Into the Wild: Von Hamburg nach Pretzsch und wieder zurück

Letztes Wochenende waren der quibbler_g und ich im Osten…und wenn ich Osten schreibe meine ich Osten, tiefster Osten… Wir waren in Pretzsch. Warum wir da waren? Weil ein sehr guter Freund von uns seinen 30. Geburtstag gefeiert hat.
Losgefahren am Samstag aus Hamburg bei ca. 15 Grad merkten wir schnell, dass eine funktionierende Klimaanlage hilfreich gewesen wäre. 4,5 Stunden bei ca. 32 Grad im Auto – alles andere als eine Wunschvorstellung, aber das perfekte Wetter für die anstehende Geburtstags-Gartenparty. Dafür leidet und schwitzt man doch gerne im Auto :-).  Nebenbei ein wenig “36 Grad” *summ* von Zweiraumwohnung hören brachte dann noch das nötige Sommerfeeling.
Irgendwann wurden wir durch mein Navi von der Autobahn runtergelotst und wir fuhren durch Niemalsland…. Versteht mich nicht falsch, aber da war nichts außer viel Natur, ein paar Straßen, Häuser und viele leerstehende Gebäude. Irgendwie erschreckend ungewohnt… Angekommen in Pretzsch wurden wir freudig empfangen. Auf die Frage, wo denn das Hotel sei, hörten wir: “Ach ein wenig außerhalb. Ihr fahrt besser mit dem Auto hin.”…. Mhh ok alles klar. “Dann bestellen wir uns für den Rückweg ein Taxi.” Aber weit gefehlt: “Taxi? *lauter Lacher*. So was gibts hier nicht.” Aha also kein Taxi, aber was dann? Selbst fahren? Ja selbst fahren, denn “Hier gibts keine Polizei. Hier ist ja nichts. Also könnt ihr auch betrunken mit dem Auto zurück ins Hotel fahren.” AHA…. OKEEE…… Mit dieser Aussage im Kopf fuhren wir dann in das Hotel. Ach ja eine richtige Straße zu dem Hotel gabs übrigens nicht ;-). Nach eine holprigen Fahrt zum Hotel “Golmer Weinberg” wurden wir auch dort sehr freundlich empfangen mit den Worten: “Gehören sie auch zu Spies?” “Äh ja ganz genau….” Sah man uns das etwa an? Scheinbar gabs da nicht soooo viele Gäste von Auswärts ;-). Das Zimmer hatte ein wenig was von Klassenfahrt: klein, altmodisch, aber ganz nett. Interessanterweise war das Bad fast doppelt so groß als das gesamte Zimmer…. Aber gut, irgendwer wird sich bei der Raumaufteilung schon was gedacht haben.
Ausgehungert ging es dann zurück zur Gartenparty. Lecker schmecker Essen gabs da und sogar an mich Vegetarierin wurde gedacht. Gegrilltes Gemüse mit Schafskäse, diverse Salate und Dips. Und das Beste zum Schluss: Marzipantorte!!!! Yippie Yajeah! Dazu gabs dann noch Bier, Cidre und für die ganz Verrückten unter den Gästen Club Mate. Club Mate..igittt…. lecker fand ich das Zeugs ja nicht, aber der Rest war regelrecht süchtig danach. Ich versteh immer noch nicht warum.
Ach und fast vergessen: DAS Geschenk. Für datenbrille gabs einen Himbeerkuchen. Ganz genau, ein echtes kleines Himbeertörtchen. Leider hatten wir bis dato immer noch keine echte Raspberry Pi (nur für Nerds :-D) bekommen :-(… Aber es war schon lustig zu sehen wie datenbrille ein wenig auf dem Schlauch stand und zunächst nicht wusste, wie er das kleine Himbeertörtchen zu verstehen haben sollte. Der zusätzliche Gutschein hat dann doch den “Aha”-Effekt ausgelöst ;-). Und das Himbeertörtchen löste auf jeden Fall beim Verzehr eine Menge Zufriedenheit beim Beschenkten aus – misson complete.

Vollgefressen mit zu viel Marzipantorte saßen wir dann noch bis spät in die Nacht an der Feuerstelle im Garten. Das war wirklich ein schöner Ausklang zu einem gelungenen Geburtstagsabend. Ach ich vergaß zu erwähnen: die kleine Bildershow von Klein-datenbrille bis hin zu Groß-datenbrille hat sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen, wie ich dieses pikante “Bilderwissen” verwenden kann bei der Arbeit *muhahahahaha* :-D.
Wie genau wir dann zurück ins Hotel gekommen sind, verrate ich euch übrigens nicht, aber ihr wisst ja: es gab keine Polizei ;-).
Kurzer Schlaf im watteweichen Bett und los gings zum Frühstück um 11 Uhr. Lecker Kaffee und Brötchen, aber man merkte doch, dass wenig Schlaf und viel “Getränkegut” vom Vorabend bei manchen Gästen Spuren hinterlassen hatten. Mir gings richtig gut und von daher war ich fit für die Heimfahrt… im Gegensatz zum lieben quibbler_g ;-).

Die Fahrt zurück war ähnlich warm und führte uns wieder durch dieses Niemalsland. Ich muss gestehen: War ich FROH danach wieder in Hamburg angekommen zu sein! Zivilisation, Menschen, befestigte Straßen – einfach Leben um einen rum!
Kurz frisch gemacht ging es dann am Abend noch ins Übel & Gefährlich zu “Der König tanzt”. Super Konzert und RTL-Interview dazu. Wer es sehen mag bitte sehr: Der König tanzt und wir rockten mit. Wir sind ganz kurz am Ende zu sehen.
Mein Fazit vom Abenteuerurlaub in den Osten nach Pretzsch: Um die datenbrille zu besuchen gerne wieder, aber mehr auch nicht….. Selbst zum Erholungsurlaub ist es mir dort zu sehr Niemalsland, zu sehr Verfall, zu sehr trostlos, zu sehr ausgestorben…. Hamburg hat mich mit vollem Herzen wieder und es ist ein gutes Gefühl in der schönsten Stadt Deutschlands wohnen zu dürfen :-).
Und weil es irgendwie zum “Reisen” passt, noch ein kleines Zitat von Antoine de Saint-Exupéry zum Abschluss dieses Beitrages:
“Geh nicht nur die glatten Straßen.
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub. ”
Damit sage ich Tschüssie und auf bald :-).

Veröffentlicht von

Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

2 Gedanken zu „Into the Wild: Von Hamburg nach Pretzsch und wieder zurück“

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