Woche 11 – Die letzte volle Triathlon Trainingswoche

“Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen.”
oder auch
“Hinfallen. Aufstehen. Krönchen richten. Weitergehen!”

Diese Woche war irgendwie der Wurm drin und das ausgerechnet in der letzten richtigen Trainingswoche vor dem ITU World Triathlon. Nichts hat wirklich geklappt, wie es sollte und das bis einschließlich Samstag. Sonntag war allerdings wieder top und ich hoffe, dass dies ein positives Vorzeichen für die Woche zwölf und den bevorstehenden Wettkampf ist.

Montag – Eigentlich Erholungstag
Tagsüber von Migräne geplagt, war das nicht so ein schöner Tag. Aber gut, damit muss Frau umgehen können und da hieß es dann: Augen zu und durch.

Dienstag – Eigentlich Schwimmen
Eigentlich wollten wir in das Stadtpark-Freibad, aber dann hat uns der Platzregen und das Gewitter ab 19 Uhr einen Strich durch diesen Plan gemacht. Alternativplan: Einkaufen, Salat machen, Essen, Couch und mit Schokolade vollstopfen. Seit die Anspannung steigt, esse ich davon aktuell viel zu viel. Das muss sich nach dem Triathlon wieder ändern, sonst wird daraus schnell Hüftgold, wenn das Trainingspensum wieder runtergeht. Daher werde ich nach dem Triahtlon eine spontane vierwöchige Schokoladen- und Süßigkeiten-Fastenzeit einlegen, um meinen Körper wieder ein wenig vom Zucker zu entwöhnen. Einmal pro Woche ist sündigen erlaubt, aber den Rest der Zeit wird diszipliniert verzichtet. Da muss ich dann auch während des Islandurlaubes durch.

Mittwoch – Eigentlich Laufen
Eigentlich wäre an diesem Abend Lauftraining gewesen. Ich saß an dem Abend jedoch länger auf der Arbeit, weil ich keine Lust hatte, durch den Platzregen heim zu fahren. Dann hatte ich völlig die Zeit vergessen und schließlich die Bahn Richtung Hallerstraße nicht mehr rechtzeitig geschafft. Folglich musste ein Alternativplan her: Functional Training im Planten un Blomen mit meiner alten Trainingsgruppe. Das war eine erfrischende Abwechselung, auch wenn ich erschrocken darüber war, wie schlecht ich bei den armlastigen Übungen war. Das ging wirklich schon einmal besser. Nach dem Rookieprogramm werde ich daher wieder regelmäßig zum Functional Training gehen. Erstens macht es mir sehr viel Spaß und zweitens legt es noch einen anderen Fokus. Am nächsten Tag hatte ich in der Tat auch einen fiesen Muskelkater in den Brustmuskeln von den ganzen Liegestützen, der bis Samstag angehalten hat.

Donnerstag  – Eigentlich Schwimmen
Dieser Tag stand unter dem Motto: “Hinfallen. Aufstehen. Krönchen richten. Weitergehen!” In Gedanken noch auf der Arbeit laufe ich auf dem Weg zum Schwimmtraining die Stufen zur U1 Stephansplatz runter, denke, ich bin auf der letzten Stufe, trete ins Leere und zack knicke ich beim Aufkommen auf dem Boden um. YEAH! Fuck you Murphy! Da habe ich die ganze Zeit Schiss, dass ich mich erkälte und dann so was…. An dem Abend ging es dann ab nachhause, Fuß hoch und Kühlung gegen die Schwellung drauf. Da das mein angeknackster Fuß von meinem Oster-Snowboardunfall war, hatte ich ein wenig Sorge, dass mir dieser nach der Umknickaktion wieder zwei Monate Dauerschmerz beim Laufen bereitet. Vor allem mit dem Wettkampf im Kopf habe ich mich an dem Abend schon ein wenig verrückt gemacht und mich selbst verflucht.

Freitag – Eigentlich Intervalltraining
Ich wäre sooooo gerne zum Intervalltraining gegangen. Fünf mal 1.000 Meter hätten auf dem Plan gestanden. Aber nach Rücksprache mit Headcoach Ingo habe ich dann doch ausgesetzt, um meinem Fuß die nötige Regeneration zu gönnen und den Zustand nicht zu verschlimmern. Um es mit Ingos Worten zu sagen: “Die Intervalle sind Schmuck am Rock, die Basis ist gelegt.” Da ich auf Schmuck am Rock verzichten kann, hieß es abends wieder Fuß hoch, Voltaren und Kühlung drauf. Zudem habe ich mir Wobenzyme geholt, um die Regeneration zu unterstützen.

Samstag – Doppelt Schwimmen
Schwimmen mit Armmuskelkater ist gar nicht mal so leicht. Trotzdem hat es Spaß gemacht. Was Spaß?! Und DAS aus meinem Munde. Aber in der Tat fand ich das Training sehr gut, da ich nun an einem Punkt angekommen bin, an dem ich auch das umsetzen kann, was mir an Übungen machen sollen. Keine Panik-Atmungsattacken mehr im Wasser und schon läuft es besser. Wasser wird zwar nie mein Element werden, aber immerhin würde ich aktuell nicht mehr sagen, dass ich Schwimmen “hasse”. Am Ende des Trainings wurde dann die Bahntrennung aufgehoben und 40 Rookies mussten einen Massenstart machen. Mein Platz war hinten außen und nein, diese Massenstarts liegen mir nicht. Ich hoffe, dass wir beim ITU World Triathlon ein wenig mehr Platz haben und ich nicht die ganze Zeit Füße im Gesicht haben werde. Meine Taktik für den Wettkampf: hinten und außen schwimmen. Langsam und konzentriert vorwärts kommen, um dann “entspannt” auf das Rad steigen zu können. Da ich beim Schwimmen eh nichts rausreißen kann, brauche ich genug Energie für das Rad und das Laufen.

Nach dem letzten gemeinsamen Schwimmtraining ging es dann zum Laufwerk, um die aktuelle Triabolos-Kollektion anzuprobieren. Bestellt habe ich dann aber erst einmal nur das Radoutfit. Zudem habe ich mir dann noch eine neue Schwimmbrille gegönnt, da mir meine von Zogg manchmal zu viel an den Augen drückt. Gekauft habe ich mir die Zoggs Predator. Ich bin gespannt, wie ich mit der klarkommen werde.

Abends ging es dann noch in den Stadtpark zum Freiwasserschwimmen im Neo. Erst hatte ich vor, doch nicht mehr hinzugehen, da ich ab nachmittags Kopfschmerzen bekommen hatte und ich mich irgendwie ausgelaugt gefühlt habe. Ich habe mich dann doch noch aufraffen können, war aber im Wasser nicht wirklich gut drauf. Ich habe mich ein wenig beengt gefühlt in dem Neo und fand das Wasser alles andere als schön. Nach 500 Metern hat es mir dann auch gereicht. Beim Ausziehen hatte ich wieder das Problem, dass sich der Reißverschluss wieder an der selben Stelle im Neo verhalt hatte *grummel*. Ohne Hilfe habe ich ihn nicht mehr auf bekommen. Hier muss ich mir irgendwas einfallen lassen, den aktuell sieht es so aus, als ob ich den Neo zum Wettkampf tragen möchte. Wegschneiden kann ich das ja nicht, da sonst das Wasser ja zu sehr durchkommt und der Reißverschluss direkt auf der Haut liegen würde. Aber irgendetwas muss ja funktionieren, sonst habe ich bei Wettkämpfen immer ein Problem, da mir keiner helfen darf. Beim Testtriathlon war es schon ein Kampf, aus dem halb offenen Neo zu kommen. Wenn wer einen Tipp hat, wie der Reißverschluss sich nicht in dem Stück losen Neopren verhakt, dass unter ihm liegt, dann immer her damit! Mir fällt aktuell nichts ein….

Sonntag – Last but not least
Der letzte Sonntag gemeinsames Rad- und Wechseltraining, der letzte Sonntag gemeinsames Athletiktraining. Das war heute schon ein komisches Gefühl, denn bald ist es vorbei das Rookie-Training. Ich werde es vermissen…. Auch wenn man sicherlich den Kontakt halten wird und die ein oder anderen beim Training dabei sein werden, wird es trotzdem nicht das selbe sein….

Bei der Radausfahrt sind wir locker 40 Kilometer gefahren, um danach das letzte Wechseltraining absolvieren zu können. Im Vordergrund stand: Sicherheit und kein Risiko so kurz vor dem Wettkampf eingehen. Das Wechseltraining hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Laufen, Rennrad, Laufen, Rennrad, Laufen und schon war es wieder vobei. Das Schöne: mein Fuß hat gehalten! Klar, habe ich ein wenig was gemerkt, aber das war aushaltbar. Bis zum Wettkampf hoffe ich, dass auch der restliche Schmerz noch weggehen wird. Ich werde bis dahin auf jeden Fall weiterhin die Wobenzyme nehmen und kein Risiko mehr eingehen bei den letzten zwei anstehenden Laufeinheiten in Woche zwölf.

Abends beim Athletiktraining wurden wir dann noch gefilmt und ein gemeinsames Abschlussfoto wurde gemacht. Ich freue mich schon auf das Video und die schöne Erinnerung. Ihr werdet dies natürlich dann auch in meinem Blog sehen können :-).

IMG_0545
Let´s dance mit den Rookie Trainern!
Mit riesiger Vorfreude geht es nun in Woche zwölf, aber auch mit ein wenig Wehmut. Mein nächster Beitrag kommt dann nach meinem ersten Triathlon *whaaaaaaaa*. Also drückt mir die Daumen, dass ich bis zum 18.07. nicht wieder irgendeine Tollpatsch-Aktion mache und ich gesund und fit für den Wettkampf bleibe. Und drückt auch allen anderen aktuell verletzten Rookies die Daumen, dass sie am Wochenende starten können.
Startschuss für uns Rookies (Sprintdistanz) fällt übrigens am Samstag um 10:04. Außerdem bestellt alle mal gutes Wetter für das nächste Wochenende, denn bei strömenden Regen und bei nassen rutschigen Straßen habe ich keine Lust auf dem Rennrad zu sitzen. Sonntag bin ich dann von 15 bis 17 Uhr beim Triabolos Messestand. Ihr könnt mich gerne besuchen kommen :-).

Veröffentlicht von

Janka

Janka

Ein Nordlicht, ein Stern, liebenswürdig, herzlich, emotional, redselig, manchmal laut, tollpatschig, organisiert chaotisch, ehrgeizig, sportlich, Bücherwurm, Vegetarierin, Weinliebhaberin, ungeduldig…. meistens und stur….zumindest gelegentlich.

4 thoughts on “Woche 11 – Die letzte volle Triathlon Trainingswoche”

    1. Hey Steffi,

      ich habe mittlerweile herausgefunden, warum er sich im Neostoff verhakt: Immer dann, wenn ich ihn zu schnell und ruckartig runterziehe. In der Ruhe liegt die Kraft und wenn ich es langsam mache, verhakt er sich auch nicht im Unterstoff :-).

      Viele Grüße
      Janka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.