Rookietagebuch – Woche 2 auf dem Weg zum Triathlon

Hinfallen ist keine Schande, nur liegen bleiben!

Auch in der zweiten Woche wurde noch die “Basis” angegangen. Lockeres Lauftraining, sicheres Radfahren in der Gruppe lernen und beim Schwimmen weiter versuchen, nicht in Schwimmhektik zu geraten. Gut andere lernen da auch Kraulen ;-).

Montag früh ging es für mich um 6 Uhr aus den Federn. Warum? Um 7:30 Uhr musste ich am Beckenrad stehen zu meinem zusätzlichen Kraulkurs für Einsteiger. Der Kurs war ok, aber es ging mir zu schnell. Zu viele Übungen, zu viele Techniken auf einmal. Ich hoffe, dass sich dies noch verändern wird. Abends habe ich mich dann überreden lassen, wieder in die Schwimmhalle zu gehen. Einfach ein wenig die Übungen aus dem ersten Rookietraining wiederholen und mehr Wassergefühl zu bekommen. Zweimal an ein und dem selben Tag schwimmen gehen, das hätte ich mir vor ein paar Monaten auch nicht vorstellen können.

Dienstag habe ich dann kurzerhand die Unterlagen zur Aufnahme in den Triabolos Triathlon Verein versendet. Nach einer Woche war mir schnell klar, dass ich auch nach der Zeit im Rookie Programm weiterhin für einen Triathlon trainieren möchte.

Der Mittwoch ließ zunächst böses Regenwetter erahnen. Aber allen enteBefürchtungen zum Trotz, hörte es passend zum Lauftraining auf zu regnen. Die Triathlongötter waren mit uns uns beglückten uns zudem mit einem tollen Regenbogen. Das Laufen war wieder sehr locker zum Aufbau bzw. Erhalt der Grundlagenausdauer. Beim Dehnen besuchte uns dann noch ein schnatterndes Entenpaar.

Am Donnerstag begab ich mich dann nach der Arbeit in den Specialized Concept Store zum Workshop “Womens Bikeworkshop Part 1 – Wie besiege ich einen Platten oder Schlauchwechsel leichtgemacht”. Davon habe ich nämlich keine Ahnung und das finde ich persönlich nicht gut. Wenn ich schon fahre, dann möchte ich das auch können. Und sollte ich einen Platten beim Triathlon haben, dann kann ich deswegen ja auch nicht einfach aufgeben. Ich muss definitiv ins Ziel kommen! Organisiert wurde der Workshop von Cecilia, ehemaliger Triabolos Rookie und Wechselzeiten-Star. Zusammen mit 13 weiteren Frauen lernte ich Reifen zu wechseln, das Rad ausbauen und vor allem die Scheu davor zu verlieren, einen platten Reifen selbst zu wechseln. Einmal im Monat soll nun diese Art Workshops für Frauen angeboten werden. Ich finde dies ist eine großartige Idee und Part 2 werde ich auf jeden Fall auch besuchen, wenn es meine Zeit zulässt.

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Freitag im Lauf-ABC wurden die Übungen erweitert und neue Reize auf dem Weg zu einem schönen Laufstil gesetzt. Es lief ganz gut, aber ich laufe immer noch zu raumgreifend, wenn ich schneller werde. Da ist noch Luft nach oben!

Samstag Schwimmen war mal wieder ein wenig ernüchternd für mich. Atmen, Arme, Beine und das alles zusammen klappt bei mir nicht. Sobald ich an alles denken muss, schlucke ich Wasser, atme falsch ein, werde hektisch, verliere den Rhythmus und gehe unter. Die Hoffnung, dass es bei mir schon nach zwei bis drei Trainingseinheiten klick macht, habe ich aufgegeben. Aber da Hinfallen keine Schande ist, sondern nur liegenbleiben, versuche ich mich nicht entmutigen zu lassen. Das wird schon, irgendwie, irgendwann. Und wenn nicht zum Triathlon, dann eben danach.

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Daumen hoch für die zweite Woche

Zur heutigen Ausfahrt waren uns die Wettergöttern nicht mehr so gewogen. Kälte, Regen, starker Wind begleiteten uns die erste Stunde der Fahrt. Mit dem Gegenwind hatte ich ein wenig zu kämpfen, aber es lief in Summe sehr gut. Ich war mit der Entscheidung, in die schnellere Gruppe zu wechseln, sehr zufrieden. Ein wenig unschön und auch nervig war dann mein unnötiger Sturz, da ich nicht aus de Klickpedale gekommen und dann zur Seite weggekippt bin. Der Klassiker eben. Knie lädiert, blau und dick, meine Daumenkuppe abgesäbelt (wie auch immer ich DAS geschafft habe *grübel*). Ich musste ja ein wenig lachen, dass sich mein gestern eingefügtes Anfangszitat heute so wortwörtlich erfüllt hat. Dies sollte sich auf das Schwimmen beziehen, aber irgendwie ist daraus ein “Proof of concept” auf dem Rad geworden. Jetzt habe ich leider eine Woche Schwimmverbot und das heutige Athletiktraining muss wegen des geschwollenen Knies auch ausfallen. Nun heißt es Daumen drücken, dass ich Mittwoch wieder mitlaufen kann und mein Daumen bis Samstag wieder chlorwassertauglich ist. Trotz dieses unnötigen Sturzes Daumen hoch für Woche zwei! Und danke auch an die Trainer, insbesondere an Ulli, der mich und mein Faggin in sein Auto zum Arzt gefahren hat :-).

Mein Fazit für Woche zwei: Ich bin zu ungeduldig mit mir selbst und mache mir zu viel Sorgen, weil ich Probleme mit dem Kraulen habe. Ich will zu viel auf einmal und genau das steht meinem Lernerfolg eher im Weg als das es mich weiterbringt. Persönliche Aufgabe für die dritte Woche lautet also: Ruhe und Gelassenheit reinbringen. UND natürlich daran denken, dass man auch den linken Fuß rechtzeitig ausklicken muss oder eben nicht nach links umkippen darf :-D.

Rookietagebuch – Woche 1

“That some achieve great success
is proof to all, that others can achieve it as well.”
Abraham Lincoln

Da schon die zweite Rookiewoche gestartet ist, wird es höchste Zeit, dass ich die allererste Woche kurz Revue passieren lasse: Alle haben die sieben Stunden Training mit sehr viel Spaß erfolgreich absolviert. Es gab keinen wesentlichen Ausfälle, die Facebook-Rookiegruppe ist nicht voller “Mein Muskelkater bringt mich um”-Posts, das Wetter war ein Traum! An dieser Stelle ein großes Lob an die Trainer: Ihr habt alles richtig gemacht zum Start! Keiner wurde überfordert und alle, die zu viel auf einmal wollen, wozu ich leider auch gehöre, mussten sich bewusst zurücknehmen.

Am letzten Mittwoch haben wir einmal die Alster im entspannten Tempo (6er pace pro Kilometer) umrundet. Dies musste aber nicht jeder machen, denn jedes Training wird unterteilt in Leistungsniveaus. Da Laufen meine stärkste Disziplin ist, ging ich auch in die schnellste Gruppe. Wir konnten uns alle noch gut unterhalten, denn die erste Woche sollte vor allem auch zum Kennenlernen dienen.

Am Freitag ging es dann mit dem Lauf-ABC weiter. Dort absolvierten wir diverse Übungen, welche unseren Laufstil ökonomischer machen sollen. Lehrreichste Lektion für mich: Schultern entspannt mitschwingen lassen.

Samstag kam dann meine schwächste Disziplin an die Reihe: das Kraulschwimmen. Ich ging also in die Anfängergruppe, um dort festzustellen, dass ich dort der Anfänger unter den Anfängern bin. Challenge accepted! Zumindest gegen mich selbst und meinen Kopf, gegen die Angst im Wasser keine Luft zu bekommen und gegen die Hektik. Aber mir wurde auch schnell klar, dass ich mit einmal pro Woche Kraultraining nicht weit kommen werde. Hier muss ich also Sondereinheiten einlegen, so dass ich zwei- bis dreimal in der Woche in der Alsterschwimmhalle sein werde, um die Übungen aus dem Training zu wiederholen. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht irgendwann eine vorbildliche Wasserlage haben und meine Schnappatmung ablegen werde.

Am Sonntag morgen ging es dann zur ersten Ausfahrt an den Deich. Dort in die schnellste Gruppe mich einzusortieren habe ich mich nicht getraut. In der mittleren Gruppe war das Tempo in Ordnung, der Fokus lag auf dem sicheren Gruppenfahren und das Anwenden der Zeichen, die man verwendet, um z.B. auf Gefahren und Hindernisse hinzuweisen. Wir sind ca. 40 km weiter gefahren bei einem 25er Schnitt. Ich fand es also sehr entspannend. Der regelmäßige Spitzenwechsel führte auch dazu, dass ich endlich mal mit vielen anderen Rookies ins Gespräch gekommen bin. Das wäre bei einem 30er Schnitt nicht mehr so möglich gewesen ohne dass die Konzentration darunter gelitten hätte. Von daher war ich mit der Wahl für die erste Woche voll zufrieden, werde aber ggf. in der kommenden oder darauffolgenden Woche die schnellste Gruppe austesten. Vielleicht eine Nummer zu hart, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, weder in der Liebe, noch im Sport.

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Sonne und gude Laune bei er ersten Ausfahrt am Deich

Abends erwartete uns dann das Athletiktraining. Auch dieses stand unter dem Motto “Langsam starten und sich gegenseitig kennenlernen”. Aber auch hier freue ich mich schon auf das Zirkeltraining, das irgendwann kommen wird. Denn zugegeben: ich vermisse ein wenig mein Functional Training, welches ich dreimal die Woche neben dem Spinning und Laufen gemacht habe.

Sportliches Fazit: Die erste Woche war zwar noch Schonprogramm zum Eingewöhnen, aber ich bin mir sehr sicher, dass dies in drei Wochen anders aussehen wird und dann auch “Aua, mein Muskelkater”-Posts kommen werden ;-).

Menschliches Fazit: Bisher habe ich also schon viele nette Leute kennen gelernt und ich weiß jetzt schon, dass ich nach den drei Monaten die Rookiefamily vermissen werde!

Wie es mir in Woche zwei ergehen wird, erfahrt ihr dann wieder hier in meinem Blog.  Bis dahin treibt Sport und bleibt gesund!

Triathlontraining – Die Rookies sind bereit

Rookie-Rucksäcke warten auf Abholung
Rookie-Rucksäcke warten auf Abholung
“You see things and say ‘Why?’ but I dream things and say ‘Why not?’”
George Bernard Shaw

Nächste Woche ist es soweit: Das Rookieprogramm 2015 startet und ich werde mit 47 anderen Rookies von 14 Triabolos-Trainern 12 Wochen lang fit gemacht für den ITU Hamburg.

Am Montag war das erste Treffen im Abaton Kino. Dort lernten wir unseren Headcoach Ingo alias Püppchen kennen und auch einen Großteil der Trainer. Wir erfuhren, dass dieses Jahr das Trainingsprogramm einen großen Ansturm aufgrund des Filmes “Wechselzeiten” erlebt hatte und innerhalb eines Tages ausgebucht war. 50 standen sogar noch auf der Warteliste. Ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich dabei sein kann und nun ein Teil der Rookiegemeinde bin. Zwar hatte ich an dem Abend kaum Zeit, mich mit allen zu unterhalten, aber ich vermute, dass man sich während des Rookie-Trainings noch besser kennenlernen wird. Drei Monate gemeinsames Freud und Leid wird sicherlich verbinden.

Auch dabei sein wird ein vom NDR 2 gesuchter Rookie. Diesen Freitag wird der Gewinner ausgelost. Also noch schnell mitmachen!

Als die Trainer vorgestellt wurden, wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich das erste Mal mit “Profis” trainieren werde, die wissen was sie tun und die auch wissen, wie man effektiv trainiert. Iron Man Finisher, Paris-Roubaix-Teilnehmer, Sport- und Physiotherapeuten. Ich mache mir zumindest keine Sorgen mehr, dass ich mich übernehme oder falsch trainiere. Die Mädels und Jungs von Triablos werden schon auf uns Rookies aufpassen.

Neben der Trainer wurden uns auch zwei Rookieteilnehmer aus 2014 vorgestellt: Patrik und Karin.
Patrick war vor Beginn des Trainings keine Sportskanone. Zweimal die Woche schwimmen war sein Routineprogramm. Durch das Rookietraining hat er dann aber laut eigener Aussage sehr schnell Blut geleckt und sich sogar eine Zielzeit für die Olympische Distanz gesteckt.
Karin ist hingegen ganz anders an das Training herangegangen. Ihr war egal, dass sie am Anfang immer die Langsamste beim Lauftraining war. Warum mit anderen messen? Sport gerne, aber nur in dem Rahmen, in dem man sich wohl fühlt und Spaß dabei hat.
Dass Karin und Patrick bei dem Abend mit dabei waren, fand ich besonders charmant, denn es hat gezeigt, wie unterschiedlich die Gründe für eine Teilnahme sein können und dass man eben keine Sportskanone sein muss, um das Training und den Triathlon zu meistern. Was zählt ist der ganz persönliche Erfolg und der Spaß bei der Sache.

Gestern kamen dann die finalen Trainingsinformationen per Mail eingeflattert. Ich mache ja schon viel Sport, aber das Programm wird auch für mich vom Pensum her eine Herausforderung sein. Acht Stunden Sport/Woche sind jede Woche drei Stunden mehr, als ich bisher gemacht habe.

Trainingsplan
Montag: Um 7:30 Uhr eine Stunde Kraultraining in der Alsterschwimmhalle. Da ich sehr schlecht im Schwimmen bin, habe ich mir diese zusätzliche Stunde selbst auferlegt. Da fängt die Woche auf jeden Fall sehr früh an *gähn*…

Mittwoch: Um 19 Uhr lockeres Lauftraining um die Alster.

Freitag: Um 19 Uhr Lauf-ABC. Dort bekommen wir die richtige Lauftechnik beigebracht.

Samstag: Um 9 Uhr im Wasser sein für das Kraultraining in der Alsterschwimmhalle.

Sonntag: Um 10 Uhr auf dem Rad beim Kaltehofe-Hauptdeich treffen und zwei Stunden auf dem Rad sitzen oder auch mal Reifen welchseln lernen. Dann nachhause, essen, entspannen und Wecker stellen, um bloß die zwei Stunden Rumpfstabi nicht zu verschlafen, die dann 18 Uhr losgehen.

Puh, wenn ich das Programm wieder so vor Augen habe, denke ich mir: Janka, du warst verrückt dich dort anzumelden! Aber gut, es wird sicher eine schrecklich schöne Zeit werden.

Ende Juni ist dann der kleine Testtriathlon. Unter echten Bedingungen werden wir dann Schwimmen, uns im Neo verhampeln, die Radrennschuhe nicht anbekommen, Zeit in der Wechselzone verlieren, aufs Rad schwingen und wieder runter, schnell in die Laufschuhe kommen, die ersten Meter beim Laufen ein wenig rumeiern, um dann stolz ins Ziel zu laufen. Danach wissen sicherlich alle, WAS sie bis zum ITU Triathlon noch verbessern müssen.

Dieses WE heißt es dann für mich das letzte Mal ausschlafen für drei Monate. Ich werde es ausgiebig genießen, denn ab dem 29.04. beginnt dann eine neue, spannende und bestimmt sehr aufregende Zeit!