Hamburger Nachtlauf 2012 an der Außenalster

Gestern war es mal wieder soweit: Ich bin gelaufen und zwar beim Hamburger Nachtlauf 7,5 km einmal um die Außenalster rum. Wer die Runde um die Alster nicht kennt, hier könnt ihr den Streckenplan sehen: Streckenplan Nachtlauf.
Alle mussten sich zuvor den Championchip für die Zeitmessung holen und das offizielle T-Shirt als Startberechtigung. Gott sei Dank passt es gut in 34 :-).  Da weiß man ja nie, die wie Größen so ausfallen… Gemessen wurden Frauen und Männer getrennt, gewertet für die Platzierung wird die Nettozeit, sprich wenn man bei Start und Ziel die Matten für die Messung überquert. Aber ganz ehrlich: Bei sooooooo vielen Teilnehmern um die Alster rum bin ich von vorne herein nicht mit dem Ziel gestartet, eine gute Zeit zu laufen, sondern einfach Spaß zu haben, einen weiteren Lauf mitzumachen und diese besondere Atmosphäre mitzunehmen. Das dann doch für mich persönlich eine ganz gute Zeit bei rum kam, damit hatte ich nicht wirklich gerechnet.
Mit Bus und Bahn ging es dann um 21 Uhr Richtung Alsterwiesen. 30 Minuten später dort angekommen, erwartete mich schon eine Menschenmasse vor den Garderoben. Schnell Sachen abgeben war da nicht mal eben drin…. Nächstes Jahr weiß ich, dass ich hätte um 21 Uhr da sein sollen, um sich in Ruhe vorbereiten zu können. Aber gut, ein wenig Hektik war auch ok :-).
Der Startbereich war in verschiedene Zonen gegliedert. Um auf der engen Strecke das Läuferfeld (Summe Teilnehmer 2699) zu entzerren, musste man sich selbst nach Zielzeit einschätzen. Diejenigen, welche sich bei 36 Minuten und schneller einschätzen, standen in den Bereichen A und B. C waren die Läufer mit einer Zeit von 36 bis 45, dahinter kamen dann die Läufer mit einer Zeit von 45 und mehr. Ich sortierte mich in den Bereich C ein, aber dort ganz hinten. Das würde ich beim nächsten Lauf anders machen und mich vorne in diesem Feld platzieren. Aber dafür war ich mit Einlaufen zu knapp dran. Kurz vor Start um 22 Uhr wurde die Menge dann noch einmal mit Musik angeheizt. In Summe war die Stimmung sehr gut. Wenig Wettkampfstimmung, eher Spaß an der Sache herrschte vor. Und ich war froh, dass das Wetter mitspielte. Waren eigentlich für Abends Gewitter und starker Regen angesagt, war es trocken, angenehm kühl und tolle Laufluft. Danke Wetter, dass du bis heute mit den Schauern gewartet hast (auch wenn ich mir heute lieber Sonnenwetter wie im Süden von Deutschland gewünscht hätte).
Dann viel der Startschuss und die Menge setzte sich in Bewegung. Bis ich schließlich über die Matten lief, waren schon so 2 Minuten vergangen. Knubbelte sich am Anfang das Feld und war es nicht so einfach sich frei zulaufen, ging es dann ab Kilometer drei schon besser. Ich habe das Feld wie man so schön sagt, von hinten ein wenig aufgeräumt ;-). Ab Kilometer 6 hatte ich dann zu meinem Ärgernis einen Stein im Schuh. Ausblenden konnte ich das nur schwerlich, aber 1,5 km mussten eben nun so durchgehalten werden. Die letzten 500 Meter wurde dann noch gespurtet, um Zeit gut zu machen. Die Läufer feuerten sich im Zieleinlauf gegenseitig an und dazu noch die Zuschauermenge am Rand, die klatschte: DAS war schon echt toll :-D. Die Teilnehmermedaille wurde einem auch direkt in die Hand gedrückt. Meine erste Medaille von einem Lauf – cool :-)…
Glücklich im Ziel ging es dann direkt zum Getränkestand. Schnell Sachen an der Garderobe abgeholt und die Medaille zum BMW-Stand gebracht. Man konnte nämlich kostenlos seine Medaille dort abgeben, damit sie später den Namen und die Zeit eingravieren würden. Bin gespannt, wann sie bei mir daheim zuhause in den Briefkasten flattern wird.
Wieder zuhause angekommen habe ich mir im Internet auf der SportCheck-Seite direkt die Ergebnisse angesehen und siehe da, gar nicht mal so schlecht:

  • Summe Frauen 7,5 km: 1341
  • Mein Platz: 83
  • Meine Netto-Zeit: 39:09

Mein Fazit: Nächstes Jahr wieder! Es macht Bock und im Dunkeln um die Alster laufen ist einfach schön :-). Also an alle, die gerne laufen: Meldet euch einfach beim Nachtlauf 2013 in Hamburg an und verbringt anschließend ein tolles Wochenende in der schönsten Stadt Deutschlands. Es lohnt sich!

In 2 Wochen gehts dann an den Start beim Womens Run im Stadtpark. Mein Ziel für die 8 km: irgendwo bei 40 Minuten landen, maximal 42. Mal sehen, ob das klappen wird…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und sende euch regnerische, aber herzliche Grüße aus dem Norden.

P.S.: @Alle, die im Süden leben: DAS ist voll FIES. Ich schwitzt bei 30 Grad und wir ertrinken :-D.

Sternchenlauf 2012 und ich war dabei

Gestern am 06.06.2012 um 18 Uhr 30 war es dann soweit: Ich habe meinen ersten offiziellen Lauf vollbracht. Die Distanz beim Sternchenlauf 5km mit dem Ziel unter 25 Minuten zu bleiben. Und was soll ich sagen: Es hat sehr viel Spaß gemacht und lief wirklich viel besser, als ich für mich persönlich erwartet hatte.
Hat es tagsüber sehr sehr viel geregnet und war ich wirklich kurz davor, den Lauf sausen zu lassen, klarte es ab 17 Uhr immer mehr auf, so dass wir dann um 17 Uhr 30 unsere Startnummer abgeholt haben. Meine war die Nummer 439. Zusammen mit zwei Arbeitskollegen lief ich neben der Einzelwertung in einem Mix-Team.
Vor dem Start ein wenig warm gelaufen und bei der Trommeltruppe unter der Brücke schnell meine Jacke abgelegt, ging es dann um 18 Uhr 21 Richtung Start. Hier versuchten wir möglichst weit vorne zu stehen, denn es gab keine Nettomessung der Zeit. Die Zeit lief ab Startschuss und je weiter hinten man war, desto mehr Zeit verlor man natürlich. Bei in Summe 474 Läufern kann man ganz am Ende somit schon eine wesentlich schlechtere Zeit haben. Nach einer kollektiven Aufwärm- und Auflockerungsrunde vor dem Start (ich habe mehr aus Spaß rumgetanzt zur Musik als die Übungen mitgemacht), ging es dann endlich los. Taktieren bei einer Strecke von 5 km ist fast nicht möglich, daher bin ich einfach recht schnell gestartet mit dem Ziel, am Anfang Gas zu geben und dann einfach egal wie durchzuhalten :-D. Die Strecke bestand aus zwei Runden je 2,5 km. Es ging über Asphalt, Schotter und durch den Wald. War es am Anfang rech knubbelig (Überholen war nur schwer möglich), hatte sich in der 2. Runde das Feld schon gut entzerrt und es lies sich “freier” laufen. Fies war das Waldstück, denn durch den Regen war es hier rutschig und durch die vielen Wurzeln nicht ganz ungefährlich. Gott sei Dank bin ich nicht ausgerutscht oder umgeknickt. Ab Kilometer drei merkte ich dann, dass ich langsamer wurde. Die Zeit aus der ersten Runde konnte ich leider nicht mehr halten. Aber die Menge zieht einen mit und man läuft in Summe dann doch schneller als beim normalen “Freizeitlaufen”. Einige jedoch haben sich übernommen. Viele gingen nur noch und hatten offensichtlich Seitenstiche. Ein Mann war sogar dabei, dessen Magen gegen die Anstrengung rebellierte (gut, dass ich dies nicht persönlich mitbekommen habe…).
Schön war es, von den Zuschauern am Rande angefeuert zu werden und die Trommler unter der Brücke gaben einem nochmal einen kleinen rhythmischen Ansporn. Nicht so schön waren die Stellen, an denen gegrillt wurde. Beim Laufen war es nicht so angenehm durch Grillrauch zu laufen und dadurch husten zu müssen. Aber gut, da musste man als Läufer dann eben zweimal durch. Auch nicht schön war der junge Kerl, der mich umgerannt hat, als er sich Wasser vom Rand genommen hat. Ich hatte Glück, dass ich mich beim Stolpern wieder fangen und normal weiterlaufen konnte. Mein Gefluche hat er gar nicht wahrgenommen….Dafür war ich trotzdem schneller als er – Ätsch Bätsch :-D.
Im Zieleinlauf habe ich dann noch einen kleinen Endspurt hingelegt. Von der Seite hörte ich nur rufen: “Endlich mal wieder eine Frau!”. Das fand ich ganz cool zu hören :-). Völlig abgehetzt nach dem Spurt und mit hohem Puls, kam man dann in der Messzone völlig abrupt zum Stehen. Fast wäre ich umgekippt, denn dass fand mein Körper nicht so toll. Langsam bewegte sich die Schlange zum Abscannen vorwärts. DAS muss ich sagen war wirklich nicht glücklich und läuferfreundlich gelöst. Hier sind Chips doch wesentlich angenehmer als diese Scanmethode von den Laufnummern, vor allem, weil sie Brutto- und Nettozeit messen können.
Glücklich und leicht euphorisch gings dann an den Getränkestand mit Wasser. Wir wussten nicht die genaue Zeit, aber waren uns sicher, dass wir unter 25 Minuten geblieben sind.
Heute gab es dann die offiziellen Ergebnisse. Meine Zeit auf den 5000 Metern: 23,54 Minuten Bruttozeit (netto wars sicher so 10 Sekunden schneller). YEAH! Dies bedeutete Platz 132 von 474 Läufern und Platz 11 unter den 213 Frauen. DAS hatte ich wirklich nicht erwartet und ich muss sagen: ich bin ein wenig stolz auf mich :-). Unser Mix-Team hat Platz 7 gemacht. Auch das freut mich sehr!
Fazit: Ich freu mich auf den Women´s Run am 30.06. im Stadtpark hier in Hamburg und hoffe, dass ich an dem Tag egnauso fit sein werden wie beim Sternchenlauf. Auch wenn ich so nicht der “Wettkampf”-Typ bin, werde ich sicherlich Hin und Wieder aus Spaß den ein oder anderen Lauf mitmachen. Nächstes Jahr Sternchenlauf ist auch schon fest eingeplant. Mal sehen, ob es dann ggf. sogar die 10 km Strecke werden wird.
Wer übrigens Lust hat sich die Ergebnisse anzusehen, kann sie hier einsehen: Ergebnisse Sternchenlauf 2012.
Ich wünsche euch allen einen erholsamen Restfeiertag und bis auf bald :-). Es gibt sicherlich morgen oder Samstag von meiner Seite aus was Neues zu Schreiben ;-).