Janka gets on Nitro Board

Nitro Mystique
Nitro Mystique

Gestern war mal wieder Snowdome-Time in Bispingen. Das Besondere dabei: Das erste Mal mit dem eigenen Board und eigenen Bindungen!
Gekauft habe ich mir das Nitro Mystique und dazu Burton Stiletto Bindungen. Manche würden nun sagen: “Na ja so wenig wie du richtige Piste fährst lohnt sich das nicht als Anfänger. Die Leihboards tun ihren Dienst genauso gut.”  Und ich sage seit gestern: “Liebe Anfänger, wenn ihr Snowboardfahren gut findet und Spaß daran habt, kauft euch so schnell wie möglich ein eigenes Board! Die stumpfen Leihboards mit den Plastikbindungen sind einfach mal gar nichts.”

Zugegeben: Die Suche nach dem richtigen Board war nicht ganz so einfach und wer mich kennt weiß: Ich bin die Ungeduld in der Person und ich mag nicht gerne warten und lange rumsuchen. Wenn ich was haben will, dann sofort, jetzt und überhaupt! Aber gut, da hier nun doch ein wenig mehr Geld von meiner Seite aus eingesetzt werden musste, habe ich mich natürlich von Fachleuten und Snowboardpros beraten lassen. Aber auch hier gab es viele unterschiedliche Meinungen. Die Jungs von Planet Sports haben mir dann zu dem Nitro Board geraten. Da sie schon bei den Nitro Boots den richtigen Riecher für meine Füße hatten (ähhhh haha Wortspiel ganz ungewollt 😀 ), habe ich ihnen auch bei der Boardberatung vertraut. Es sollte also kein reines Rocker sein, sondern ein Hybrid (rocker und camber vereint). Ich war gespannt, wie mir diese Nitro Gullwingform gefallen würde.

Unabhängig von der fachlichen Beratung hat mir jemand ganz allgemein gesagt und das würde ich gerne jedem Anfänger mitgeben: “Unabhängig, was du dir für ein Board holst: Hauptsache du vertraust dem Board und das Board unterstützt dich bestmöglich beim Fahren. Dann kommst du auch weiter.” Und genauso ist es auch: Egal, was man für ein Board sich kauft: Man muss es einfach wirklich haben und fahren wollen. Denn nur wenn man dem Board vertraut, dann gibt man dem Board nicht andauernd die schuld, dass man stürzt und Fehler macht. Daher habe ich auch davon Abstand genommen, irgendeinen Kompromiss zu kaufen, nur weil er günstig gewesen wäre. Auch wenn ich für 242 € anstatt 360 € mit dem Board ein sehr gutes Onlineschnäppchen geschossen habe :-).

Nun aber zu meinen ersten Erfahrungen mit dem Board: Zunächst hatte ich ein paar Anfangsschwierigkeiten mich an das neue, ganz andere Fahrgefühl zu gewöhnen. Aber nach drei bis vier Fahrten war ich dann wirklich ein wenig geflasht! Die Gullwingform ist einfach geil für einen Anfänger wie mich ohne Talent zum Boarden. Es ist drehfreudig, fehlerverzeihend, sehr leicht vom Gewicht her, besser zu steuern, Kurvenfahren wird dadurch leichter als es mit dem reinen Rocker war. Aber nicht nur das Board, sondern auch die Burton Stiletto Bindungen sind richtig gut. Habe ich sonst minutenlang damit verbracht, die Straps fest zu zurren mit meinem Fäustlingen, dauert es jetzt noch nicht einmal halb solange. Ich habe in der Kombi auch eine viel bessere Verbindung zum Board, weil ich das Highback schräger stellen kann und somit mehr gezwungen werde locker in die Knie zu gehen. Alles in allem: Die Entscheidung für dieses Board und die Bindungen war also absolut richtig und die Investition wert. Ein gutes Board und gute Bindungen machen einen Anfänger zwar nicht zum Superfahrer, aber man lernt besser und vor allem macht es einfach viel mehr Spaß!

Janka on Nitro Board
Janka on Nitro Board

Zu meinem derzeitigen Fähigkeiten kann ich Folgendes sagen: Was ich noch falsch mache bei der Frontsidekurve ist, dass ich noch zu sehr mit dem hinteren Bein rumziehe als dass ich der Kante vertraue (*grummel*…). Aber wenn ich nicht das schnelle Kurvenfahren probiere und brav den Berg in größeren Kurven runterfahre, bewältige ich Bispingen nun auch ohne Stürze, *yeah*. Auch habe ich mich nun endlich alleine in den Sessellift getraut. Den mochte ich nie, wegen des Ausstieges… Bin ich doch immer umgefallen mit nur einem Fuß festgeschnallt *nerv*…. Gestern habe ich dann den Ausstieg bis auf zwei Ausstiege ohne Stürze hinter mich gebracht *puh*. Das zuvor gesetzte Tagesziel: Kurven am Stück ohne Fallen und Sesselliftausstieg schaffen habe ich also erreicht! Strike! Die nächsten Ziele sind: die Frontsidekurve sauberer fahren, an steileren Stücken weniger Respekt haben und locker werden sowie den steileren Wittenburgberg zu bewältigen. Kommenden Dienstag geht es nämlich das erste Mal mit der Uni nach Wittenburg in den Alpincenter. Der Berg dort ist steiler und eine neue Herausforderung für mich Schnee-Newbie. Ich freu mich drauf! Klar wird auch das kein Vergleich zur richtigen Piste und echtem Schnee sein, aber immerhin geht´s im März dann nicht völlig ahnungslos nach La Rosière wie Ende 2013 nach Gargellen. Allen absoluten Wintersportanfängern rate ich daher: Fahrt erstmal in einer Indoorhalle und übt dort anstatt sofort auf die Piste zu gehen.

Und zum Schluss noch ein kleines Video von Jannik (alias Simba *hehe*), der gerade mal drei Jahre fährt und mit Anfang 20 doch recht spät dabei ist (genau DAS ist spät um Pro zu werden). Ich überlege ja immer noch ihm zu schreiben und zu fragen, ob er mir nicht eine Scheibe Talent abgeben mag, die Rampensau die :-D. Viel Spaß beim Zugucken und einen erholsamen Sonntagabend euch allen.

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Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

3 Gedanken zu „Janka gets on Nitro Board“

  1. Oberstorf ist für Training mit Geschwindigkeit echt top. Lange, konstante strecken mit wenig Gefälle. Das hat mir bei der Frontsidekurve an einem Tag voll viel gebracht. Ich hoffe die nächste Saison wird schneereicher.

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