Ein Jahr voller Musik

„Seit ich Musik höre, weiß ich, daß ich unsterblich bin. Wieso? Musik ist die Sprache der Seele. Und die wird man nie müde.“
Peter Hille

Jeden Monat ein Konzert! So lautete mein Vorhaben Ende 2011 für das neue Jahr 2012. Warum? Weil ich Musik liebe, aber viel zu wenig auf Konzerten war. Und es gibt eben nichts besseres als Musikern live zuzuhören und gleichzeitig auch mal einfach auf Konzerte gehen, bei denen man nicht genau weiß, was einen erwartet ;-). Was neues ausprobieren und gerade Hamburg bietet im Vergleich zu meiner alten Heimat Paderborn/Bielefeld im Bereich Musik so viel mehr!

Nun ist 2012 fast rum und ich habe seit gestern bis Dezember alle Konzerte “geplant”. Aber fangen wir mal von vorne an, denn ich muss gerade selbst überlegen, welche Konzerte ich Anfang des Jahres besucht habe :-D.

Januar: Geplant und gekauft waren Skatoons. Es sollte mein erstes Ska-Konzert werden. Nicht, weil ich die Musik so richtig gut finde, sondern einfach, um mal was Neues auszuprobieren. Oft war ich live positiv überrascht von Musikrichtungen, welche ich privat daheim sonst nicht hören würde. Aus persönlichen Gründen habe ich die zwei Karten dann jedoch recht kurzfristig abgeben müssen. Der Monat blieb also leider ohne ein Konzertbesuch von mir….

Februar: Lovely Tim Bendzko! Live viel besser als auf dem Album. Auf jeden Fall mag ich den süßen Tim live wiedersehen :-). Nicht nur weil er echt süß ist, sondern weil er was drauf hat. An Clueso kommt er noch nicht ran, aber Potential dazu hat er allemal. Ich freu mich auf sein neues Album und hoffentlich die Tour dazu.

Mein Lieblingslied vom Tim “Ich laufe” als die Piano Version. Immer wieder Gänsehaut….

März: Es ging zu Deichkind. Auch wenn ich “Leider Geil” nicht mehr hören kann, aber es war leider geil :-D. Das letzte Mal gesehen hatte ich sie zur Unizeit auf dem ASTA-Festival. Das ist gefühlte Ewigkeiten her. Es war laut, es war voll, es war heiß, es war geil!  Auch wenn wir weiter hinten standen, hat einen die Stimmung mitgerissen und ein Vorteil hatte das Hintenstehen: Von den Federn haben wir nichts abbekommen :-D. Wer also viel Spaß haben und Hüpfen will, der sollte zu Deichkind gehen.

Bestes Lied natürlich Remmidemmmi!

April: Olli Schulz in der Großen Freiheit. Herzlich viel gelacht habe ich :-D. Zwar höre ich den Olli privat nicht, aber live würde ich jederzeit noch einmal hingehen. Wenn man mich gerade fragen würde, welches Lieb ich am liebsten mag, dann wäre es “Wenn es gut ist“: “Wenn es gut ist, wird es schön sein und ein Leben lang passieren. Wenn es böse ist, dann beißt es und du wirst es schnell verliern.” Wie wahr, wie wahr…..

Nachtrag 20.09.2012: Moah! Da habe ich den König doch vergessen! Ich war ja noch auf “Der König tanzt” im Übel & Gefährlich. Mensch….. Ich berichtete kurz darüber nach meiner Tour ins Wilde. Das Konzert hat viel Spaß gemacht und war sehr gut tanzbar.

Mai: Auf dem Hafengeburtstag war ich bei Maggers United. Ich berichtete in meinem Artikel “Mein erstes Mal – Hamburger Hafengeburtstag 2012” darüber. Es war zwar kalt und viele viel zu betrunkene Menschen um einen rum, aber das Konzert war ganz lustig. Bestes Lied in meinen Augen “Alleine“. Aber ich würde jetzt nicht geplant auf ein Konzert von den Jungs gehen. So sehr hat es mich dann doch nicht gepackt.

Juni: Dick Brave & the Backbeats im Stadtpark Hamburg. War ich wirklich vor langer Zeit in Paderborn im Capitol auf einem Dick Brave Konzert, als diese Figur noch kaum einer kannte und wenige Leute da waren, war Stadtpark natürlich um eine Ecke größer und voller. Das Konzert war sehr gut, aber was ich echt krass fand: Bis auf ein paar Lieder war die Show genau die gleiche wie vor 8 Jahren im Capitol! Gleiche Bühne, die gleichen Showeinlagen, zu 90% nichts geändert. Tja…. nur das damals kaum einer da war… Von daher hatte ich ein echtes Déjà-vu an dem Abend. Und die Karten waren dafür recht teuer. Ich bereue es zwar nicht, aber nochmal würde ich nicht hingehen, denn die nahezu gleiche Show ein drittes mal sehen muss nicht sein.

Juli: Verdammt! Geplant war das Serengeti Festival Ende Juli in Schloß Holte-Stukenbrock. Ich wollte eigentlich den Sonntag hin, aber ich war so platt an dem Wochenende, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Da der Juli da schon um war, bin ich dann auf kein Konzert mehr gekommen. Das hatte ich ganz verdrängt. Ich dachte bis gerade, nur der Januar wäre ausgefallen….

August: Feist im Stadtpark. Ich schreibe jetzt nicht so viel dazu, da ich über das Konzert einen eigenen Artikel verfasst hatte: “Ganz schön Feist – Open Air Konzert im Hamburger Stadtpark“. Kennengelernt habe ich die Musik von Feist 2007, als ich beim Hamburger Filmfest gearbeitet habe. Irgendwie gehört sie für mich zum Verlieben in die Stadt Hamburg dazu und da war für mich klar: Ich muss sie live sehen! 2012 hat es dann endlich geklappt und die Karte war jeden Euro wert. Tolle Frau und Musikerin! Bester Song für mich ist “Gatekeeper“.

September: Erste ein paar Tage her das Clueso-Konzert im Westfalenpark in Dortmund. Den Blogartikel dazu findet ihr hier: “Hören und Laufen an einem Wochenende – Clueso und der Safari Volkslauf“. Bisher kann ich sagen, dass es das beste Konzert war von denen, die ich bisher in 2012 erlebt habe. Mal sehen, ob sich mein Eindruck noch ändern wird in den letzten drei verbleibenden Monaten. Mein absoluter Lieblingssong ist natürlich “Gewinner“.

Oktober: Am 07.10. war ich auf meinen ersten Wohnzimmerkonzert. Lesen könnt ihr bei Elbmelancholie darüber.

Update 26.10.2012: Am 25.10. war ich spontan im Nachtasyl bei “The Late Call“, da eine Freundin von mir Karten gewonnen hatte. Tolle Location mit angenehmer Musik. Schön wars! Am 28.10. geht es zu meinem zweiten Wohnzimmerkonzert zu Enno Bunger. The Killians lasse ich dafür sausen ;-).

November: Gerade die Karten für das ASP-Konzert gekauft. Manche wundern sich sicher, dass ich diese Art von Musik überhaupt mag, aber live ist der Typ einfach Hammer! Das erste Liveerlebnis mit ihm war das Konzert in Bad Oenhausen. Bei dieser Wintertour “Zaubererbruder” hat er den Liederzyklus, welchen ASP für den Film Krabat geschrieben hat, live vorgestellt. Das ist nun ein paar Jahre her, aber ich werde die Stimmung dort nie vergessen und auch den abenteuerlichen Weg dorthin nicht. Schneechaos, ein Mega-Stau und wird umfahren ihn durch die Pampa mit wirklich grenzwertigen Fahrerlebnissen… Aber wir kamen heile an und nur 30 Minuten zu spät :-). Später habe ich mir direkt die Live & Unplugged DVD “Von Zaubererbrüdern” gekauft. Es lohnt kann ich nur sagen und ich freu mich schon auf das Konzert Anfang November im Docks Hamburg. Mein Lieblingssong von ASP ist “Und wir tanzten“.

Update 19.09.2012: Gestern noch dazugekommen: Tonbandgerät im Knust Ende November :-). Eine Hamburger Band, welche dieses Jahr den New Music Award gewonnen haben. Da freu ich mich auch drauf und es wird sicherlich ordentlich gefeiert werden.

Dezember: Es geht zu Annett Louisan. Lange nicht mehr mit dieser Künstlerin beschäftigt und ich bin gespannt, sie live zu sehen. Auch auf die Lokalität Fliegende Bauten bin ich gespannt, denn dort war ich auch noch nie und ich lerne wieder mehr von Hamburg kennen. Gleichzeitig wird das sicherlich ein schöner Start in ein Wochenende mit einer Arbeitskollegin, welche mich aus SoHo in Hamburg besuchen wird. Da ich fast nur ihre alten Songs kenne, mag ich “Das Gefühl” immer noch am liebsten.

So das war mein Konzertjahr 2012, auch wenn es noch nicht ganz zu Ende ist ;-). 14 Konzerte in 12 Monaten! Mission complete, auch wenn der Januar und der Juli konzertlos waren.

Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst.
Richard Wagner

 

Veröffentlicht von

Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

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