Fastenzeit 2015 – Diesmal ein wenig anders

Alle Jahre wieder ist die Fastenzeit da und eigentlich nutze ich diese Zeit, um auch für mich vier Wochen lang ein paar Fastenregeln aufzustellen. Bewusster Verzicht tut mir gut und empfinde ich somit als wichtig.
Dieses Jahr hatte ich eigentlich vor, die Regeln noch ein wenig straffer zu machen, aber nun habe ich mich recht spontan dagegen entschieden. Nicht, dass ich die Disziplin nicht habe oder ich zu faul bin, aber im Juli werde ich das erste Mal in meinem Leben an einem Triathlon teilnehmen und hierfür ab Ende April in einer Gruppe trainieren. Das Rookieprogramm geht drei Monate und bedeutet fünf mal die Woche Training, davon drei Einheiten am Wochenende (mehr Details dazu werde ich in einem gesonderten Beitrag schreiben). Das Training wird hart genug und der dreimonatige Verzicht auf ein frei gestaltbares Wochenende und Ausschlafen wird sicherlich auch nicht leicht werden. Zudem wird das Schwimmen für mich eine große körperliche, vor allem aber eine sehr große mentale Herausforderung werden. Die Zeit, die ich bis dahin habe, mag ich nicht mit totalem Verzicht erleben. Ich werde folglich die Fastenzeit zar mitmachen, aber ein wenig entspannter als noch in 2014. Ich werde wie immer auch erst nach meinem Snowboardurlaub starten, da ich grundsätzlich im Urlaub nicht fasten mag. Ich starte daher erst am 09.03. und beende sie am 06.04., damit ich die für mich üblichen vier Wochen voll bekomme.

Hier sind nun meine Regeln in 2015:

  • Es gibt dieses Mal Ausnahmen, die ich fest definiert habe. Das heißt aber nicht, dass ich diese “Joker” wirklich nutzen werde. Außerhalb der Joker-Tage ist sündigen tabu oder kostet das Sündengeld von 25 Euro pro Sünde.
  • Keinerlei Arten von Süßigkeiten und ungesundes Knabberzeugs: Keine vegane Schoki, Gummizeugs, Eis, Kuchen, Müsliriegeln und auch keine Chips und Co. Es gibt hier nur EINE Ausnahme, die ich mir offenhalten mag: eine Geburtstagsfeier am 05.04.
  • Kompletter Alkoholverzicht, außer an den jetzt schon von mir festgelegten Tagen/Begebenheiten: 11.-12.03. Belgrad, 28.03. Wild&Style Back in Town Party, Geburtstagsfeier 05.04.. Aber auch hier gilt: ich halte es mir einfach nur offen.
  • Keine Limonaden wie Cola, Fanta, fertige künstliche Apfelsaftschorle etc. (gesunde bzw. frisch gepresste Fruchtsäfte, Schorlen sind aber ok)
  • Kaffee nur noch am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag jeweilse einer. Tee hingegen ist erlaubt, aber kein schwarzer.

Falls ich sündigen sollte, geht die Spende wie immer an Viva con Agua.

Ich kann die Fastenzeit jedem empfehlen, auch wenn ich dieses Jahr ein paar feste Ausnahmen definiert habe. Mir hilft es doch immer wieder, sich auf sich selbst zu besinnen.

Allen, die die Fastenzeit mitmachen, wünsche ich viel Durchhaltevermögen :-).

Fazit Ende Fastenzeit 2014

Cheers!

Alles hat ein Ende auch die Fastenzeit… Es ist mal wieder an der Zeit zu gucken, was ich denn so für Sünden begangen habe :-).
Laut meinen leicht modifizierten Regeln muss ich sagen, war ich dieses Jahr besser als die zwei Jahre zuvor. 25 Euro werde ich spenden an Viva con Aqua. Davor die Jahre waren es immer 50 mit zwei begangenen Sünden.

Was mich dieses Jahr hat sündigen lassen: Das kleine, aber sehr feine Husum Harbour Festival im Speicher Husum vergangenes Wochenende. Es gab schöne Musik, sehr viele nette Leute und das unwiderstehliche Flens in der Jubiläumsedition. Ja die Flasche Bier war an dem Abend dann doch diese eine Sünde wert. Zudem wollte ich zumindest dieses Jahr wieder etwas spenden und dann konnte ich ja auch eine Sünde begehen ;-). Ja ich weiß, ich hätte ja auch standhaft bleiben können und trotzdem das Geld spenden, aber an dem Abend wollte das Jubiläumsbier mit dem schönen Plöpp-Verschluss einfach getrunken werden. Nächstes Jahr Husum übrigens gerne wieder, auch gerne wieder sündhaft ;-). Das kleine Festival lohnt sich wirklich, um an dieser Stelle ein wenig die Werbetrommel zu rühren. Neben der lockeren und entspannten Atmosphäre am Samstag Abend, war mein besonderes Highlight die Akustik-Brunch-Session mit Dangers of the Sea am Sonntag Vormittag. Schöne Musik am Morgen vertreibt eben Kummer und Sorgen. Everything will be alright, könnte man auch sagen.

Everything will be alright
Everything will be alright

2015 geht es dann weiter mit erneut modifizierten Regeln. Ich habe nämlich festgestellt, dass meine Regeln Schwächen aufweisen und das sind z.B. Müsliriegel ohne Schokolade. Die werden nächstes Jahr auch gestrichen, denn das war irgendwie meine heimliche Ersatzdroge für “Bock auf Süßes!”. Auch Erdnussbutter wird mit aufgenommen. Fieses süchtig machendes Zeugs das :-D.

So aus die Maus, denn der Berg ruft! Aufstehen, frühstücken und den Stubaier Gletscher unsicher machen. Bericht folgt garantiert! Bis dahin frohe Ostern euch und erholsame freie Tage :-*

Fastenzeit 2013

Ab morgen ist es eigentlich wieder soweit: Die Fastenzeit 2013 beginnt mit dem 13.02 und endet mit dem 30.03.2013. Auch dieses Jahr werde ich wieder mitmachen, auch auch dieses Jahr wieder verspätet nach meinem Geburtstag. Meine persönliche Fastenzeit startet also erneut am 27.02.2013 und endet am 30.03. um 24 Uhr. Der einzige Unterschied zum letzten Jahr: ich ziehe die Fastenzeit alleine durch. Daher gibt´s auch niemanden am Ende, der das Doppelte drauf legen muss, wenn er am meisten gesündigt hat ;-). Aber wenn jemand Bock drauf hat, nehme ich gerne einen “Leidensgenossen” hier mit auf :-).

Die Regeln sind wieder die vom letzten Jahr:

  • Keinerlei Art von Süßigkeiten und ungesundes Knabberzeugs: Keine vegane Schoki, Gummizeugs, Eis, Kuchen und auch keine Chips und Co.
  • Kein Alkohol
  • Keine Limonaden wie Cola, Fanta, fertige Apfelsaftschorle etc. (gesunde Fruchtsäfte sind aber ok)
  • Kaffee maximal eine Tasse pro Tag
  • Es gibt keine Ausnahmen, egal ob Geburtstage, Familienfeiern, Konzerte oder sonst was in der Art.

Was passiert, wenn man sündigt:

  • Oberstes Ziel sollte, trotz der guten Spendenabsicht, IMMER das Nichtsündigen sein!
  • 25 Euro pro Sünde (egal, wie “klein” der Bruch ist, auch ein Nippen oder Abbeißen zählt schon als Sünde)

Falls ich sündigen sollte, geht die Spende an Viva con Agua.

Na dann heißt es nun die Tage bis zum 27.02. noch genießen und vor allem aus meinem Geburtstagskurztrip einen kleinen Schlemmertrip zu machen. Zum Valentisntag gibt es dann noch vegane Cupcakes von Königlich süß. Meine aller ersten Cupcakes wohlgemerkt :-).

Habt euch lieb und auf bald!

 

Abrechung: Ende der Fastenzeit

Einige der Leser erinnern sich vielleicht an unsere Fastenzeitaktion: In der Fastenzeit bestimmte Sachen nicht essen und jede Sünde kostet 25 Euro Spendengeld. Mehr erfahrt ihr im Originalartikel “Über Zürich, Schlemmen, Bio, Essensumstellung und Fasten“. Nun, am 08.04.2012, ist es soweit. Der Tag der Abrechung ist gekommen.
Fazit: Wir haben jeweils 1 mal gesündigt. Das bedeutet Gleichstand und 25 Euro für jeden. Ich spende also an das Kinderhospiz Löwenherz 25 Euro und das Subwort an Viva con Aqua 25 Euro.
Aber wie kam es zu den Sünden? Eigentlich haben wir beide sehr gut ohne ausgehalten, aber dann gab es doch diese zwei Ausnahmen.
Als erster hat das Subwort gesündigt. Grund war der leckere Kirsch-Nuss-Kuchen in Gretchens Villa. Auslöser war aber wohl eher ich. Ich war den ganzen Tag schon nölig, sprunghaft, leicht von mir selbst angenervt. Ich hatte Bock auf Schokokuchen, durfte aber nicht. Frauen wissen was ich meine, wenn man als Frau einmal im Monat plötzlich soooo einen Appetit auf Schoki hat ;-). Aber mein Ehrgeiz nicht zu sündigen stand mir im Weg und hat mich noch unleidlicher gemacht. An Marcus Stelle hätte ich mich selbst glaube ich stehen gelassen oder mir den Kuchen zwangsweise in den Schmollmund gestopft :-D. Aber er wählte eine andere Strategie, nämlich die des Voressens. Hat leider nichts gebracht und ich verschmähte den lecker Schoko-Käse-Kuchen, der mich vom Tresen her anlächelte. Damit war Sünde Nummer 1 durch das Subwort begangen, während ich standhaft blieb.
Meine Sünde entstand dann aus einem totalen Frust heraus. Hatte ich schon Tage vorher immer wieder das Bedürfnis auf Schokolade, kam es am 04.04. zu einer Situation, in der ein Schokoriegel meine letze Rettung war: Ein 16 km Stauf auf der A2 bei Lauenau. Pünktlich von der Arbeit um 17 Uhr 30 losgefahren, stand ich schnell im Stau. Und wenn ich “stehen” schreibe meine ich auch “stehen”…. Nach gefühlten 5 Stunden ging es dann weiter und am nächsten Rastplatz machte ich halt. Völlig gefrustet tankte ich und kaufte mir einen Lion White an der Kasse. Eigentlich wollte ich ihn nur “besitzen” und anstarren, jedoch nicht essen. Aber nach 30 Minuten Autofahrt machte meine Hand sich selbstständig und schob den Riegel in meinen Mund, der mich wie meine Hand im Stich ließ und sich noch nicht einmal wehrte. Damit wars besiegelt, die Sünde begangen. Und ehrlich gesagt: Der Riegel war geil und die Sünde in dem Moment ein MUSS. Meine Laune wurde schlagartig besser und der Stau war vergessen.  Wer konnte ahnen, dass ich in Hamburg dann noch eine weitere Stunde nach einem Parkplatz suchen musste. Bis ich schließlich mit Sack und Pack in meiner Wohnung war, war es 23 Uhr 30. 6 Stunden Frust und nur 1 Schokoriegel halte ich daher für vertretbar ;-).
Mein Fazit der Aktion in Summe: Es lohnt sich, wenn man sich mal darauf besinnen will, WAS man alles so isst. Man lernt wieder, dass Verzichten gar nicht so schwer ist. Nach der Fastenzeit werde ich für meinen Teil bestimmte Dinge beibehalten: keine Softdrinks mehr, maximal 1-2 Kaffee am Tag, kein Fastfood (meint z.B. Pommes und Veggieburger bei MC Donalds und nicht selbstgemachte Fries und Veggieburger in einem guten Restaurant). Kuchen, Kekse, Schokolade, Joghurt Gums und auch mal kleine Knabbersachen werde ich weiterhin essen. Aber es muss was “Besonderes” bleiben und nicht zur Regelmäßigkeit werden.