Music is one of my loves – Konzertrückblick 2013

(c) Francesca Visco
(c) Francesca Visco

“Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.”
Victor Hugo

Es ist wieder soweit: Ein Jahr voller Konzerte ist vorüber und auch dieses Jahr habe ich es fast geschafft, mindestens jeden Monat ein Konzert zu besuchen. Angefangen damit habe ich 2011 (Ein Jahr voller Musik) und ich muss sagen, ich werde weiterhin dabei bleiben :-).

Auch dieses Jahr ist der Januar ohne Konzert vorübergegangen und der Juli war leider auch konzertlos. In Summe waren es dieses Jahr fast 30 Konzerte, was u.a. dem Reeperbahnfestival geschuldet ist ;-). 2013 war also definitiv konzertreicher als 2012 und das finde ich saugut!

Februar: 
Los ging das Konzertjahr 2013 am 08.02. mit Enno Bunger und Me And My Drummer im Tower Bremen im Rahmen der TV Noir Reihe. Enno mag ich wirklich sehr gerne und die Fahrt nach Bremen war es für mich wert. Ich habe Enno 2012 das erste Mal bei einem Wohnzimmerkonzert gesehen und seitdem begleitet mich seine Musik durch den Alltag. Me And My Drummer kannte ich vorher nicht. Hier muss ich sagen, dass mir ein paar Lieder gut gefallen haben, der Rest aber in dem kleinen Tower einfach zu laut und teilweise zu “schrill” war. Klar, musikalisch haben sie was drauf, aber ein ganzes Konzert ist dann doch zu viel für meine Ohren gewesen.

15.02. stand dann Torpus & The Art Directors im Molotow an. Geile Stimmung, super Konzertbesucher und die Jungs haben sich sooo schön gefreut über die ausverkaufte Location :-). Das war einfach ein herrlich schöner Abend!

März:
Am 08.03. ging es dann zu Tonbandgerät ins Übel & Gefährlich. Ich kannte bis dahin die Band noch nicht wirklich gut. Das Konzert war sehr schön, viele stimmungsvolle Lieder, die Band wirkt sehr natürlich auf der Bühne. Auch hier war die Stimmung mal wieder hervorragend, da das Übel & Gefährlich ausverkauft und Tonbandgerät über diese Tatsache sehr erfreut war.

Am 29.03. habe ich mir dann noch einmal Enno Bunger als Band auf ihrer Abschiedstour in der Prinzenbar angesehen. Ich sage nur: Einfach Hammer und mal wieder habe ich ein paar Tränen verdrückt. Musik fürs und ins Herz…. Love it!

April:
19.04. stand Bernd Begemann & Die Befreiung im Knust auf dem Programm. War ich Dezember 2012 noch so meeeega begeistert wegen der ausverkauften Location und der super tollen Stimmung, war ich diesmal ein wenig enttäuscht. Klar, Bernd war wieder super lustig, aber das Knust war einfach viel zu leer…. Schade drum…

Am 27.04. habe ich dann das erste Mal in meinem Leben Kettcar live auf dem Holsten Festival gehört. Und dabei betone ich gehört, denn gesehen habe ich auf dem überfüllten Gelände rein gar nichts. Mir war es in Summe auch zu kalt an dem Abend und irgendwie kam diese Konzertstimmung, die ich so liebe, nicht bei mir auf. Mein Fazit: Kettcar gerne noch mal live in 2013 sehen, aber dann auf einem richtigen Konzert mit besserer Soundanlage.

Mai:
Am 24.05. wollte ich eigentlich Torpus in der Millerntor Galerie sehen. Aber leider waren wir zu spät dort und haben nur noch ein paar Lieder mitbekommen. Aber wie immer: Live einfach gut :-).

Am 27.05. gab es dann in der Pony Bar Alles Oskar zu hören. Ich kannte die Band vorher nicht und wollte eigentlich nur in die Pony Bar, weil ich diese noch nicht kannte. Alles Oskar hat mir sehr gut gefallen und der Song “Leiser” hat mich an dem Abend ganz schön gepackt. Es lohnt auf jeden Fall die Band mal live zu sehen. Ein Wohnzimmerkonzert mit denen würde ich auch mal sehr gut finden :-). Ggf. ergibt sich ja mal eine Gelegenheit dazu….

Juni:
Im Juni war ich nur auf einem Konzert: Am 22.06. ging es zu Paramore ins Docks. Manche würden nun sagen “Ach, die Teenieband” und sicherlich war das Publikum in Summe jünger, aber das das Konzert und die Stimmung trotzdem sehr gut. Die Sängerin rockt schon ganz gut die Bühne, für so eine kleine und zierliche Persönlichkeit.

August:
Der Juli war dann konzertfrei. Der August dann umso schöner mit Konzerten und einigen Veränderungen im Leben: Neue Freunde, Zusage zu einem neuen Job in Hamburg ab Oktober und überhaupt noch ein wenig mehr schöne Sachen, die so passiert sind :-).

Am 03.08. sind wir alle zusammen mit dem Rad nach Stade zum Müssen alle mit Festival gefahren. Das war wirklich ein unerwartet toller Tag: nicht unbedingt wegen der Bands, sondern eher wegen der gesamten schönen Stimmung und der Leute, mit denen ich unterwegs war. Die Radtour war einfach klasse, das Wetter top. Als der kurze Regenschauer kam, saßen wir gerade zum Frühstück im Kirschenhof. Angekommen in Stade gab´s erst einmal ein Sonnenbad auf der grünen Wiese und ein leckeres kühles Bier dazu. Um 14 Uhr ging das Festival dann los. Ich muss aber zugeben, dass ich mich mehr unterhalten habe als konzentriert der Musik gelauscht. Erst, als das Abschlusskonzert mit Kettcar begann, habe ich mich dann nach vorne zur Bühne begeben :-). Gespielt haben Kettcar, Turbostaat, Naked Lunch, Me and My Drummer, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und Tusq.

So schön der Tag auch war: Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings: 1. Das Essen. Sorry, das einzige vegetarische/vegane war überteuertes gebratenes und viel zu fettiges Gemüse. Das war irgendwie nicht so pralle und einfach nur Pommes gab es leider auch nicht. 2. Das Festivalende war für die Leute, die mit dem Zug oder S-Bahn zurück mussten, einfach zu spät. Um die letzte S-Bahn noch zu bekommen, mussten wir vor Ende der Zugabe das Festivalgelände verlassen. Das war recht schade und ggf. kann dies 2014 anders organisiert werden.

Am 24.08. habe ich dann noch recht spontan und ungeplant Sonic Avalanche im Freundlich+Kompetent gesehen. Das war wieder ein unerwartet schöner, guter und langer Abend :-). Einfach mal spontan hingehen und gar nicht wissen, dass da so eine gute Band spielt. Ggf. war sie auch deswegen so gut, da ich keinerlei Erwartungen an die Musik hatte, denn wegen eben dieser war ich an dem Abend nicht dort ;-).

September:
Der September war dann der musikalischste Monat in 2013. Das habe ich vor allem dem Reeperbahnfestival zu verdanken, bei dem ich dieses Jahr das erste mal war.

Am 18.09. ging es zunächst los mit einem Wohnzimmerkonzert in Olderup (nahe Husum). Marius Ziska, ein Singer Songwriter von den Färöer-Inseln. Schön wars, wenn auch ein wenig kurz. 45 Minuten Konzert, dafür aber fast zwei Stunden Anreiseweg (wohlgemerkt eine Strecke). Marius kann ich aber trotzdem jedem empfehlen und wenn er 2014 in Hamburg spielt, werde ich ihn mir wieder ansehen :-).

Am 23.09. war ich dann mit vielen lieben Menschen bei Intergalactic Lovers mit Support Nicole Milik im Molotow. Ach, DAS war wirklich toll! Mal wieder schwer in Worte zu fassen diese Abende, bei denen man einfach von der Musik, der Stimmung und den Menschen bezaubert wird. Intergalactic Lovers lohnen! Und die süße Nicole verzaubert wirklich auch alle :-).

Am 25.09. habe ich dann mein erstes Sofar Hamburg Konzert mit Luisà, Torpus & The Art Directors, Ella vs. Mountain und Fiona Daniel miterlebt. Herrlich wars: Tolle Musiker und sogar vegane Cupcakes von Königlich Süß gab es zur Verköstigung :-). DAS hat sich definitiv gelohnt und für mich stand fest: Für die nächste Sofar Hamburg Session werde ich versuchen, wieder einen der begehrten Plätze zu ergattern. Wer Sofar noch nicht kennen sollte: Das Konzept ist schnell erklärt: 3-4 Bands spielen 3 Lieder in einem kleinen Rahmen von 30-40 Leuten. Meistens in einem privaten Wohnzimmer oder wie dieses mal in einem Fotostudio. Songs from a room eben. Sofar hat den Ursprung in Amerika und hat mittlerweile auch den Weg nach Deutschland gefunden. Auch in Berlin z.B. finden Sofar-Session statt. Wer über neue Sessions in Hamburg informiert werden mag, trägt sich einfach für den Newsletter zur gewünschten Stadt ein.

Dann kam das Reeperbahnfestival vom 26. bis 28.09. Nach 5 Stunden Tattoositzung ging es dann zwar völlig fertig, aber glücklich weiter mit der musikalischen Woche. Gesehen habe ich: Kate Nash (schräg…), Tubbe (Hammer!), ein paar Minuten James Blunt (gruselig, nichts für mich), Die Rakede (Geilo!), The Strypes (Teenager rocken die Bühne wie Erwachsene), Kettcar (schönes Abschlusskonzert), Lùisa (gesehen zuvor auf dem Sofar Hamburg), Rob Lynch (hachz….), SEA + AIR (nach einer Weile anstrengend gewesen, aber Top-Musiker), Satellite Stories (richtig gut), ein wenig Alin Cohen Band (auch sehr gut, möchte ich gerne nochmal live sehen), ein wenig Ruen Brothers (sehr cool, sehr rockig), Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi (nicht so wirklich meine Musik, muss man nicht gesehen haben).

Oktober:
Der Oktober startete dann mit einem erneuten Wohnzimmerkonzert in Olderup. Staring Girl spielte dort am 13.10. und wer sich erinnern kann: Staring Girl ist die Band, mit der ich mein allererstes Wohnzimmerkonzert erlebt habe (2012 auch in Olderup). Die Band hat 1,5 Stunden (Yeah!) gespielt und durch das erste Konzert kannte ich viele Lieder schon, was ich sehr schön fand. Staring Girl lohnt und ich hoffe, dass es 2014 ein neues Album geben wird.

Am 19.10. gab es mal ein wenig andere Musik auf meine Ohren: Klassik meets Elektronisch bei Urban string. Experimentell, mal was neues. Für Zwischendurch wirklich eine willkommene Abwechslung zu den normalen Konzerten. Aber man muss sich darauf einlassen und in dem Fall Adorno kennen :-). Fazit zu diesem Klassikausflug: Gerne immer wieder, aber nicht jeden Monat ;-).

November:
Drei Konzerte gab es dann im November: Am 08.11. das Ramba Zamba Festival vom f+k, am 16.11. Jimmy Eat World und am 17.11. mal wieder Enno Bunger.

Ramba Zamba war wirklich richtig gut, was aber auch im Allgemeinen an der schönen Feierlaune lag, in der wir waren. Rumgehüpft und sehr viel Spaß gehabt bis in die Nacht! Und Die Rakede (Whoop whoop!) sowie Puppetmastaz (Star Wars forever!) haben am meisten gerockt. Neben den beiden Bands haben noch Eljot Quent und Great Elk.

Jimmy Eat World im Docks war ausverkauft, spaßig und voll guter Stimmung. Auch wenn ich nur vier Lieder kannte, war es wirklich sehr gut. Die Band hat einfach Spaß auf der Musik und das überträgt sich immer positiv auf das Publikum.

Enno Bunger kam dann direkt am darauffolgenden Tag. Mal wieder Enno, aber mal wieder ganz anders! Klar, die Lieder waren fast die gleichen, aber der Sound wieder ein ganz anderer. Enno hat diesmal mit der Band  Woods of Birnam (4 Musiker kommen von Polarkreis) gespielt. Das hat wirklich sehr gut gepasst und ich hoffe, dass Enno und Woods of Birnam noch ein wenig mehr zusammen machen werden. Das neue Album von Woods of Birnam bin ich sehr gespannt, es wird 2014 rauskommen… Also noch ein wenig warten…

Dezember:
Der Abschluss 2013 bildete mein zweites Sofar Hamburg Konzert am 11.12.13. Geiles Datum, wie ich übrigens finde. Dieses mal fand das Konzert in einer kleinen, aber schnuckeligen Wohnung statt. Da die Sänger diesmal allesamt solo unterwegs waren, der perfekte Rahmen. Gespielt haben Peter Paasch (Tanzhörspiele), Spaceman Spiff (Es lebe Han Solo 😀 ) und Thea Hjelmeland (very special in everything). Schön wars :-)…. Ich mag ja diese kleinen Rahmen von 30-40 Leuten, bei denen man den Künstlern so nah ist. Die nächste Sofar Session wird Anfang 2014 stattfinden und auch dann werde ich wieder versuchen, einen der begehrten Plätze auf der Gästeliste zu bekommen. Wer übrigens in seiner Wohnung auch gerne mal ein Sofar Hamburg Konzert hätte, der kann sich jederzeit gerne bei den Verantwortlichen melden (bjoekoe[at]googlemail[dot]com). Auf dem Youtube-Kanal findet ihr auch immer Auszüge aus den Konzerten, wobei bisher nur die ersten zwei Sessions dort zu finden sind.

Euch allen schon einmal erholsame Feiertage und einen guten Rutsch, falls ich nicht mehr zum Schreiben kommen sollte. Denn direkt nach Weihnachten geht es für mich direkt in meinen allerersten Snowboardurlaub! Ich bin richtig gespannt, wie ich das so hinbekommen werde. Ich habe schon gehört, dass der Muskelkater ab dem 3. Tag alles andere als schön sein soll… Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt. Aber da ich mit sehr lieben Menschen fahren werde, werde ich sicher trotz aller Kater einen sehr schönen Urlaub und ein sehr schönes Silvester haben.

Zum Abschluss noch ein kleiner Song von Sophie Hunger “Walzer für Niemand”, Warum ausgerechnet der Song? Keine Ahnung, irgendwie war er plötzlich da und musste hier rein….

“Niemand, keiner kennt mich wie Du.
Unbedingt, ich geb alles zu.
Keine Enttäuschung, kein einziges Mal.
Aber Dir ist eh alles egal.”

Veröffentlicht von

Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

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