Die größten Ereignisse sind nicht unsere lautesten,
sondern unsere stillsten Stunden.”
Friedrich Wilhelm Nietzsche

Gletscher Chalet Stubai

Oh weh, ich war ganz schön schreibfaul in den letzten Monaten. Der letzte Post war mein Gewinnspiel-Krimi für das Wochenende im Gletscher Chalet und nun ist es Mai und ich war schon längst dort…. Asche über mein Haupt, aber aktuell liegen die Prioritäten einfach nicht auf dem Schreiben und mir fehlt leider einfach die Muße dazu. Aber über den Aufenthalt im Gletscher Chalet Stubai zu schreiben, hatte ich mir fest vorgenommen, und das werde ich nun auch endlich machen! Wer sich ggf. nicht mehr an das Gewinnspiel erinnern kann: Dank zahlreicher Kommentare habe ich im Dezember 2015 den Erholungsaufenthalt bei einem Gewinnspiel auf wohlgeraten.de mit dem Beitrag “Doppelter Alp(!)traum” gewonnen. Danke noch einmal an alle, die kommentiert haben.

Ende April hieß es für St. Bergweh und Stern des Nordens ab in den Kurzwinterurlaub in Österreich. Nach einer Zwischenübernachtung in München ging es am Donnerstagmorgen direkt Richtung Gletscher. Angekommen bei der Station verdarben uns Wind und schlechte Sicht direkt die Lust auf den Berg zu fahren. Na ja gut, mit verdarb es die Lust zu fahren, der liebe Björn hätte sich durchaus noch auf den Gletscher begeben ;-). Kurzerhand wurde der Plan geändert und nach einem kurzen Telefonat mit Frau Siller vom Gletscher Chalet stand fest: Unser Wanderlust-Haus ist schon bezugsfertig und einem entspannten Saunatag steht nichts mehr im Wege. Sehr gespannt auf unser Chalet ging es wieder zurück ins 7km entfernte Ranalt.

Die gesamte Anlage ist sehr neu und gepflegt. Jedes der fünf 75m² großen Chalets ist mit einer modernen Küche ausgestattet. Abends selbst kochen ist also kein Problem. Die Einrichtung ist urgemütlich, modern, aber trotzdem traditionell. Jedes Chalet besteht aus zwei Etagen mit jeweils einem Schlaf- und Badezimmer. Der Kamin ist zwar nicht echt, aber das angenehme Knistern lässt trotzdem sehr viel Gemütlichkeit aufkommen, vor allem nach dem Saunagang. Man hat zudem eine eigene Sonnenterrasse und und einen großen Balkon auf der zweiten Etage. Wegen des nicht so schönen Wetters konnten wir dies allerdings weniger nutzen. Der Wind war dann doch noch ein wenig zu kalt.
Richtig toll war die private Finnische Außenblocksauna an jedem Chalet, welche Platz für sechs Personen bietet. Einfach 30 Minuten vorher einschalten und danach schön Saunieren und Entspannen. Bei uns kam wirklich ein echtes Spa-Feeling auf. Vor allem, wenn man sich nach dem Saunagang erst auf dem Balkon abkühlen und danach direkt in das bequeme und warme Bett legen kann.

Im Chalet schläft man wirklich sehr erholsam. Man hört keinerlei Geräusche, nachts ist es wirklich stockdunkel, weil es draußen keine künstlichen Lichtquellen gibt. Selbst der Hahn nebenan wollte morgens in der Frühe nicht Krähen, so dass wir entspannt und erholt aufstehen konnten. Auch um das Frühstück mussten wir uns nicht kümmern. Dieses wurde uns morgens direkt ins Chalet gebracht und wir haben uns einfach an den gedeckten Tisch gesetzt. Das Frühstück ist inklusive und wirklich sehr, sehr lecker sowie reichhaltig. Frisches Obst, diverse Joghurtsorten, Müsli, Brot, Brötchen, Wurst und Käse sowie Orangensaft. Klar, es ist kein veganes Frühstück, aber das fand ich nicht schlimm. Die wesentlichsten Sachen habe ich einfach vor Ort in Neustift gekauft. Mittlerweile ist es auch dort kein Problem mehr, an vegane Produkte zu kommen.

Tagsüber ging es dann auf den Gletscher, wobei das Wetter eher durchwachsen war. Das erste mal ein Whiteout zu haben war für mich ein wenig komisch, aber immerhin hatte ich keine große Angst mehr beim Fahren wie noch zuvor in dem La Plagne Urlaub auf dem Roxy Board. Aufgrund dieses Fehlkaufes hätte ich mich fast vom Snowboarden verabschiedet. Aber dank Empfehlung einer Bekannten bin ich dann beim Gnu B-Nice gelandet, welches wirklich ein Traumboard ist und ich jedem Einsteiger bis hin zum Fahrer mit ein wenig Erfahrung empfehlen kann.

Die restlichen zwei Tage waren geprägt von Entspannung, keinerlei Hektik, ausgiebigen Frühstücken, ein wenig Boarden und viel Saunieren. Das war wirklich trotz des mittelmäßigen Wetters ein kleiner Traumurlaub. Lea Siller ist eine tolle Gastgeberin und wir haben uns direkt wohl gefühlt. Das Chalet ist eine tolle Kombi zwischen Luxus, Gemütlichkeit und Natur. Ich habe mich in den paar Tagen in das kleine Holzhaus verliebt und hätte es am liebsten mit nach Hamburg genommen *seufz*….

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke von unserem superschönen Kurztrip nach Stubai <3.

 

Swim, eat, sleep, repeat – Mein erstes Schwimmtrainingslager in Lindow

“Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.”
Gotthold Ephraim Lessing

Vor ein paar Wochen saß ich aufgeregt vor dem Rechner und ließ sogar das Athletiktraining ausfallen, um einen der heiß begehrten Plätze im Technik-Schwimmtrainingslager in Lindow zu ergattern. Reload, server error, reload, server error, server error, server error, server error, Stunden später reload und plötzlich konnte ich mich eintragen *jubel*. Mit Näherrücken des 20. Novembers kamen aber dann doch immer mehr Zweifel auf: “Kann ich da überhaupt mithalten? Ich bin seit Wochen nicht geschwommen, habe Ende Juni die ersten 50 Meter meines Lebens gekrault und nun soll ich in drei Tagen acht Stunden Schwimmtraining durchhalten?!”

Letztes Wochenende war es dann endlich soweit. Mit gemischten Gefühlen stieg ich ins Auto. Zwar wusste ich, dass mich nur der Wurf ins “kalte Wasser” und ein intensives Training weiterbringen würden, aber das flaue Gefühl blieb trotzdem. Rückblickend sage ich: Hart war´s, schwer war´s, aber gut und hilfreich war´s. Was besseres hätte ich nicht machen können, als an diesem Technik-Trainingslager teilzunehmen. Ich bin zwar noch weit davon entfernt eine gute Schwimmerin zu sein, aber endlich habe ich das Gefühl, dass der Grundstein gelegt wurde, um irgendwann auch einmal über 500 Meter Kraulen zu können. Und hätte mir jemand vor Lindow gesagt, dass ich in der Zeit dort neun Kilometer schwimmen werde, hätte ich ihn ausgelacht. Aber wir Rookies haben das Wasser gerockt und sind auch ein wenig stolz darauf :-).

Tag 1 – Schwimmen zum Eingewöhnen
Am Freitag Abend gegen 17:30 trudelten langsam alle Teilnehmer im Sport- und Bildungszentrum Lindow ein. Die “alten” Hasen zeigten uns Neulingen direkt die drei wichtigsten Wege der kommenden drei Tage:

  • zum Zimmer
  • zum Essen
  • zur Schwimmhalle.

Um 19 Uhr standen wir dann alle zusammen in der Schwimmhalle, einige mehr, andere weniger aufgeregt. Gefreut habe ich mich besonders darüber, dass Stephi unsere Trainerin auf der nicht ganz so schnellen Bahn sein würde. Sie kannte noch mein Leiden aus dem Rookietraining: Überforderung, Gejammer, Wut, Freude – alles war dabei, als ich im Sommer diesen Jahres im Rookieprogramm versucht habe, beim Kraulen nicht unterzugehen.
Ich muss zugeben: die ersten zwei Stunden waren anstrengend, aber liefen nicht so schlecht wie ich dachte. Ich hatte dank Stephi sogar Spaß und das will bei mir schon was heißen :-).

Nach dem Training trafen wir uns dann alle noch auf einen kleiner Absacker vor dem Zimmer 421. Wir Neulinge hörten während des Erdinger-Alkohlfrei-Trinkens dann immer wieder das Wort “Lindowtaufe”, dachten aber dann, es habe sich mit dem Trinken eines Feuerstein-Schnapses erledigt. Weit gefehlt, aber zur Taufe des Grauens, die uns am dritten Tag erwartete, dann später mehr.

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Lustiges Flurtreffen

Tag 2 – Vier Stunden Schwimmen
“Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?” klang es aus meinem Handywecker um 7 Uhr 20. Wie schon aufstehen? Ach neee es ist doch Samstag! Aber was hilft es… raus aus den Federn, rein in die Sportklamotten, runter zum Frühstück, zurück aus Zimmer, Schwimmsachen schnappen und wieder runter zum Becken zur ersten Einheit des Tages. Trotz müder Arme und Beine merkte ich schon einen Fortschritt zu Freitag. Dank Stephis Trockenübungen zur Zugphase und Körperstreckung stellte sich auch bei mir zeitweilig ein Gefühl des Gleitens im Wasser ein.

Nach dem Mittag hatten wir dann ein wenig Zeit für uns. Gingen einige Laufen oder zum Athletiktraining, habe ich mit meiner Zimmergenossin gechillt. Anschließend haben wir noch Energie beim Spaziergang um den Wutzsee getankt, denn schließlich mussten wir um 17 Uhr erneut fit am Beckenrand stehen, bei der sich dann aber auch langsam die müden Arme und der Brustmuskel bemerkbar machten.. aua….

Nach dem Abendessen ging es dann noch in die Sportlerbar. Ein wenig quatschen, sich einen Gin Tonic…äh natürlich Wasser genehmigen und mit anderen Teilnehmern austauschen, mit denen man vorher nicht so viel Kontakt hatte. Ein großer Teil von uns ging noch auf die Bowlingbahn nebenan, aber da meine Arme mir das nicht gedankt hätten, beschränkte ich mich auf das Getränkehalten an der Bar.

Tag 3 – Last but not least
“Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?”…… Ja, es war schon so spät, nämlich 7 Uhr 30 und daher Zeit für´s Frühstück. Rein in die Sportsachen, runter zum Frühstück, wieder rauf auf´s Zimmer und Sachen packen. Dann wieder runter, aber nicht zum Schwimmen, sondern zunächst zum Stretching mit Rüdiger. DAS tat wirklich gut und war herrlich entspannend. Um 11 Uhr standen wir dann das letzte Mal am Becken und alle guckten uns Lindow-Neulinge schon mitleidig an. Die sagenumwobene Lindowtaufe stand uns also nun doch noch bevor. Schnell setzten einige Neulinge ihre Badekappen auf, um vor unverhofften “Attacken” ein wenig geschützt zu sein. Aber auch diese Vorsorgemaßnahme hat nichts geholfen. Ich kann nur sagen: die gruseligste, unglaublichste und stinkigste Taufe, die ich je erlebt habe! Mehr darf ich aber leider nicht verraten, denn es wird sicherlich auch beim nächsten Mal wieder Lindow-Neulinge geben. Wer also wissen mag, was die Taufe ist, sollte also einfach selbst mal mitkommen und es am eigenen Leib erfahren ;-).

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Vorbereitung zur Taufe

Anschließend ging es das letzte Mal ins Lindower Becken. Fahne schwimmen, Arme und Beine voneinander getrennt bewegen, Vorwärtsrollen im Wasser und am Beckenrand die Rollwende üben. Das waren alles einfache Übungen….ähhh nein. Ich frage mich immer noch, wie das mit dem Fahneschwimmen funktionieren soll ohne Schwimmnudel um den Bauch. Vielleicht lüftet sich dieses Geheimnis für mich im nächsten Trainingscamp. Zum Abschluss haben wir dann noch zwei Bahnen Partnerübungen gemacht: mit den kleinen Fingern eingehakt zusammen Kraulen und Abklatschen. Das hat wirklich Spaß gemacht und war ein schöner Abschluss, bevor es dann zum gemeinsamen Mittagessen und anschließend auf die Heimreise zur wohlverdienten Couch ging.

Die drei Tage Schwimmtrainingslager bleiben mir in sehr positiver Erinnerung. Danke an die Trainer, für das wertvolle und hilfreiche Feedback und natürlich danke an Petra für die Orga. Ich freue mich schon auf ein erneutes swim, eat, sleep, repeat im Januar 2016.

So war mein erster Triathlon

“So many of our dreams at first seem impossible. Then they seem improbable. And then, when we summon the will, they soon become inevitable.”
Christopher Reeve

Eine Woche ist es nun her, dass ich an meinem ersten Triathlon teilgenommen habe. Irgendwie kommt mir das immer noch nicht so ganz wirklich vor, wenn ich jetzt daran zurückdenke. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir hatten zumindest am Samstag Traumwetter. Die Tage vor dem Triathlon waren aufregend, unwirklich, irgendwie traurig bei dem Gedanken daran, dass es die letzte Rookie-Woche sein wird. Die letzte Woche war aber auch geprägt von Vorfreude und dem schönen Gefühl, endlich die Belohnung für das Training zu bekommen, was wir so diszipliniert über drei Monate absolviert hatten.

Ich werde versuchen, meine letzte Rookie-Woche und das Wettkampfwochenende so gut wie möglich in Worte zu fassen. Aber eigentlich muss man es selbst miterlebt haben, um wirklich nachvollziehen zu können, wie toll das Gefühl ist, wenn man seinen ersten Triathlon geschafft hat und wie stolz man auf die anderen aus dem Rookieprogramm ist. Auch wenn Triathlon ein Einzelsport und im Wettkampf jeder auf sich alleine gestellt ist: Das Training in der Rookie-Gruppe war einfach wunderbar und die gegenseitige Unterstützung zum Schluss Weltklasse! Danke noch einmal an alle Rookies und Freunde, die am Samstag an der Strecke standen und uns angefeuert haben. Das wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Montag -Burgertime
Montag war mal wieder Ruhetag. Es gab leckere vegane Burger im happenpappen und als Nachtisch Kuchen. Entspannter Start in die Woche, nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Dienstag – Das letzte Mal Freiwasserschwimmen
Am Dienstag gab es das letzte Mal Freiwasserschwimmen für mich im Neo. Im Fokus stand hierbei, dass ich den Neoreißverschluss ohne Probleme aufbekomme und das hat geklappt. In der Ruhe liegt die Kraft und ein langsames Herunterziehen verhindert das Verhaken im Unterstoff. Nach dem Testschwimmen hatte ich ein besseres Gefühl für den Wettkampf, denn ich war mir immer noch nicht sicher, ob ich mit oder ohne Neo schwimmen sollte. Aber zumindest wusste ich, dass ich ihn alleine öffen können würde.

Mittwoch – Das vorletzte gemeinsame Lauftraining
Am Mittwoch sind wir das letzte mal mit Jenny und Püppchen gelaufen. Lockere 10 Kilometer, zum Ende mit einer kleineren Steigerung auf einen 4:20er Schnitt. Wettkampftempo schnuppern war angesagt, wobei ich das Tempo über die 5 Kilometer dann am Samstag nicht ganz halten konnte.

Donnerstag – Das letzte mal Schwimmtraining vor dem Wettkampf
Das Schwimmtraining war gut, denn ich konnte erstaunlicherweise beim Schwimmen abschalten und den Kopf frei bekommen. Zudem habe ich mich noch einmal im Vergleich zur Vorwoche ein wenig verbessert. Jedoch habe ich auch gemerkt, dass ich noch lange nicht soweit bin, um die 500 Meter Durchkraulen zu können. Was in der ASH schon besser klappen mag, ist im Freiwasser noch einmal viel schwieriger.

vorbereitung
Ready for Triathlon

Abends traf ich dann die ersten Vorbereitungen: Rad putzen und Technikcheck (Mäntel, Bremsen, Schaltung kontrollieren sowie Kette noch einmal reinigen und ölen), Sachen zusammenpacken und aufgeregt sein. Schlaf bekam ich nicht so wirklich viel, denn dafür gingen mir einfach zu viele Gedanken durch den Kopf.

Freitag – Das letzte Lauftraining und Pasta-Party

Freitag hatte ich dann frei. Zwar konnte ich nicht richtig ausschlafen, aber es tat schon gut, den Morgen für mich alleine zu haben. Ich konnte in Ruhe Frühstücken und Kaffee trinken, um mich dann am frühen Nachmittag auf den Weg zu Multipower zu machen und Jan Frodeno zu treffen. Wer den Frodo nicht kennt: er ist der aktuell amtierende Ironman Europameister. Der Typ ist nett und sympathisch, echt groß und mega drahtig. Neben ihm kam ich mir ganz schön klein vor. Er hat uns dann noch viel Erfolg und Spaß für unseren ersten Wettkampf gewünscht und uns einen Handschlag gegeben. DA konnte ja jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen :-). Danke an Manu, die mich mitgenommen hat und ich so einen echten Profi kennenlernen durfte.

Nach dem Treffen mit Jan Frodeno sind wir dann noch einen Teil der Radstrecke abgefahren. Da es aber wirklich sehr warm war, haben wir uns nur die Hälfte der Strecke angesehen. Anschließend ging zurück in die Innenstadt, um uns mit wasserfeste Schminke einzudecken. Ein wenig Mädchenkrams muss eben sein und wenn man schon nicht schnell ist, dann kann man wenigstens gut aussehen ;-). Und knalliger Lippenstift ist ohnehin auch ohne Wettkampf immer eine gute Investition.

letzteansage
Letzte Ansage von Headcoach Ingo

Um 19 Uhr haben wir uns dann alle noch einmal am Triabolos Messestand getroffen. Wir sind die Wechselzone abgegangen und haben die letzten Fragen beantwortet bekommen. Dann noch schnell ein Erinnerungsgruppenfoto gemacht und auf der Triabolos Pasta Party Carbo Loading betrieben.

Als ich endlich zuhause war, habe ich noch ziemlich lange Sachen gepackt. Um 1:30 lag ich dann endlich im Bett und das Einschlafen fiel mir schwer. Nur noch wenige Stunden und ich würde meine erste Wechselzone einrichten. In der Nacht gab es dann noch ein schweres Gewitter mit starken Regengüssen, die bis zu den frühen Morgenstunden anhielten.

Samstag – WETTKAMPF-TAG
Mein Tag startete um 6:30,da ich noch entspannt frühstücken wollte. Um kurz vor acht ging es dann Richtung S-Bahn zum Jungfernstieg. Der Regen hatte Gott sei Dank aufgehört und die Sonne kam schon wieder durch.

In der Wechselzone angekommen erwartete uns Headcoach Ingo. Er gab uns Tipps und beantwortet alle Fragen, die während des Einrichtens aufkamen. Es war ganz schön eng dort, aber wir hatten gut erkennbar Plätze an der Ampel und den Dixie-Toiletten. Ich hatte somit keine Sorge mehr, mein Rad nicht wieder zu finden.

Nach dem Einrichten ging es dann langsam zum Triabolos-Zelt, wo uns schon die Rookies, welche am nächsten Tag die Olympische Distanz absolvieren würden, auf uns warteten. Langsam stieg nun auch bei mir wieder die Nervosität und ob ich einen Neo tragen wollte oder nicht: die Antwort hatte ich immer noch nicht für mich gefunden. Kurz vor knapp habe ich mich dann doch für den Neo entscheiden, auch wenn das Wasser mit 21,8 Grad warm genug gewesen wäre, um ohne zu schwimmen.

Disziplin 1 – Schwimmen: Gemeinsam ging es in die Aufwärmzone zum Schwimmstart. Nach einem kleinen Aufwärmprogramm fiel im 10:04 für uns der Startschuss. Die ersten hundert Meter konnte ich noch Kraulen, aber dann bin ich doch wieder ins Brustschwimmen verfallen. Nach 250 Metern war mir dann viel zu warm im Neo und ich fand dieses einengende Gummiding eher hinderlich. Aber da musste ich nun durch. Im Nachhinein betrachtet war es auch ganz ok so, wenn man es unter Übungsaspekten und nicht unter Zeitverlustaspekten (ja, der Neo hat mich zu viel Zeit beim Brustschwimmen und in der Wechselzone gekostet) sieht.

Nach 14:04 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. Nicht besonders schnell, aber ich wollte mich nicht kaputtschwimmen. Ich ging relativ erholt an Land, was sehr angenehm war. Das Schwimmen in der dreckigen Alster hatte ich mir vorher im Kopf auch viel schlimmer ausgemalt als es dann schlussendlich war. Das habe ich alles ausblenden können und auch den Tunnel zum Rathaus fand ich in Ordnung.

Wechsel 1 – 06:16 Minuten: Auf dem Weg zum ersten Wechsel hatte ich genug Zeit, meinen Neo bis auf die Hüften runter zu ziehen. In der Wechselzone selbst habe ich dann zu viel Zeit gebraucht. Ich war plötzlich sehr nervös und hibbelig, bin links nicht aus dem Neo gekommen, da ich ihn nicht über den Transponder bekommen habe. Dann hatte ich beim Einrichten der Wechselzone meine Radschuhe vergessen zu öffnen und war zu hibbelig, um sie beim ersten Mal aufzubekommen. Helm auf und los ging es, als ich plötzlich merkte, dass ich mein Startnummernband vergessen hatte umzulegen. Also wieder stehen bleiben und das Nummernband umlegen *grummel*. Da wir sehr weit vorne im Block I waren, musste ich dann einen recht langen Weg von ca. 800 Metern auf Rennradschuhen zurücklegen, bis ich auf das Rad aufsteigen konnte. Schnell geht wirklich anders….

Disziplin 2 – Radfahren: Endlich auf dem Rad war ich ein wenig schockiert, wie viel Gegenwind wir hatten. Das hat mich komplett ausgebremst und die ersten paar Kilometer war ich wirklich nicht so schnell wie gewünscht unterwegs. Der Rückweg lief dann besser, aber die verlorene Zeit von ca. 2 Minuten konnte ich nicht wieder rein holen. Das Radfahren hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Es gab auch kaum problematische Situationen bis auf eine: Ich fahre in recht schnellem Tempo den Berg herunter, da winkt vor mir der Streckenposten Fußgänger über die Straße. DAS war viel zu knapp und ich musste schön in die Bremsen steigen. Schade um die Geschwindigkeit, das hat mich wirklich ein wenig verärgert. Eindeutig der Fehler vom Streckenposten, aber auch mit so was muss man leider rechnen. In Summe habe ich 43:45 auf dem Rad gebraucht. Ich hätte vorher gedacht, dass ich nur um die 41 brauchen werde. Da habe ich mich selbst wohl überschätzt. Aber immerhin hatte ich keinen Platten, was vorher meine größte Sorge war.

Wechsel 2 – 3:35 Minuten: Der zweite Wechsel lief dann schon wesentlich besser. Zwar habe ich fast einen Wadenkrampf bekommen, als ich die 800 Meter wieder mit den Radschuhen laufen musste, aber da ich diesmal aus keinem Neo musste und die Startnummer schon um hatte, verlief der Wechsel trotzdem viel schneller als der erste. Schnell noch ein wenig Gel zu mir genommen und los ging es voller Freude auf die Laufstrecke.

finisherDisziplin 3 – Laufen: Yeah! Meine Lieblingsdisziplin! Das Laufen konnte ich dann so richtig genießen. Ich bin mein Tempo durchgelaufen ohne mich komplett zu verausgaben. Ich wollte lieber ohne Umkippen ins Ziel kommen und da ich noch nicht wirklich einschätzen konnte, wie viel ich geben konnte, habe ich mich ein wenig zurückgenommen. Bei Sonnenschein und angenehmen 24 Grad ging es an der Binnen- und Außenalster entlang. Es war schön, bekannte Gesichter am Streckenrand zu erkennen, die einen anfeuerten. Das tat gut und hat unheimlich viel Motivation gegeben. Und dann war ich auch plötzlich schon wieder in der Nähe des Rathauses zum Zieleinlauf. Dort habe ich dann auch das erste Mal meinen Freund entdeckt, den ich zuvor die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Nach 22:41 Minuten war ich dann im Ziel angekommen. Dort warteten schon eine handvoll anderer Rookies mit Headcoach Ingo. Tolles Gefühl!!!!! Der erste Triathlon meines Lebens war geschafft und es hat unheimlich viel Spaß gemacht!

Am Ende Stand eine Gesamtzeit von 1:30:23 auf der Anzeige, was mir den Gesamtplatz 163 bei den Frauen und Platz 33 in meiner AK einbrachte. Mein Zweitziel eine Zeit von um die 1:30 zu haben, habe ich also voll getroffen. Das Erstziel war natürlich ankommen und jede Menge Spaß haben! Mission complete! Meinen Zieleinlauf könnt ihr übrigens hier sehen:  Zieleinlauf ITU World Triathlon

Einige Bilder habe ich natürlich auch. Danke an alle, die Fotos gemacht haben. Das ist eine tolle Erinnerung.

Sonntag – Der Tag danach: Zuschauen und genießen
Am Sonntag ging es morgens zurück an die Strecke, um die Rookies anzufeuern, die die Olympische Distanz in Angriff nahmen. Ich muss sagen, ich war nervöser als bei meinem eigenen Start. Die Vorstellung, dass sie gleich 1,5 km Schwimmen würden… krass…. für mich selbst aktuell wirklich nicht vorstellbar. Das Wetter war leider alles andere als schön und ich war recht schnell durchgefroren, obwohl ich nicht unbedingt zu luftig angezogen war.  Wir haben uns dann gut an der Strecke verteilt und alle lauthals angefeuert. Das hat sehr viel Spaß gemacht und wir wussten ja vom Vortag, wie wichtig und motivierend dieser Support ist. Am Spätnachmittag ging es dann heim mit dem Bewusstsein, dass es nun wirklich mit dem Rookieprogramm vorbei war. Abends saß ich dann auf der Couch und wusste im ersten Moment nichts mit mir anzufangen. Wie sollte ich die nächsten Wochen verbringen? 80% meiner Freizeit hatte sich um das Rookie-Programm gedreht und von 100 auf 0 war das nun vorbei. Das alles würde mir fehlen…. Die Freude vermischte sich mit Wehmut. Wo ist die Schokolade, wenn man sie braucht?!

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Die Olympioniken abfeiern und mit Kaffee versorgen 🙂

Die Woche danach – Runterkommen
In der Woche danach hieß es nun runterkommen und neue Pläne schmieden. Ich ging weiterhin zum Schwimmtraining, habe das Lauftraining am Dienstag vom Verein ausprobiert und bin wieder zu meinem Functional Training gegangen. Nach meinem Urlaub werde ich mir überlegen, wie ich meine Sportprogramm aufbauen werde, um weiterhin fit für den Triathlon zu bleiben. Denn ich möchte ja 2016 immer noch die Olympische Distanz wagen und mich an die 1,5 Kilometer Schwimmen rantrauen. Daher heißt es nun dranbleiben, vor allem beim Schwimmen, und auch über die Wintersaison fit bleiben. Aber da ich recht diszipliniert bin, sollte ich das schaffen.

Zum Schluss muss ich mich einfach noch einmal bedanken: Danke an alle, die mich während der Vorbereitung und am Wettkampftag unterstützt haben. Danke an meinen Freund, der immer ein Ohr für mich hatte und meine ganzen Hochs und Tiefs mit Gelassenheit hingenommen und mir immer Mut zugesprochen hat. Danke auch an Maxi und Nico, die mir als alte Triathlonhasen mit Rat und Tat zur Seite standen. Ihr habt mir wirklich einen großen Batzen Unsicherheit genommen. Danke an Triabolos und unsere Trainer. Ohne euch wäre das alles nur halb so schön gewesen. Danke auch an den tollen Support auf der Strecke! Das hat mir und allen anderen Rookies ein sehr gutes Gefühl gegeben. Triathlon rockt!

Und ganz zum Schluss noch unser Rookielied 2015 – “Ein Moment kann alles verändern. Ich bin weg für ne Sekunde Sommer.” Und damit verabschiede ich mich erst einmal in den Urlaub. Wir hören uns wieder in zwei Wochen. Dann mit einem Urlaubsbericht über Island.