Meine erste Radtour durch Hamburg

Janka und ihr Rennrad
Mein Rennrad und ich

„Menschliche Gradlinigkeit ist nicht immer der kürzeste Weg zum Ziel.“ (Stanislaw Jerzy Lec)

Am Sonntag bin ich das erste Mal mit meinem Freund und meinem neuen Rad ein wenig durch Hamburg gefahren. Es ist weniger schlimm geendet, als ich zuvor erwartet hatte. Wer mich kennt: ich bin ein Tollpatsch und wenn einer sich verletzt, dann bin ich das wohl. Komisch, dass ich mir noch nie was gebrochen habe, aber blaue Flecken, Schnittwunden und Aufschürfungen sind fast immer an der Tagesordnung. Aber bis auf einen blauen Fleck am Knie und an der Hand bin ich unversehrt abends daheim wieder angekommen. Mehr als ich erwartet habe :-D.

Zunächst ging es mit dem Rad Richtung Schanzenviertel, um mich ein wenig warm fahren zu können. Ich saß schließlich knapp 10 Jahre nicht mehr auf dem Rad. Man verlernt es zwar nicht, aber ich war doch extrem unsicher….. Und klar habe ich mir direkt am Anfang einen blauen Fleck an einem Straßenpoller geholt, weil ich mich mit dem Bremsen verkalkuliert hatte :-D. Nach dem kleinen Schreck einen Café beim Elbgold geholt und weiter gings danach Richtung Park Fiction. Dort war ich zuvor noch nie. Wieder ein Punkt in Hamburg, den ich an dem Tag das erste Mal gesehen habe. Sehr gemütlich dort, aber im Sommer sicher mehr als überfüllt. Danach fuhren wir weiter zu StrandPauli auf ein Astra. Nummer zwei auf der Liste: Janka war noch nie dort. Und zu Bier und Musik kam dann auch die Idee für ein neues Tattoo. Jaaaaaaa ich weiß, immer ist es das letzte mal, aber diesmal habe ich mich in ein Zitat von Antoine Laurent de Lavoisier verliebt. Die Idee ist da, aber das Tattoo dazu muss noch “wachsen”. Aber ich freu mich jetzt schon, wenn ich es irgendwann auf der Haut haben werde.

Da ich mich sonst in Hamburg immer nur mit dem Auto oder den Öffentlichen bewegt habe, habe ich schnell gemerkt, dass Hamburg mit dem Rad erkunden um vieles Schöner und einfacher ist. Ich war jedoch froh, dass mein Freund sich auskennt, sonst hätte ich mich sicher hoffnungslos verfahren. Navigation, links und rechts. DAS ist nicht so meine Stärke ;-).

Nach den zwei Astra fuhren wir weiter durch die Hafencity Richtung Außenalster zu einem kleinen Open Air, um den Tag mit Musik ausklingen zu lassen. Schön wars….. Nicht nur das Chillen an der Außenalster, sondern der gesamte Tag! Dafür habe ich sogar meinen Spinningkurs und das Laufen sausen lassen und das will schon was heißen.

Ich liebe mein neues Rad und das Vorhaben, den Oldtimer umzulackieren, habe ich auch gekippt. Der Originallack mit den Aufklebern und den Gravuren ist einfach geiler und das Rad hat viel Charme. DAS möchte ich nicht verlieren. Daher werde ich nur die fiesesten Lackschäden ausbessern lassen und das schöne blau mit dem Chrome so belassen wie es ist. Ich freu mich auf die viele Sonnentage, die ich Hamburg mit dem Rad erkunden werde. Ende April werde ich dann meine erste Critical Mass mitfahren. Dann werde ich mal mit einer derjenigen sein, die den Leuten zulachen können, wenn diese 10 Minuten an der Straße stehen und wegen der Radmasse nicht rüberlaufen können *muhahahaha* :-D.

Neuland – Radfahren in Hamburg

Ein Rennrad wollte ich mir schon länger kaufen, aber wie das oft so ist mit diesen Vorhaben, wenn sie nur halbherzig angegangen werden: man denkt drüber nach, macht aber nicht. Aber mit der neuen Liebe kam dann nun auch das neue Rennrad ins Haus :-).

Und das hier ist das gute Stück: Ein Kondor Rennrad aus den 70ern. Nicht mehr Original und mit recht vielen Kratzern im Lack, aber ein sehr gutes Rad, um es ein wenig zu pimpen.

Was wird also alles anders werden?

  • die Rahmenfarbe wird Fuchsia, Elemente wie der Lenker oder das Vorderrad Dunkelorange
  • der Sattel muss neu
  • das Vorderrad wird getauscht
  • das Lenkerband kommt neu
  • und was demjenigen, der es umsetzen wird, noch so einfällt 😉

Ich bin gespannt, wie das Rad dann fertig aussehen wird. Denn ich werde es auch erst dann zu Gesicht bekommen. Bis auf die Farbwahl, die ich festgelegt habe, hat der Radexperte freie Hand. Wenn es fertig ist, werde ich natürlich das Ergebnis hier im Blog voller Stolz und geschwellter Brust vorzeigen. Und ab dann heißt es dann: Bei gutem Wetter draußen rennradeln und Hamburg mal anders kennen lernen als über die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem werde ich dann mal bei der Critical Mass in Hamburg mitfahren.

Kurzer Exkurs: Wenn es in diesem Beitrag schon um Räder geht, verlinke ich hier noch das Projekt von Till Gläser und Björn Lexius namens “WE ARE TRAFFIC“, welches Radfahrer in Hamburg porträtiert. Tolle Idee, tolles Projekt, tolle Fotografen!

Und mit meinem neuen Rad werde ich dann getreu nach dem Motto leben: “Wer später bremst, ist länger schnell.” 😀